Im Gespräch mit Prof. Dr. Barbara Albert / Duisburg als Wissenschaftsstandort der Zukunft
Shownotes
In dieser Episode des CITY OF TRANSFORMATION Podcasts spricht Moderator Ralph Sina mit Prof. Dr. Barbara Albert, Rektorin der Universität Duisburg-Essen, über die Rolle von Wissenschaft als Motor gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und demokratischer Entwicklung.
Im Mittelpunkt stehen die enge Verbindung von Hochschule und Wirtschaft, der Transfer von Wissen in die Praxis, die Verantwortung von Universitäten in Zeiten wachsender Wissenschaftsskepsis sowie konkrete Innovationsfelder für die Region – von Wasserstofftechnologien über Automatisierung bis hin zu internationaler Forschungskooperation. Ein Gespräch über Freiheit der Wissenschaft, globale Verantwortung und die Bedeutung von Bildung als zentrale Ressource für eine zukunftsfähige Gesellschaft.
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00:00:00: Ich würde gerne der Welt zeigen, welche Bedeutung eine Universität und Wissenschaft hat für die Gesellschaft.
00:00:07: Für die Wirtschaft, für die Politik – für alles eigentlich.
00:00:10: Das ist Teil meines Lebens.
00:00:13: Heute spricht Ralf mit Barbara.
00:00:15: Barbara Albert isst habilitierte Chemikerin und Rektorin der Universität Duisburg Essen.
00:00:21: Barbara spricht über ihre Freude zu forschen und die Notwendigkeit der Wissenschaftsfreiheit.
00:00:26: Wer diese Freiheit bedroht, greift unsere Ressourcen an die besten Lösungen für eine gute Zukunft zu finden.
00:00:33: Barbara Albert spricht über Harvard An der Ruhr, über den Champagner unter den Brennstoffen, über Robotik, Friedens und Krebsforschung, ökonomische Experimentieräume an der WEDAU und die tolle Zusammenarbeit mit Bochum und Dortmund.
00:00:49: Barbara ist stolz und dankbar, Direktorin einer global engagierten Universität zu sein in einem Land, in dem das Grundgesetz
00:00:57: die Freiheit
00:00:57: der Wissenschaft garantiert.
00:00:59: Ein Gespräch über Grundlagenforschung und Anwendungen, Exzellenz- und Bildungsgerechtigkeit – über einen unbekannten
00:01:07: Nachbarn
00:01:07: im Periodensystem namens Bohr und überschusssichere Westen.
00:01:12: Wir hören von Babras Liebe zum Lehmburgmuseum von der guten Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft.
00:01:20: Und ihrem Wunsch genau darüber hinaus mit Maria Roni,
00:01:25: der CEO
00:01:25: von Tüssen-Krupp
00:01:26: Steel Europe ein gutes Gespräch.
00:01:30: Herzlich willkommen zum Duisburg Podcast der City of Transformation.
00:01:34: im Podcaststudio der Duisburger Wirtschaftsförderung DBI!
00:01:38: Begrüße ich heute eine sehr engagierte Wirtschaftsförderin, nämlich die Rektorin der Universität Duisburg Essen kurz UDE Professor Barbara Albert.
00:01:48: Herzlich willkommen liebe Barbara!
00:01:51: Vielen Dank.
00:01:53: Ja seit vier Jahren ist richtig im Hinterkopf Rektoren der Uni und damit eigentlich auch einer der wichtigsten Wirtschafts förderen dieser Region.
00:02:04: Eigentlich schon.
00:02:05: Ja, würde wahrscheinlich nicht jeder sofort denken aber tatsächlich hängen Wissenschaft und Wirtschaft enorm eng zusammen und das ist auch eine Rolle der Universität die wir ich auch zu stärken versuche oder vielleicht schon vermocht habe in den ersten Jahren zum Beispiel dadurch dass sich entsprechendes Ressort in der Hochschulleitung geschaffen hat was sich Transfer digitalisierung und Innovation nennt und das zielt genau auf so etwas ab
00:02:33: Raus aus dem Elfenbeinturm.
00:02:35: Ja, das ist ... wenn ich dich kritisieren darf, tatsächlich ein Bild, was ich nicht mehr so besonders schätze.
00:02:44: Die Universität ist schon lange kein Elfen-Beinturm mehr.
00:02:47: Wenn sie es überhaupt je war als in ihrem Ursprung, ja, da waren's auch griechische Denker die auf der Straße saßen und mit den Menschen redeten.
00:02:57: oder Mercator in Duisburg?
00:03:01: wissenschaftliches Denken und wissenschaftliche Erkenntnis auf die Straße, nicht auf die Strasse, sondern auf die Meere gebracht hat.
00:03:08: Bis
00:03:08: heute in der Umsetzung super wichtig ist natürlich ganz beeindruckend!
00:03:13: Und man muss dazu wissen, Merkator ist ja quasi nach Duisburg geflohen weil man hier so frei denken kann.
00:03:21: Das ist ein schönes Bild.
00:03:22: bis heute ne?
00:03:23: Das Liberale Dysvork.
00:03:25: Unbedingt.
00:03:25: Geflohen vor der Inquisition
00:03:28: Ja oder zumindest Problemen konfessioneller Art, wenn ich so was nennen darf.
00:03:35: Das heißt Duisburg hat eine ganz lange akademische Tradition?
00:03:41: Auf jeden Fall ja!
00:03:42: Eine unterbrochene akademischen Tradition insofern als das Ruhrgebiet lange Jahre keine Universitäten hatte vielleicht könnte man sagen nicht haben durfte.
00:03:53: Man hat studierende Bergleute und Soldaten in dieser Kombination in der Region nicht haben wollen, denke ich.
00:04:00: Die wurden dann zu klug?
00:04:02: Die Universität Duisburg hat es mal gegeben und wurde wieder geschlossen.
00:04:05: Das Siegel wurde an die Universität Bonn übergeben... Interessant!
00:04:11: ...die das heute noch feiert.
00:04:12: Also das ist kein Geheimnis.
00:04:15: Aber zum Glück sind wir ja wieder gegründet worden.
00:04:18: Ich habe sowohl Duisburger Wurzeln wie auch Esnerwurzen in.
00:04:22: meine Eltern kommen aus Duisborg oder kamen aus Duiskburg.
00:04:25: Wir sind dann nach Essen umgezogen in den Essener Norden und als die Universität Duisburg-Essen gegründet wurde, bin ich begeistert zu Bekannten nach Bonn und Münster gefahren.
00:04:35: Und die haben mich alle angeguckt wie ein Auto und gesagt was soll das denn jetzt?
00:04:38: Wieso eine Uni Duisbrockessen?
00:04:40: Wir haben doch hier in Münster eine Tolle!
00:04:41: Wir haben in Bonnetolle Düsseldorf gönnen.
00:04:45: Ja es war vielleicht der Gegenentwurf zu den Traditionsuniversitäten Aber wir definieren uns ja nicht aus dem Gegensatz heraus.
00:04:55: Also es war sinnvoll, notwendig.
00:04:57: wie immer ist es sinnvoll Wissenschaft zu fördern denn Wissenschaft hat immer Impact auf die Welt.
00:05:03: und dass diese Universität nützlich und sinnvoll war sieht man ja allein daran das die Studierenden uns die Türen eingrannt haben und auch weiterhin einrennen.
00:05:15: Wir sind im Moment bei siebenunddreißigtausendachthundert oder so etwas.
00:05:19: Hatten in der Spitze einen vierzigtausenden, weil es ja mal ein Berg gegeben hat, der jetzt gerade wieder abschwingt.
00:05:27: Deutschlandweit geht die Zahl der Studierenden eigentlich zurück aber unsere erste Mesterzahlen steigen in den letzten drei Jahren.
00:05:34: Also mich persönlich hat das richtig gefreut dass ihr euch so behauptet habt mit dieser Universität Duisburg Essen gegenüber allen Skeptikern der alten Campus Unis.
00:05:44: Ich habe so ein bisschen in deinem akademischen Fotoalbum geblättert der letzten Wochen.
00:05:50: Mir ist eine Szene sehr in Erinnerung geblieben, die es nur ein paar Wochen alt.
00:05:55: Du hast einen Ehrenprofessor verliehen an Claudia Mayor.
00:06:00: Ja, die Mercator-Professur genau!
00:06:03: Das empfinde ich immer so ein bisschen als eine Strahlkraft dieser Universität, muss ich ganz ehrlich sagen.
00:06:07: Und mich hat sehr bewegt wie du sie eingeführt hast.
00:06:11: Du hast an Mercator erinnert, an den Verfolgten-Mercator, den Wissenschaftlerkartografen und ich hatte den Eindruck dass Claudia Mayor so gerührt war einmal von deinen Worten und auch natürlich von der Auszeichnung all solcher Dass sie fast in ihren Vortrag geflüchtet ist.
00:06:31: Ja Das ist ein interessanter Eindruck.
00:06:34: Ich habe mir im Nachhinein die Aufzeichnung noch nicht wieder angeschaut, deswegen ist das für mich ein neuer Eindruck aber in der Tat war es natürlich auch so und das ist glaube ich auch ein Kennzeichen von Claudia Mayor dass sie ja auch wirklich eine Botschaft hat und die will sie auch auf die Straße bringen.
00:06:55: Das heißt, vielleicht war es weniger eine Flucht als sozusagen ein Versuch sich nicht ablenken zu lassen auf andere wichtige Fragen.
00:07:03: Ich hatte das Privileg vorher auch ein zweier Gespräch mit ihr führen zu dürfen und da sind wir tatsächlich auch ein bisschen abgedriftet Auch zum Beispiel viel über Europa gesprochen.
00:07:14: Die Rolle von Europa, das kam ja in Ihrem Vortrag nicht ganz so stark raus und auch viel über die Rolle von Wissenschaft auch an der Stelle wieder und die Rolle Forschung und Sicherheitsforschung Und wie wichtig dass es auch nicht nur im ganz einfachen Sinne von Politikberatung sei Einfach, dass man Dinge reflektiert und wissenschaftlich fundiert als Diskussionsparte in die Gesellschaft stellt.
00:07:38: und sie hat wirklich sehr interessante Ansichten zu vielen Dingen.
00:07:42: Ich fand es bemerkenswert, dass du erwähnt hast in der Einführung unter welchem Druck Wissenschaftler seit einiger Zeit stehen.
00:07:50: Ja also wir haben ja nun in Deutschland wirklich dieses ungeheure Privileg das wir die Freiheit der Wissenschaft Grundgesetz haben.
00:08:00: Das ist ja in der Art fast nirgendwo auf der Welt.
00:08:03: aber wir beobachten natürlich Wir sind ja global engagiert als Universität.
00:08:07: Es ist auch eines unserer Merkmale und Ziele an der Universität Duisburg Essen Und wir beobachten, welche Schwierigkeiten die Wissenschaft auf der Welt hat.
00:08:16: Das hat auch was mit Reputationsverlust zu tun und dem würde ich gerne entgegenwirken.
00:08:22: Ich würde gerne der Welt zeigen, welche Bedeutung eine Universität und Wissenschaft hat für die Gesellschaft, für die Wirtschaft, für Politik, für alles eigentlich.
00:08:34: Das ist Teil meines Lebens.
00:08:37: Du hast ... Auch eine Zeit lang in den USA verbracht, in Kalifornien dort als Postdoc gewirkt.
00:08:44: Erreichen dich Signale aus den USA?
00:08:47: Was diesen Druck auf die Wissenschaft angeht diese Missachtung von Professoren Die Professor sind unsere Feinde sagt der stellvertretende amerikanische Präsident.
00:08:56: Auf jeden Fall das ist es erschüttert dass Selbstverständnis Von Menschen die erleben in der wissenschaft verbringen wir uns immer als etwas wichtiges nützliches angesehen Und nicht vorstellen können, dass die Gesellschaft sich in die Zukunft bewegt und auch zukunftsfähig wird.
00:09:13: Auch innovativ bleibt und wird ohne Universitäten, ohne Wissenschaften, ohne Hochschulen, ohne Bildung, ohne Schulen – das ist für uns ein Grundpfeiler!
00:09:25: Wer das infrage stellt muss man erst mal sagen provoziert er oder will damit irgendetwas erreichen?
00:09:34: Ist das nicht super gefährlich für den Kern der Gesellschaft, der Demokratie?
00:09:39: Und deswegen erschüttert uns das alle.
00:09:41: In seiner alternativen Wahrheit sozusagen verkaufen will statt des wissenschaftlichen
00:09:45: Entwaschen.
00:09:46: Nicht nur dass also dadurch, dass man die Glaubwürdigkeit des Faktums, also der wissenschaftliche Erkenntnis infrage stellt und sagt, das ist alles nur Eliten denken oder irgendwas.
00:10:01: Also irgendetwas opportunistisches.
00:10:04: Das hat keine Relevanz.
00:10:06: Damit nimmt man meiner Meinung nach auch eine der ... Ich habe eben gesagt Grundpfeile, aber das ist wie ein altmodisches Bild.
00:10:12: Eine der Ressourcen unserer Gesellschaft weg.
00:10:14: Unsere Ressoursen sind ja nicht nur kühle Öl, was weiß ich?
00:10:20: Seltene Erdmetalle oder sonst was.
00:10:21: Sondern unsere Ressource ist eben auch Wissenerkennensbildung.
00:10:26: Suche und Nachwahrheit.
00:10:27: Sucha und Nach Wahrheit, sucha und nach Neuem neue Lösungen.
00:10:31: wenn etwas nicht funktioniert hat die Fähigkeit zu überdenken, neu anzufangen sich neu zu erfinden.
00:10:38: Das sollte im besten Fall auch alles von der Wissenschaft mitgetrieben werden.
00:10:43: Erreichen dich Hilferufe aus den USA?
00:10:45: Auch der Art wir würden gerne Europa kommen.
00:10:48: gibt es bei euch einen Platz für uns?
00:10:51: vielleicht nicht nicht konkrete Hilferufe in dem Sinne dass das direkt so rausgesprochen wird.
00:10:59: aber wir bemerken natürlich dass wir viel mehr Bewerbungen nicht nur aus USA, sondern auch aus Ländern haben die bisher vielleicht wo bisher vielleicht Wissenschaftler, Wissenschaftlerinnen oder auch Studierende bevorzugt in den USA gegangen sind.
00:11:14: Das heißt euer Pool vergrößert sich da von entspannenden
00:11:17: Leuten?
00:11:17: Ja aber auch unsere Verantwortung.
00:11:20: Auf jeden Fall.
00:11:23: Du sagst die Suche nach neuem Das auch wichtig ist für die Wirtschaftsregion.
00:11:29: Ist ja auch eine eure Aufgabe, das hast du auch in deiner Einführung von Claudia Major hervorgehoben.
00:11:34: Herr Kato als ein Mann der seine Erkenntnisse umgesetzt hat.
00:11:38: Kannst du zwei drei Beispiele nennen?
00:11:40: Die vielleicht wichtig vor unsere Region hier Duisburg essen sind und wirtschaftlich relevant sind.
00:11:47: Grundsätzlich haben wir hier in Duisburger Essen an der Universität ganz starke Ingenieurwissenschaften, die auch schon früher auf dem Gesetz haben wie Automatisierung und Ähnliches.
00:12:01: Ich denke, es wird für die Zukunft sehr wichtig sein hier gerade diese Robotik Bereiche, Automatisierungsbereiche weiterzuentwickeln.
00:12:10: Beispiel aus der Vergangenheit ist definitiv nicht aus der vergangenheit wird in die zukunft wirken und ist ausgesprochen relevant aber ist natürlich die Wasserstoffaktivität vor Ort.
00:12:20: ich weiß dass die im moment grade wieder ein bisschen kritischer gesehen wird.
00:12:23: zu tun
00:12:25: zu teuer, zu wenig der Champagnau unter den Brennstoffen und so weiter.
00:12:28: Aber machen wir uns nichts vor?
00:12:31: Keiner hat mal auch in der Vergangenheit nicht gemacht auf einen Brennstoff, auf eine Energiespeicher setzen.
00:12:37: Wir brauchen da alles was geht und Wasserstoff ist relevant.
00:12:42: Und hier an der Universität hat man schon vor über zwanzig Jahren das sogenannte Zentrum für Brenn- stoffzellen Technik gegründet Heute ZBT, heute natürlich ein anderes Profil als früher.
00:12:57: Aber ich finde das gerade zu visionär, dass man damals schon darauf gesetzt hat.
00:13:01: Brennstoffzellen arbeiten ja unter anderem mit Wasserstoff als Brennstoff und setzen das eben um eine Alternative zum Verbrennungsmotor.
00:13:10: Das ist eine andere Sache zwischen Krupp Stahl direkt Reduktion von Stahl auf Kohlenstoff verzichten.
00:13:17: Wir wissen alle, dass sich das nicht rechnet als Geschäftsmodell heute.
00:13:22: Dennoch bin ich der Meinung und da bin ich ganz auf der Linie in den letzten Jahren, dass wir wenn wir in Europa mit solchen Technologien und Techniken und Industriezweigen weiter eine Rolle spielen wollen auch Alternativen zu Kohlenstoff als Reduktionsmittel für Eisenoxide.
00:13:46: Das ist ja Stahlherstellung setzen müssen.
00:13:49: Jetzt merkt man ein bisschen dein Hintergrund, du bist Chemikerin.
00:13:52: Eine Bekannte von mir, die auch Chemikerin hat gesagt.
00:13:55: Also wenn du Barbara trist musst du mit ihr über Bohr sprechen.
00:14:00: Das sind ja Insiderkennnisse.
00:14:02: Ja, das ist der Wahnsinn.
00:14:04: All die Chemie-Hefte des Kondassums am Stoppenberg in Essen gedacht.
00:14:07: Bohr!
00:14:08: Bohr haben
00:14:09: wir nicht vor, ne?
00:14:10: Ja, da ist es korrekt.
00:14:12: Ich habe mal ein Artikel geschrieben, Bohr kleiner Nachbar des Kohlenstoffs.
00:14:16: Das ist mehr deutlich... Es gibt ja das berühmte Periodensystem der Elemente.
00:14:22: Also es gibt verschiedene chemische Elemente, Kohlenstoff wird hier jeder kennen, Eisen kennt hier auch jeder und Bohr steht im Periodenssystem der Elementen.
00:14:31: direkt daneben ist sozusagen der kleine Nachbar aber natürlich auch der unbekannte Nachbar ist ein Spezialitäten-Geschäft sozusagen in der Wissenschaft.
00:14:40: Du bist deine Machtglücke gestoßen?
00:14:42: Ja ich habe mich da so ein bisschen verbissen.
00:14:46: Das hat einen Nachteil in der Wissenschaft.
00:14:48: Die Wissenschaft lebt ja auch davon wie alles, dass es bemerkt wird.
00:14:52: Dass es gesehen wird, dass sich Leute dafür interessieren und da muss man dann aufpassen, dass man nicht in so einer Elfenbeinturm-Kiminate... Also man muss noch mehr anstrengen machen, um klarzumachen.
00:15:06: Auch das hat eine Bedeutung für euch auch in eurem Leben.
00:15:09: Fährst du das eigentlich?
00:15:10: Bist du auf Kongresse gefahren und hast immer großen
00:15:12: Boar oder
00:15:14: Bruster gemacht?
00:15:15: Nein ich habe tatsächlich den Spagat gelebt und das ist ja ein Privileg in der Wissenschaft.
00:15:19: Ich hab Sachen gemacht die wirklich reine Grundlagenforschungen sind.
00:15:23: Und ich würde auch immer noch sagen, wo wenn nicht an einer Universität?
00:15:27: meiner Meinung nach ist das auch wieder eine Ressource die wir in der Zukunft geben.
00:15:30: Dass wir Wissen ansammeln, wo wir jetzt noch nicht wissen, wofür wir es brauchen Und nicht immer nur sozusagen Wissen abgreifen und sagen, wir machen das was im Mainstream ist.
00:15:37: Das heißt dadurch hast du Aufmerksamkeit erzielt?
00:15:40: Da habe ich gemacht genau und mir damit
00:15:42: einen Ruf
00:15:43: in der Wissenschaft erarbeitet.
00:15:44: Aber ich hab natürlich auch... In der Chemie ist es ja so dass man immer im Team arbeitet mit einer großen Gruppe und es gab immer auch Doktoranden in meinem Team die an ganz Anwendungsnahen Themen gearbeitet haben.
00:15:55: Das heisst zum Beispiel Thermoelektriker untersucht haben, das sind Stoffe, die Wärme ins Strom umwandeln die man zum Beispiel an eine Turvine kleben kann, im besten Fall.
00:16:07: Und der Turvine ist sowieso Wärme und wenn man sagt den Strom will ich auch noch abgreifen.
00:16:12: Im besten Fall macht man das aber.
00:16:15: Ich überverkaufe jetzt meine Forschung ganz so, als ob er nicht will
00:16:17: kommen.
00:16:18: Aber Bohr?
00:16:19: Das habe ich immer rausbekommen.
00:16:21: Ist ja nichts was man in Duisburg einfach mal sofortern kann oder in Essen?
00:16:24: Nee, Bohr gibt es Vorkommen in anderen Ländern, in der Türkei vielt und in anderen Ländern also... Boar wäre nichts, was man hier fördern könnte.
00:16:32: Gibt es das in Amerika?
00:16:34: Ja, ja, Borate.
00:16:36: Und wenn
00:16:37: Trump den Hahn zudreht werden sehen wir dann alt aus in Duisburg essen?
00:16:40: Inderdat ist Boar, also Boarkabit eine bestimmte Bohrkohlendstoffverbindung tatsächlich schon mal unter Exportstopp aus USA gewesen weil dass in Körperschutz geht, also in so kugelsicheren Westen auch verbaut wird.
00:16:57: Also es ist nicht seine primäre Bedeutung sozusagen.
00:16:59: Vorkabit kann man für alles möglich nehmen, aber man kann das auch in den Körperschutz zuhören und es gab mal eine Zeit lang Schwierigkeiten vor Kabit zu importieren.
00:17:08: Wie wichtig sind solche Freihandelsverträge wie Mercosur um an Bord zu kommen?
00:17:12: Ich weiß nicht ob's das in der Ten America gibt.
00:17:14: ich
00:17:14: würde jetzt wirds nicht auf Bohr beschränken.
00:17:16: Ich bin zutiefst davon überzeugt dass Freihandel abkommen super wichtig sind sowie freie Handel globales Denken.
00:17:24: anders werden wir in der Zukunft nicht bestehen.
00:17:26: diese Kleinstadterei hat keinerlei Zukunft.
00:17:29: Aber wir erleben ja leider gerade, dass es jetzt grad das Fusstehende derzeit in die andere Richtung geht.
00:17:36: Mercosur ist eine große Chance denn ich sehe in Latein und Südamerika viel Potenzial für Kooperation mit uns auf allen Ebenen.
00:17:48: Wir selber haben auch als Universitätsallianz Ruhr gerade ein Büro in Sao Paulo mit was für Lateinamerika zuständig ist, was sozusagen die Interaktion der Wissenschaft unserer Universitäten Bochum Dortmund und Duisburg Essen mit Lateinamerikanischen Forschungsinstitutionen befördern soll.
00:18:09: Ich finde das super wichtig auch um den Teilkontinent zu stützen in Bezug auf die Rolle neben dem Trump Amerika.
00:18:19: Es ist schade dass Mercut so jetzt gerade mal politisch wieder gestoppt worden ist aber das wird ja hoffentlich weitergehen.
00:18:25: Vielleicht kann ich Ursula von der Leimer nach Brüssel einladen.
00:18:31: Als mein Sohn noch klein war, sind wir damals in Darmstadt gelebt auf die Straße gegangen für Pulse of Europe.
00:18:39: Das war nach dem Brexit und so weiter in diesem Schock.
00:18:43: Das sind glaube ich so die wenigen Male wo ich tatsächlich an Kultgebungen teilgenommen habe im Leben.
00:18:47: das jetzt nicht so ganz meine Primärrolle Aber der europäische Gedanke, das Stärken nicht nur des Freihandels sondern des globalen Engagiertseins wie wir es an der Universität Duisburg essen sind ist wichtig für uns.
00:19:02: Ihr seid sehr international aufgestellt?
00:19:04: Unbedingt ja!
00:19:05: Wir haben über zwanzig Prozent internationale Studierende oder mit Studierenden und internationalem Background auch in der Professorinenschaft viele Menschen mit internationalem Hintergrund und wir versuchen auch, Menschen aus anderen Ländern zu attrahieren.
00:19:22: Hier ins Ruhrgebiet hier nach Duisburg, die oft mit großer Begeisterung hier zu uns kommen.
00:19:30: Steuern die bestimmte Fakultäten an?
00:19:33: Sagen die die Ingenieurswissenschaften.
00:19:35: sind es diese besonders krasse an der Uni Duisburger Essen.
00:19:39: Muss ich jetzt gerade mal überlegen ob's da eine Präferenz gibt?
00:19:42: Also wenn wir auf der traditionellen Seite sind, haben wir zum Beispiel sehr bekannte Ostasienwissenschaften.
00:19:48: Die nicht aus Asien-Wissenschaften sind im traditionellen Sinne das es vor allen Dingen Sprache und Kultur ist sondern die einen ganz klaren Wirtschaftsfokus haben.
00:19:58: Betrieben von den Fakultäten für Wirtschaft und für Gesellschaftswissenschaften.
00:20:04: Da haben wir z.B eine Kollegin, die aus USA ursprünglich stammend aus Japan heraus berufen wurde.
00:20:11: Also das wäre jetzt ein Einzelbeispiel.
00:20:14: Ich habe die Zahlen nicht bereit, wie sich das auf anderen Fakultäten verteilt.
00:20:19: Ich glaube wir haben fast in allen neuen Fakulitäten für Informatik z.B.
00:20:25: mit internationalem Hintergrund.
00:20:27: Mir ist die Universität Duisburg Essen aufgefallen weil dir auch an Sachen Krebsforschung vor allem der Essener Teil der Uniklinik sehr weit vorne ist und jetzt glaube ich auch mit Köln in einem Verbund arbeitet.
00:20:39: Ihr seid ja auch wirklich hoch informiert im medizinischen Bereich.
00:20:42: Auf jeden Fall das Universitätsklinikum Essen, die Universitäten Medizinsessen hat sehr, sehr guten Ruf.
00:20:52: Großes Engagement in der Krebsforschung und auch in anderen Bereichen.
00:20:56: Auch viele Alleinstellungsmerkmale, auch wieder ein Paradebeispiel dafür, dass universitäres Forschen und Lehren eine Bedeutung hat, dass man eben nicht nur Dinge die bekannt sind und gewusst sind anwenden sollte sondern das man immer an sich arbeiten soll um zu besseren Lösungen in dem Fall für den Menschen zu kommen.
00:21:22: Das muss einem eine Universitätsmedizin auch wert sein als Gesellschaft.
00:21:28: Du bist mit harten Geschichten fertig geworden in deiner Rektoratzeit an der UDE, also Cyberattacke.
00:21:36: Die Nach-COVID-Phase und so weiter.
00:21:38: Wenn du den Blick nach vorne richtest auf das neue akademische Jahr was ist dein Herzensanliegen?
00:21:46: Ich habe so viele Herzens Anliegen dass es schwer ist das griffig zu fassen.
00:21:49: Also ganz wichtig für uns ist natürlich dass wir weiter als Universitätsalliansruhe vorangehen.
00:21:55: Das ist ja ein eigentlich Einzigartige, ich weiß es gibt auch andere Universitätsallianzen deswegen darf ich das eigentlich nicht so sagen.
00:22:03: Es ist schon ein ziemlich einzigartiger universitärer Verbund mit einer Nähe die andere universitäre Verbünde so nicht haben.
00:22:12: Das ist die Rohr-Universität Bochum, die technische Universität Dortmund und eben wir Die schon sehr lange als Universitäter Allianz Hohe also viele Jahre zusammenarbeiten aber einfach in den letzten drei Jahren nochmal da so'n ziemlich sagen wir einen Intensivierungsprozess hinter sich haben und sich auch neue Ziele gesteckt haben.
00:22:32: Und da versuchen wir vieles zusammen zu machen, abzugleichen oder uns auch intelligent zu ergänzen.
00:22:38: Sag mal ein Ziel das ihr euch gesteckte?
00:22:45: Deswegen, weil ich immer dadurch, dass ich eins aussuche andere nicht zurücksetzen möchte.
00:22:52: Dann zögert man einen kleinen Moment.
00:22:56: aber wir haben natürlich sogenannte Research Center zusammen gegründet vier in der Zahl und ein College in der Research Alliance Ruhr, die ein Teil davon von der Universitätsallianz ist.
00:23:09: Und da gibt es eins das nennt sich One Health.
00:23:11: Da ist zum Beispiel diese Cripsforschung, die du eben erwähnt hast mit drin und aber auch unsere ökologische, unsere Wasserforschungen.
00:23:21: Da gibt's auch eines was ich mit Chemical Sustainability also chemischer Nachhaltigkeit beschäftigt.
00:23:26: Eines das nennte sich Trust Das hat etwas mit Informatik und Daten zu tun.
00:23:31: Was heißt ja nun mal Die Grundlage allen Lebens und ist gefährdet.
00:23:35: Und gibt wenig Süßwasser, zielt die Forschung in die Richtung?
00:23:39: Wie können wir vorsichtiger damit umgehen nachhaltiger
00:23:42: also.
00:23:43: der Kern unserer Wasserforschung in Essen sitzen die überwiegend das sind.
00:23:48: ursprünglich kommt aus der Chemie Biologie aber auch aus dem Bauingenieurwesen Aber sind auch andere Disziplinen dabei.
00:23:57: Der kommt von von dem Interesse für Binnengewässer also für Flüsse Und ursprünglich, also was die untersuchen ist das wie die Gewässer reagieren auf die Stressoren, die man hat.
00:24:12: Stressoren sind... Was
00:24:13: man einleitet an Chemikalien?
00:24:15: Genau!
00:24:16: In der Historie waren es vor allen Dingen die Chemikalie und heute ist natürlich der Klimawandel.
00:24:20: Das ist wärmer wird, das beeinflusst ja die Spezies- und die Wassermenge Hat aber einen größeren Rahmen.
00:24:28: Wir haben ja soziale Ansprüche an Gewässer, also wir wollen vielleicht mit dem Fahrrad dann im Fluss lang fahren und es darf nicht unangenehm riechen.
00:24:36: Wir haben vor allen Dingen natürlich hier im Ruhrgebiet wirtschaftliche Ansprüchen.
00:24:40: die Unternehmen, die am Wasser liegen, die direkt betroffen sind wenn wir Niedrigwasser haben... Der Rhein
00:24:47: ist der Berühmte!
00:24:48: Wenn Sie an die Kraftwerke denken, die das Kühlwasser brauchen könnt jetzt ganz viel aufzählen, das sind alles Stakeholder im Wassermenagement
00:24:58: und wir
00:24:59: erforschen das tatsächlich im Verbund, also auch mit ganz vielen Partnern aus der Gesellschaft.
00:25:03: Wir haben einen Zentrum für Wasser- und Umweltforschung und wir erforschen es im Verbund wie man mit diesen Themen in der heutigen Zeit umgeht.
00:25:12: Und ich denke, dass hat eine enorme Zukunftsrelevanz.
00:25:14: Da dürfen wir gar nicht warten.
00:25:15: die Biodiversität geht runter.
00:25:17: Also kleine Krebs oder Fische oder irgendwas.
00:25:20: Das bin jetzt nicht die Expertin aber irgendetwas was es nicht mehr gibt Die Menge des Wassers, wir haben ja auch Schiffsbauschiffstechnik hier an der Universität Duisburg-Essen.
00:25:31: Die haben zum Beispiel Schiffe für Niedrigwasser mit flachen Böden für ein Unternehmenspartner mit entwickelt oder mit designed.
00:25:41: Vieles mehr.
00:25:41: also die Lösung.
00:25:42: es gibt nicht die eine einfache Lösung auf so einer Situation und Das ist ja auch die Kunst an der Universität mit Komplexität umzugehen.
00:25:48: Auf jeden Fall, wenn ich nochmal einen Sprung nach Amerika machen darf, Amerika in der Ford Trump-Zeit zeichnete sich Herr Universitäter dadurch aus dass die Universitäten sehr frei waren und auch sehr vernetzt mit der Wirtschaft und von ihnen viele Impulse ausgeht.
00:26:01: also Beispiel die mentale Partnerstadt von Duisburg Pittsburgh wo Carnegie Mellon Outsourcing gemacht hat und tolle Sachen auf die Beine gestellt hat die für die Industrie Dinge entwickeln.
00:26:12: und dann kommt die schon dir Trackerfabrik baut uns den besten Trecker der Welt, der Klaas in Hasewinkel noch fertig macht.
00:26:19: Ist sowas denkbar perspektivisch auch hier in dieser Region?
00:26:22: oder ist das so spezifisch amerikanisch und so vorwurzelt dass man es nicht transferieren
00:26:26: kann?
00:26:27: Das passiert schon.
00:26:30: Meine Aufgabe ist ein bisschen das Sichtbare zu machen.
00:26:32: deswegen habe ich vorhin am Anfang mal gesagt das Ressort für Transfer Digitalisierung und Innovationen geschaffen einfach nur auch damit man sieht Es gibt da einen Prorektor Petro Maron für solche Dinge steht.
00:26:46: Wir haben ganz viele Wirtschaftskontakte auf verschiedensten Ebenen, in bilateralen und multilateralen Verbundprojekten.
00:26:58: aber wir setzen da jetzt auch tatsächlich... wir haben auch traditionell an der Universität immer diese sogenannten Aninstitute ich sage mal der Speckgürtel Das ist
00:27:05: doch pensionierter Professor.
00:27:07: Nicht
00:27:07: langläufig, ne?
00:27:08: Also heutzutage würden wir vielleicht Start-up dazu sagen und nicht mehr an den Instituten.
00:27:16: Heutzutag also die bei den anderen Instituten, die schon lange existieren sind, die Professoren heute fensioniert das Stimm.
00:27:23: Aber es sind diejenigen, die das was ich vorhin als Grundlagenforschung bezeichnet habe stärker in die Anwendungen bringen können.
00:27:31: Wir engagieren uns aber auch hier in Duisburg, zum Beispiel im Technologizentrum.
00:27:35: weder was entstehen soll.
00:27:38: Weil wir so eine Fläche haben möchten wo man aus der Universität heraus bevor man in die echte Welt geht, wo man mit seinen Geschäftsmodellen auch schon Geld verdienen muss.
00:27:52: Noch mal einen Experimentierraum hat, wo wir Wirtschaft üben sozusagen aus unserer Sicht.
00:27:57: Ich weiß das Technologizentrum würde jetzt aus Stadtsichtung noch einmal anders definiert werden und Wir haben die sogenannte Brick Start-up Factories zusammen mit der Universitätsallianz Ruhr und der RHG Stiftungen Essen hier auch fürs ganze Ruhrgebiet helfen soll mehr Start-ups hier anzusiedeln und zu halten.
00:28:20: Wo du Pedro Maron erwähnt hast, den glaube ich im Pizwork gesehen zu haben?
00:28:24: Ja
00:28:24: der war mit.
00:28:25: Da habt ihr einen direkten Transformator sozusagen von Erkenntnissen von dort nach Duisburg essen.
00:28:32: Nein, den haben wir nicht dort geholt sondern in einem
00:28:35: Teil
00:28:35: einer Delegation.
00:28:37: Genau ja das ist das eine Aufgabe ja.
00:28:39: Das heißt da werden wirklich auch Impulse dann umgesetzt.
00:28:42: es ist spannend.
00:28:43: Wir haben einfach gesagt, wir müssen das auch in der Hochschulleitung als Thema setzen und mit einer Person natürlich verbinden.
00:28:51: Es sollen nicht nur Lippenbekenntnisse sein und das ist auch so ein bisschen, würde ich sagen, das Motto unserer... wie wir jetzt die Universität führen?
00:29:01: Dass wir dir gemeinsam führen und bestimmte Themen wirklich auch besetzen.
00:29:05: Du machst da eine tolle Arbeit!
00:29:06: Und ich muss sagen, ich habe mal so ein bissel den Studenten rumgefragt weil ich wusste dass du heute kommst.
00:29:12: Und was ich ganz interessant finde, es gibt Studenten die haben ein exzellentes AP gemacht und die könnten sich auch für einen Stipendium an einer sogenannten Elite Uni bewerben ohne weiteres in Großbritannien oder sonst wo.
00:29:23: Aber die gehen nach Duisburg essen!
00:29:26: Das finde ich ganz spannend weil sie sagen hier ist echt das ist sozusagen nicht die Institution der höheren Töchter deren Eltern alle schon dreifach habilität waren sondern hier ist es sozusagen echt vom studentischen Publikum her und ich kann ja toll arbeiten.
00:29:41: Und ich habe einen Studenten getroffen, der eine Bachelorarbeit geschrieben hat über ein ganz spezielles Thema.
00:29:48: Die Verfolgung der Jesiden in Cordistan und er hat... Ich muss das ablesen am Institut.
00:29:54: Ihr habt dann Institut für Entwicklung und Frieden hier von Professor Tobias Debiel und er hatte eine tolle Bachelorarbeiter geschrieben und die ist wahnsinnig gut korrigiert worden.
00:30:07: Also sehr, sehr genau, sehr minutiös und sehr liebevoll in Anführungszeichen.
00:30:12: Und das fällt auf – und das finde ich ist ein ganz interessanter Aspekt der Universität Duisburg Essen auch, der oft übersehen wird.
00:30:20: Ich freue mich total, dass du da so jemanden gefunden hast oder gleich getroffen hast, also ein toller Botschafter auch.
00:30:27: Es ist genau für das was wir wollen, dass INEV ist ein tolles Institut.
00:30:34: Ja, ein wichtiger Teil der Universität ist Entwicklung und Friedensforschung sind wir auch überregional für bekannt.
00:30:41: Und selbstverständlich haben die Studierenden sich so einen Institut dann als Studienort aussuchen alles richtig gemacht.
00:30:50: also die hätten in Oxford oder sonst was glaube ich da nichts Besseres bekommen.
00:30:57: das hört sich jetzt bisschen überheblich an aber in der Tat werden ja auch Der ist jetzt im Rohlstand den bekannten Politikberater und Forscher Korte bei uns an der NRW School of Governance.
00:31:12: Und er hat immer gesagt, dass das Harbert an der Ruhe.
00:31:18: Du siehst wir sind von uns überzeugt.
00:31:21: aber ich muss auch ganz klar sagen es freut mich jetzt auch total das zu hören.
00:31:24: natürlich kommen die besten zu uns und die Mittelbesten Und die Engagierten und wir möchten wirklich, wir sind, möchten Bildungsgerechtigkeit nicht nur propagieren sondern wir leben das.
00:31:41: Das ist für uns ganz wichtig dass mit Ernsthaftigkeit zu machen und so verstehe ich auch die Professorinnen und Professoren an unserer Uni wenn ich denen nicht reden darf, dass sie sich dafür engagieren total wichtig.
00:31:53: Barbara zum Schluss unsere Fragebogen schnell frage bogen.
00:31:57: Duisburg ist eine Stadt der Pioniere.
00:32:00: Welcher Geniestreich beeindruckt dich ganz besonders?
00:32:04: Können wir ganz kurz halten.
00:32:05: Wir haben schon über Gerhard Mercato geredet, ein bisschen sicherlich das zu nennen aber auch tatsächlich Wasserstoff ZBTE also Zentrum für Prinzschoff-Zellen.
00:32:15: richtig und das sind so Sachen die mich besonders begeistert haben.
00:32:19: Was ich beim Mercator so irre finde Gerhard ist dass es ja diese berühmte Mercator Projektion gibt dir dazu führt dass nun der Teile in ihrer Größe immer verzerrter da gestellt werden, je mehr sie sich dem Polen nähern.
00:32:32: Das heißt Grönland ist riesig was so wie Afrika und es ist Umfeld von Trump sagt.
00:32:37: der Trump hat diese Mercator Projektion so wörtlich genommen dass er denkt Grönlands nicht so groß wie Africa obwohl Afrika wird's mal größer ist.
00:32:44: also
00:32:44: ja wenns nicht so traurig wäre könnte man wirklich drüber lachen.
00:32:47: in der Tat Wofür soll Dysburg morgen stehen?
00:32:51: Also aus meiner Perspektive natürlich unter anderem dafür das Wir hier eine Wissenschaft haben, die auf Wirtschaft und Gesellschaft einen besonderen Impact hat.
00:32:59: Also eine besondere Wirkung hat.
00:33:02: Die Bedeutung einer Universität für eine Stadt darf nicht unterschätzt werden.
00:33:06: jeder Euro der da reingeht wird mindestens bei vierfach wenn ich verzehnfacht.
00:33:09: er gibt es verschiedene Studien.
00:33:12: das heißt dass Fund auch morgen noch stark zu nutzen oder immer stärker zu nutzen daran lege mir
00:33:21: Ich stehe vor die Wirtschaftsförderin Barbara Ayvert.
00:33:24: Wie
00:33:24: viel ist es auf die Straße bringen, sage ich Ihnen?
00:33:28: Sehr gut!
00:33:28: Duisburg mit anderen Augen sehen – wo gelingt dir das am besten?
00:33:33: Wir gucken raus.
00:33:34: Sehen wir eigentlich deine Wohnung irgendwo oder deinen Haus?
00:33:37: Fast ja fast.
00:33:39: Also da habe ich jetzt das Privileg der Zugezogenen und ich brauche gar keine andere Augen.
00:33:44: für mich war Duisbourg immer etwas was sich lohnt anzuschauen.
00:33:48: Ich liebe, wir haben vorhin mal ganz kurz vorne weg darüber gesprochen.
00:33:52: Ich liebe die großartigen Museen, die es in Diesburg gibt, die Küppersmühle, Lehmbrück, BKM.
00:34:00: also ganz großartig gesagt man könnte Reisen machen nur deswegen hierher aber vieles andere natürlich auch.
00:34:06: habe jetzt was rausgepickt.
00:34:07: Stimmt in der Tat und du wohnst hier?
00:34:10: Innenhafen im Moment gerade in der Sonne Wunderschön Freunde, Verwandtschaft die mich besuchen ist immer schwer beeindruckt.
00:34:20: Alte Speicher ein bisschen Wasser.
00:34:24: Und unsere Universität liegt sehr schön schuldigung.
00:34:27: Wie praktisch.
00:34:28: Liegt wunderschön
00:34:29: und in Essen bist du auch schnell?
00:34:31: In Essen es ist auch sehr schön.
00:34:32: ja wir haben da eine ganz tolle.
00:34:35: ich sage immer so eine muschelige universität.
00:34:37: von außen sieht aus wie so ne Betonburg allerdings nicht so schlimm wie in anderen städten mit bunten Türmen.
00:34:44: und wenn man dann nach innen reingeht oder noch schöner im Turm hoch fährt und runter guckt, dann sieht man so ein Campus als wäre er... ...designt worden.
00:34:54: Also ist er ja wahrscheinlich auch aber... Auch da helfen die frischen Augen.
00:34:59: Sehr gut!
00:35:00: Welches Duisburg-Lischei ist fast wahr?
00:35:05: Ich nehme wahr dass es eine besondere Treue zur Stadt gibt in den Menschen.
00:35:11: also das hört man hier auch von bekannten Politikerinnen das Wort Duisburg oft in den Mund nehmen.
00:35:18: Völlig zurecht.
00:35:20: eine besondere Stärke der Personen, die sich hier mit der Stadt und der Region identifizieren, das finde ich sehr schön.
00:35:27: Und als ich neu hier war ist mir tatsächlich ... Das Motto unserer Universität ist offen im Denken.
00:35:32: Mir ist völlig unabhängig davon aufgefallen wie offen die Menschen auf mich zugegangen sind.
00:35:39: Wenn man durch die... Fußgängerzone geht und am Markt irgendwie ein Kilo Erdbeeren kauft oder sowas.
00:35:47: Und die Menschen sind irgendwie nett zu einem, ist das nicht, wenn man aus anderen Regeln kommt, nicht überall so selbstverständlich?
00:35:54: Das kann ich unterschreichen.
00:35:55: Ich kann auch auswissfallen wissen mit welchem Duisburger oder Duisbergerin würdest du gerne mal einen Bier trinken gehen?
00:36:04: Ja, das ist schwierig.
00:36:06: Also ich habe ja zum Glück das Privileg mit vielen interessanten Menschen wenn nicht vielleicht immer ein Bier aber doch auch mal einen Kaffee oder was anderes trinken zu dürfen.
00:36:18: Auch... also ich gehe auch viel hier in die Konzerte oder zur Veranstaltung der Stadt und hab das Glück auch wichtige Politikerinnen und Politiker sprechen zu dürfen.
00:36:29: deswegen habe ich ein bisschen überlegt wen ich quasi noch nicht gesehen habe in den letzten Jahren, obwohl ich sie gerne näher kennengelernt hätte.
00:36:39: Und das ist tatsächlich die jetzige Leiterin von Tüssen Kruppstil, Frau Jaroni.
00:36:46: Die habe ich mal kennengelernen als ich ganz neu war.
00:36:48: Da saß sie bei uns auf einem Penne, auf einem Podium und ich war schwer beeindruckt wie in welcher Werbe Sie erklärte warum die Reduktion die die Herstellung von Stahl mit Wasserstoff eine Bedeutung haben kann.
00:37:04: Und ich fand sie super spannend.
00:37:05: Sie ist ja Metallogen ursprünglich
00:37:07: und
00:37:07: hat aus Ahren zu selten Erdelementen gearbeitet, die super wichtig sind.
00:37:12: Ihr könntet
00:37:13: euch fachlich auch gut verstehen?
00:37:14: Ja!
00:37:15: Da hat auch was Visionäres zu sowas vor ein paar Jahren gearbeitet zu haben.
00:37:18: Ich mein heute weiß jeder wir sind da von China abhängig, brauchen die seltener Elemente.
00:37:24: Wir können uns hier komplett abschalten wenn wir bestimmte Stoffströme nicht mehr haben auf der Welt.
00:37:30: Sie hat da vor Jahren schon sogar gearbeitet und ist heute in einer so verantwortlichen Situation, wo sie in einer extrem schwierigen Situation die Chance hat hier ein Unternehmen eine Industriezweig für Deutschland zu retten.
00:37:43: Wenn ich es mal ein bisschen überhöht ausdrücken kann, insofern finde ich super spannend mit ihrem Handglas trinken zu gehen.
00:37:49: Drücke ich dir die Daumen, dass das
00:37:51: ließ mir anklärt?
00:37:52: Welcher historischen Person von der aktuellen Person haben wir gehört oder welcher historische Person Würdest du gerne begegnen?
00:38:03: Abgedacht, du wirst jetzt gleich Albert Einstein sagen.
00:38:06: Weil du irgendwie ...
00:38:08: Guter Punkt!
00:38:12: Wahrscheinlich wäre es eher eine weibliche Vorreiterin, weil man über die nicht so viel weiß.
00:38:18: Marie Curie wäre sicherlich interessant.
00:38:20: Ja ein guter Punkt.
00:38:22: Vielleicht noch eher eine, die irgendwie so ein bisschen versteckter ist aber im Moment habe ich da keinen Namen parat.
00:38:29: kommt Beste Frage.
00:38:31: Was tust du Barbara, obwohl es unvernünftig ist?
00:38:40: Manchmal nicht zum Sport gehen.
00:38:42: Das kann ich gut nachvollziehen.
00:38:45: Manchmal lange aufbleiben, obwohl ihr eigentlich früh ins Bett gehen solltet, damit wir am nächsten Tag fit sind.
00:38:51: aber dann packt mich irgendwas eine spannende Nachrichtensendung ein tolles Buch oder irgendetwas anderes ein tolles Gespräch mit jemandem.
00:39:04: Wir haben manchmal zu gut Essen.
00:39:06: Das ist eine sehr sympathische
00:39:08: Unvernunft!
00:39:09: Barbara Albert, Rektorin der Universität Duisburg-Essen.
00:39:14: Ganz herzlichen Dank für diesen Podcast und alles Gute fürs neue Akademische Jahr.
00:39:18: Danke schön.
00:39:20: Das war City of Transformation – Der Duisburger Podcast heute mit Barbara Albert
00:39:26: und Trafzina.
00:39:27: Vielen Dank liebe Barbara für deine wertvollen Erfahrungen und Einsichten, die zeigen wie wir Wandel erfolgreich gestalten
00:39:52: können.
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