Im Gespräch mit Bernhard Osburg / Echt Duisburg

Shownotes

Heute spricht Ralph mit Bernhard. Bernhard Osburg ist ehemaliger Vorstandsvorsitzende der Thyssenkrupp Steel Europe und heutiger Chef der DB Cargo. Bernhards Herz pocht für Duisburg, wo er lebt und zu steht.

Ein Gespräch über strukturelle Probleme in der Industrie, langsame europäische Mühlen, Freihandel in der Krise und die politische Notwendigkeit, Schlüsselindustrien zu fördern, wenn uns unsere politische und wirtschaftliche Freiheit am Herzen liegt.

Bernhard Osburg spricht über grünen Stahl, graue Theorie und darüber, warum Duisburg schon immer eine Start-up-Stadt war. Er erklärt, wie die Stadt von Pittsburgh lernen könnte, warum sie Wehrhaftigkeit ausstrahlt und weshalb der Alsumer Berg sein Lieblingsort ist – dort zeigt sich die Weite und Vielfalt seiner Heimatstadt.

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00:00:00: Also kaput das Kriegsgerät, reparieren wieder zur Front.

00:00:03: Das sind alles Schwerpunktthemen, die diese Stadt hier kann.

00:00:06: Also hier ist ganz viel da, was man gebrauchen kann.

00:00:08: Und das versuchen wir gerade, ein Stück anzubinden an die Anforderungen, die Deutschland eigentlich hat und zu gucken, wo können wir für die Stadt hier auch Arbeitsplätze im Defense und Verzeihigungsbereich sichern.

00:00:23: Heute spricht Reif mit Bernhard.

00:00:25: Bernhard Ausburg ist ehemaliger Vorstandsvorsitzende der Tüssengruppe

00:00:29: Steel Europe

00:00:30: und heutiger Chef der DB Kago.

00:00:32: Bernhards Herz pocht für Duisburg, wo er lebt

00:00:36: und

00:00:36: zu steht.

00:00:37: Ein Gespräch über strukturelle Probleme in der Industrie, langsame europäische Mühlen, Freihandel in der Krise und die politische Notwendigkeit Schlüsselindustrie zu fördern, solange uns unsere politische und wirtschaftliche Freiheit am Herzen legt.

00:00:52: Bernhard Ostburg spricht über Grün-Stahl, Grau-Theorie und darüber, warum Duisburg schon immer eine Start-up-Stadt war.

00:01:00: Er erklärt, wie die Stadt von Pittsburgh lernen könnte, warum sie Wehrhaftigkeit ausstrahlt und weshalb der Allsumer Berg sein Lieblingsort ist.

00:01:09: Dort zeigt sich die Weite und Vielfalt seiner Heimatstadt.

00:01:15: Willkommen zum Podcast Let's Do It, Duisburg City of Transformation im Podcaststudio der Duisburger Wirtschaftsförderung, DBI, sozusagen eine Denkfabrik für Duisburg.

00:01:26: Als ich mit Duisburgern gesprochen habe über den Gast, den wir heute im Studio haben, haben die alle gesagt, was?

00:01:32: Der Bernhard, der hat noch Zeit dafür, das ist ja der Wahnsinn.

00:01:35: Und was sie gesagt haben, war Mensch, das ist einer von uns.

00:01:38: Der ist Duisburg.

00:01:41: Hätte sich Düsseldorf leisten können, Oberkasse, der ist immer hier wohnengeblieben, der spricht unsere Sprache, der ist Ruhrpott und der ist Mr.

00:01:47: Stahl.

00:01:48: Willkommen ganz herzlich hier im Podcaststudio Bernhard Ausburg.

00:01:52: Ganz herzlichen Dank.

00:01:53: Danke schön.

00:01:53: Wir dürfen du sagen hier, unser Podcast.

00:01:55: Auf jeden Fall.

00:01:55: Klasse.

00:01:56: Bernhard, als ich hingefahren bin jetzt ins Studio, habe ich gedacht, welches meiner Lieblingslieder würde zu dir passen.

00:02:03: Ich bin großer Bruce Springsteen-Fan.

00:02:06: Und wir fiel so ein bisschen das Lead Hometown ein.

00:02:09: So, dass Lead seine Jugend singt und seine Geburtstadt bedenkt in New Jersey, Industrie und eine große Fabrik und geht alles runter und ist schwierig.

00:02:20: Und habe ich das, das würde irgendwie auch zu dir passen.

00:02:22: Stimmt das?

00:02:23: Ja, ein Stückchen davon stimmt ganz sicherlich, weil auch hier Duisburg ist eine Stadt, die industriell geprägt ist, seit jeher industriell geprägt ist.

00:02:32: Und auch hier stehen ja die Zeichen nicht mehr auf Wachstum, was Industrie angeht.

00:02:38: Das geht ja für Gesamtdeutschland, aber da Duisburg hier, wenn man kann, glaube ich sagen, auch der wichtigste industrielle Hub ist, leidet auch diese Stadt, die Beschäftigten, die Mitarbeiter der Stahlindustrie, aber auch der Chemieindustrie unter den Druck, den wir alle so ein bisschen unterschiedlich wahrscheinlich in Deutschland spüren, aber hier ganz besonders, dass die Themen, die diese Stadt hier über viele Jahre auch erfolgreich gemacht haben, im nachhaltig Druck vorspüren.

00:03:04: Das heißt, perspektivisch wahrscheinlich auch nicht mehr zur alten Leistungsfähigkeit zurückfinden werden.

00:03:10: Und insofern kann ich das, was da in dem Lied, ich kenne den Text nicht, aber ich weiß, worum es in dem Lied geht, kann ich schon ein Stück weit nachvollziehen.

00:03:17: Und das ist natürlich auch ein bisschen betrüblich für die Seele.

00:03:21: Wir sprechen über Transformation von Duisburg.

00:03:23: Stahl wird bleiben.

00:03:24: Klar, wir müssen auch neue Industrien kommen.

00:03:28: Du hast selber jetzt eine Transformation bei DB Kargo, bis da der neue Chef, der neue Boss im Ring.

00:03:35: Das ist ja ein Thema, was dich auch schon beschäftigt hat, als du bei Tüssen Krupp warst, ganz oben.

00:03:40: Logistik.

00:03:41: Und hast du da schon mal irgendwie gedacht, Mensch, die könnten bei Duisburg-Argo ein bisschen schneller werden und bis mehr Dampf machen?

00:03:47: Ich hätte da eine Idee.

00:03:48: Das habe ich sehr oft gedacht.

00:03:52: Wobei, wenn man bei Tüssengruppe Stiefer muss man auch aufpassen, in welche Richtung man mit Steinen schmeißt, weil auch mein ehemaliges Unternehmen.

00:03:59: bei der Lieferperformance immer wieder auch Schwächen hatte.

00:04:03: Und das ist auch nicht ganz einfach.

00:04:05: Aber ich kenne die DB Cargo natürlich aus Kundenperspektive sehr gut, weil die Tüssengruppe Stil, mein ehemaliges Unternehmen, der größte Industriekunde der DB Cargo war.

00:04:16: Das heißt, das ist eine ganz und beide Unternehmen auch.

00:04:19: traditionelle deutsche Konzerne, eine zwar noch ein Staatsunternehmen, das andere immer privat wirtschaftlich, aber über viele Jahrzehnte miteinander verflochten.

00:04:28: Viele Themen, die in Deutschland auch bei der DBKGO da sind kommen und sind aus dem industriellen Seitealter eigentlich geprägt worden.

00:04:39: Chemieindustrie, Stahlindustrie, ganz vorne mit dabei, ist auch heute noch mit die größte Grundgruppe.

00:04:44: Und ja, die DBKGO ist nachgelagert in der Wertschöpfungskette kriegt, aber natürlich auch die ganzen Themen, die die Stahlindustrie, die Chemieindustrie, man kann auch sagen, die energieintensive Industrie in Deutschland hat, unmittelbar ab, wenn Tüssen-Kruppstil hier zwanzig bis zwanzig Prozent weniger produziert, und es müsste in etwa das sein, wo die Stahlindustrie hier in Deutschland angekommen ist, es ist nicht nur Tüssen-Krupp, es sind auch andere Wettbewerber ähnlich betroffen.

00:05:16: dann merken die das natürlich auch.

00:05:19: Tüssen merkt das, weil weniger Autos gebaut werden, weniger Autos heißt weniger Züge, weniger Kohle heißt weniger Züge, weniger Erz heißt weniger Züge, weniger Kreuz heißt weniger Züge.

00:05:29: Also die sind ein bisschen später betroffen, aber auch mit voller Wucht und da ist die Aufgabe sehr ähnlich.

00:05:35: Da muss jetzt, ich sag mal, die Kapazitäten bewertet werden.

00:05:41: Es braucht eine Restrukturierung, die eine Antwort auf dieses kapazitive Thema gibt.

00:05:47: Kleine Rezüge oder was heißt das konkret?

00:05:49: Ja, das heißt weniger Kapazität, weniger Waggons.

00:05:52: Vielleicht auch weniger Standorte, an denen man etwas tut.

00:05:55: Man wird wie bei allen Restrukturierungen auch in den Overhead hineinkommen, was können wir uns leisten, was können wir uns eben nicht mehr leisten, damit die Leistungsfähigkeit in Summe gewährleistet ist.

00:06:05: Sondern das ist eine, ich glaube, eine völlig andere Aufgabe als einen großen Stahlkomplex zu managen.

00:06:12: Aber im Grunde sind die Strukturen Probleme bei der DB Cargo aus der gleichen Situation heraus ausgelöst, wie das in der Chemie, Stahle oder Automotiveindustrie eben entsprechend auch der Fall ist und insofern wird es auch immer Ähnliche Antworten auf solche Fragen gehen.

00:06:31: Mal ganz bildlich gesprochen.

00:06:33: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:06:34: Kommt da ein ganzer Güterzug hier ran, gerollt zu Tüstengruppen nach Tüspurg?

00:06:37: Also sind das einzelne Waggons, wo man koordinieren muss?

00:06:40: Da gibt es beides.

00:06:44: Ich sage mal, dass das Geschäft mit Ganzzügen, das vorne ein Lock und hinten hängen, weiß ich nicht, zwischen vierzig und fünfzig Anhängern ran, für großvolumine Transporte eine Top-Sache.

00:06:56: Aber jetzt gibt es ja... Chemie-Stahl, auch Metallverarbeitende Industrie, natürlich auch eine Menge Betriebe, die haben nicht vierzig Waggons von irgendwas.

00:07:05: So, wenn ich das mal auf meiner alte Welt schaue, dann werden da verschiedene Standorte mit Vormatreher beliefert, Warmbandkreuz zum Beispiel, und die brauchen keine fünfzig Waggons, sondern die brauchen vier.

00:07:18: Da geht das Gefrickel los, da muss koordiniert werden.

00:07:20: Und dann geht

00:07:20: das der sogenannte Einzelwagenverkehr.

00:07:23: Das ist ein schwieriges Geschäft, weil da von vielen, vielen Kunden zwei, drei, vier einer, ich sag mal, Wagen abgeholt werden.

00:07:32: Die werden dann auf speziellen Anlagen, die das können, also mehrere Gleise, viele Rangierlocks, zu ganz Zügen wieder zusammengebaut.

00:07:41: Und dann fährt der eine Zug nach Mailand, der andere.

00:07:43: Und dieses Geschäft ist immer unter Druck, weil es im Wettbewerb zur Straße steht, zum Lkw steht.

00:07:50: Aber es sind ganz enorme Mengen, gerade an gefährlichen Gütern, auch aus der Chemie-Nustrie, Amanioc

00:07:55: etc.,

00:07:57: die dort einen sehr sicheren Hafen haben.

00:07:59: Die, die man nicht

00:08:00: auf der Straße haben will.

00:08:01: Die will man

00:08:01: nicht auf der Straße haben und man will auch, glaube ich, nicht täglich zusätzlich etwa vierzig bis fünfzigtausend Lkws auf die deutschen Autobahnen loslassen, die dann auch noch mit vierzig Tonnen Kreuz durch die Gegend fahren.

00:08:13: Ist so eine defizitäre Geschichte.

00:08:14: Ist

00:08:14: eine defizitäre Geschichte.

00:08:17: Willst du da raus, dann?

00:08:19: Also, da wird sicherlich ein großer Punkt der Diskussion sein, aber meine heutige Sicht, ich bin ja noch gar nicht im Amt, habe auch noch kein sauberes Bild, aber meine heutige Sicht dieser Verkehr ist für die deutsche Industrie, und zwar nicht nur für die schwere Industrie, entscheidend.

00:08:35: Es ist wirklich entscheidend.

00:08:36: Viele Dinge gehen gar nicht mal einfach so per LKW.

00:08:39: Insofern, glaube ich, geht es da eine Lösung zu finden, die Sowohl den Staat und uns alle als Steuerzahler entlastet, weil er nämlich was zuschinken muss zu diesem Verkehr.

00:08:52: Genau, in der Größenordnung wird das auch getan.

00:08:56: Aber eben auch dafür sorgt, dass das, was man tun kann, um den Bereich auch lean, effizient, qualitativ hochwertig aufzustellen, das auch um die Umsetzung bringt.

00:09:05: Und wie groß das dann wird.

00:09:07: Dazu habe ich heute noch keine Sicht.

00:09:09: Aber durch meine lange Erfahrung auf der Kundenseite kann ich eben sagen, dass das schon auch ein strategisch sehr wichtiger Baustein für die deutsche Industrielandschaft ist.

00:09:19: Also du warst ja sozusagen... Dange Zulieferer für DB Kago in Stahl von Tüssenkorp.

00:09:26: Ich habe mich immer gewundert, ihr macht grünen Stahl oder ihr seid jedenfalls ambitioniert auf dem Weg dahin, habt Anlagen neu gebaut, alte abgerissen.

00:09:33: Also du hast dich da wahnsinnig ins Zeug gelegt.

00:09:35: Ich habe das in Brüssel mitgekriegt.

00:09:36: Du warst bekannt auch bei der EU-Kommission als der Mann, an dem sich letztlich auch entscheidet, ob der Green Deal gelingt und ob Europa wirklich klimaneutral wird und und und.

00:09:45: Aber die Deutsche Bahn, wo ich mir dachte, das sind doch die ersten Kunden für grünen Stahl.

00:09:50: Nix da.

00:09:51: Ja, ist, dass wieder Theorie trifft Praxis.

00:09:56: Das ist gar nicht der mangelnde Wille der Deutschen Bahn, auch Grünen Stahl, zu kaufen, was auch gerade passiert.

00:10:03: Es gibt ein Pilotprojekt für Schienen, grüne Schienen, hergestellt in Dillingen, Saarland.

00:10:10: Aber

00:10:10: nicht aus Duisburg?

00:10:11: Nicht aus Duisburg, weil wir keine Schienen machen.

00:10:14: Warum nicht?

00:10:15: Das ist schon

00:10:15: lange nicht mehr.

00:10:16: Im Tüssengruppe Stil ist vor gut zwanzig Jahren, bestimmt zwanzig Jahren schon aus dem langen Geschäft, also Trägerschienen und so weiter ausgestiegen und hat sich nur noch auf Flachstahl konzentriert.

00:10:26: Also alles das, woraus Autos gemacht werden, Klimakästen gemacht werden, Verpackungen und so weiter.

00:10:32: Aber eben jeder Bahnhof.

00:10:34: ... hat eine Klimatechnologie und hat eine Luftzirkulation.

00:10:39: Das ist alles sehr viel flachstahl auch drin.

00:10:41: Also

00:10:41: du daraus siehst, dass ihr ausgestiegen seid.

00:10:43: Nein, nein, nein.

00:10:44: Das war für Küssen grobstil, weil das ist eine richtige Entscheidung, glaube ich auch.

00:10:48: Das würde ich auch heute noch genauso einwerten.

00:10:51: Aber die Deutsche Bahn kauft natürlich sehr viel mehr als Schienen, auch an Stahlmaterial.

00:10:56: Und wo ist da das Thema?

00:10:59: Die sind auch in einem Vergabeverfahren.

00:11:02: wie eine Stadt oder sonst was auch.

00:11:04: und das schreibt vor, dass der Preis, und zwar ausschließlich der Preis am Ende des Tages dafür sorgt, wer den Auftrag kriegt.

00:11:11: Da grüner Stahl preislich niemals und heute schon sowieso gar nicht, wettbewerbsfähig ist zu konventioneller Produktion, ist völlig unmöglich ein grüner Stahlprodukt in den heutigen Ausschreibungsprozessen.

00:11:25: nicht nur bei der deutschen Bahn, sondern egal, ob die Polizei, die Stadt oder sonst was ist, reinzukriegen.

00:11:30: Und das ist ja einer der Punkte, die jetzt auch diskutiert wurden auf dem Stahlgipfel, der letzte Woche stattgefunden hat.

00:11:39: Das muss man ändern.

00:11:40: Man muss das ändern.

00:11:41: Wenn der Staatssache in Grün werden, dafür Weichen stellt, Förderung zur Verfügung stellt, über gleichzeitig seinen eigenen Behörden nicht erlaubt, die Produkte zu kaufen, dann ist was falsch.

00:11:52: Auch für Duisburg.

00:11:53: Auch für Duisburg.

00:11:54: Da hängt ja alles dran.

00:11:55: Da hängt

00:11:55: alles dran.

00:11:56: Ihr seid Corona-Stahl, also da muss was geschehen.

00:11:58: Geschieht ja genug.

00:11:58: Reicht Ihnen das, was dabei den Kanzlerstahlrunden beschlossen wurde?

00:12:04: Ich denke, die Frage kann man dann gut beantworten, wenn Dinge wirklich in Umsetzung kommen.

00:12:10: Ich meine, es ist schon eine Erfahrung, die ich glaube, die habe auch nicht nur ich und auch nicht nur in der Industrie.

00:12:16: Von einem Ziel, wir müssen helfen.

00:12:19: Bis es ist realisiert, es fließt, was auch immer, Geld, ein anderes Ausschreibungsverfahren, Quoten, zölle Local Buy, Zölle usw.

00:12:30: Das ist komplex.

00:12:31: und deswegen so komplex, weil von den meisten Themen, die für die energieintensive Industrie und damit auch die Stahlindustrie relevant sind, sind Dinge, die werden am Ende des Tages in Brüssel entschieden, nicht in Deutschland.

00:12:43: Also da ist gut, dass die deutsche Politik sich nicht nur dafür interessiert, sondern auch wirklich hinterher ist und auch Druck aufbaut.

00:12:49: Aber da müssen mit allen Mitgliedstaaten dann am Ende des Tages Lösungen gefunden werden.

00:12:54: Und das habe ich oft erlebt.

00:12:55: Das ist ein schwieriger Prozess.

00:12:57: Das ist ein Prozess, der häufig sehr, sehr lange dauert, meiner Meinung nach viel zu lange dauert, weil die, wenn die Industrien so schreien, wie die Stahlindustrie das tut.

00:13:06: Seit vielen Jahren jetzt.

00:13:08: Man kann sagen, eigentlich seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind die Verhältnisse nochmal deutlich schwieriger geworden.

00:13:14: Weil Energie wahnsinnig teuer.

00:13:15: Weil Energie wahnsinnig teuer ist.

00:13:18: Die Steinindustrie hat in breiter Front in Russland Kohlen gekauft.

00:13:22: Sehr gute hochwertige metallurgische Kohlen.

00:13:24: Die waren sofort in den Sanktionsprogrammen drin.

00:13:26: Das heißt, die mussten aus USA, Kanada, aus anderen Ländern ersetzt werden.

00:13:30: Zu anderen Preisen, muss man auch sagen.

00:13:33: Die Ukraine war der größte Pelletlieferant.

00:13:36: Alles nicht mehr da.

00:13:37: Das heißt, es sind viele Faktoren, die auf die Stahlindustrie zugekommen ist mit diesem Angriffskrieg.

00:13:42: Nicht nur die Energiepreise.

00:13:43: Und deswegen ist es auch sehr, sehr schwierig geworden.

00:13:45: Mit der grünen Energie wird es nicht billiger im Gegenteil.

00:13:47: Noch fünffünfzig Prozent bei Düsseldorf an den Gestierungskosten sind Energie.

00:13:52: Ja.

00:13:52: Das ist der Wahnsinn.

00:13:53: Das heißt, Duisburg Schicksal als Stahlstandort entscheidet sich auch in Brüssel.

00:13:59: Das ist ganz sicherlich so, weil das Stahlgeschäft ein... reguliertes Geschäft ist mittlerweile.

00:14:06: Also Sie können, egal mit welcher Management Crew, Sie müssen ihre Hausaufgaben machen und zwar immer machen, aber ob dieses Geschäftsmodell erfolgreich ist im Markt oder nicht erfolgreich ist im Markt, hängt ganz wesentlich von externen Faktoren ab, zum Beispiel wie teuer CO-Zertifikate sind.

00:14:21: Und dieser Preis entsteht dadurch, dass die EU-Kommission sagt, wir geben viele auf den Markt oder weniger auf den Markt.

00:14:26: Also es sind alles regulatorische Herausforderungen, vor denen man steht, Energiekosten, Spitzen, Stromkompensation.

00:14:34: Über Kapazitäten.

00:14:36: Über Kapazitäten, die nach fast ausschließlich nur noch Europa kommen, weil der Rest der Welt die vorhin jetzt zugemacht hat.

00:14:41: Trump für Stahlimport.

00:14:43: Trump, USA, aber auch Indien, egal was.

00:14:46: Also das Material sucht neue Wege und Europa ist nach wie vor einer der offensten Märkte.

00:14:52: Ist ja auch nicht nur negativ, ist auch ein positives Thema.

00:14:57: Aber früher hat man das, wird halt früher, bis vor vielleicht einem Jahr.

00:15:01: hat man das auch so gesagt, dass man noch mal muss für den Freihandel hier die Land zu brechen und dabei verlebt man und gewinnt man auf verschiedenen Themen.

00:15:09: Aber wenn man heute in die Welt guckt, zumindest das meine Analyse, dann gibt es ja keinen mehr den Freihandel mitmachen.

00:15:16: Ich sage, große Märkte nicht, sondern insofern ist das so, dass sich die Zukunft hier maßgeblich auch von der europäischen Politik entscheiden wird.

00:15:26: Ist du optimistisch, was in Standort Duisburg angeht, dass man da wirklich nennenswert Stahl noch wird produzieren, können der Wettbewerbsfähig ist?

00:15:35: Ich bin zuversichtlich, dass das passiert, weil die, die, ich glaube, mehr und mehr jetzt auch verstanden wird, dass es nicht irgendwas ist, wo man sagt, okay, wenn wir hier keine guten Rahmenbedingungen mehr haben, dann lassen wir es halt und kaufen das woanders zu, können wir ja entscheiden.

00:15:50: Aber ich glaube, dass man ja vielleicht noch mehr durch die veränderte Politik in den USA als durch den russischen Angriffskrieg alle verstanden haben, da das ganz clever ist, wenn man bestimmte Dinge auch selber kann.

00:16:03: Für den Ernstfall auch.

00:16:04: Für den

00:16:05: Ernst, also Resilienz, Resilienz.

00:16:07: Und Stahl ist ein völlig unverzichtbares Produkt, nicht nur für Militär, für alles, egal was es hier so auf der Welt gibt von Tonübertragungen.

00:16:16: Ohne Stahl passiert nicht viel.

00:16:17: Die ganze Elektromobilität und so weiter ist alles massiv stahlgetrieben.

00:16:22: Und

00:16:22: wer wird dann nur noch von China abhängig sind?

00:16:23: Ja, Gewalt aussehen.

00:16:24: Und das sind Spezialstähle, die da auch verbaut werden.

00:16:27: Ist ja nicht stahl, gleich stahl.

00:16:29: Ganz hochwertige Produkte und das ist so ein bisschen wie bei den seltenen Erden.

00:16:32: Wenn einer genug macht, hat, stellt er die Märkte ein.

00:16:35: Man sieht das ja gerade in der Automobilindustrie mit der Chipkrise, zwei Punkt Null.

00:16:39: die ja nicht ein Mangel an Produktionsmöglichkeiten ist, sondern ein politisch getriebenes Thema ist.

00:16:45: Und diese Gefahr, der sollte sich Deutschland und auch Europa nicht aussetzen, wird das so viel sein, wie wir in den letzten fünfzehn Jahren im Schnitt hier gemacht haben.

00:16:55: Da glaube ich nicht dran, ist ja auch schon nicht mehr.

00:16:57: Es sind schon fast ein Viertel der Kapazitäten nicht mehr da, weil auch die Autoindustrie in dem Maße geschrumpft ist und andere Industrien auch.

00:17:06: Aber es wird hier sicherlich nicht auf Null gehen.

00:17:08: Ganz bestimmt

00:17:09: nicht.

00:17:11: Ich würde mir wünschen, dass das jetzige Maß, das schwierig genug ist, dass die Maßnahmen, für die man jetzt auch kämpft, dass sie kommen, ganz ganz wichtig wird es sein, die Importe anders zu kontrollieren, als das heute der Fall ist, dass die zumindest dazu führen, dass man dieses Niveau, was jetzt erreicht ist, dann auch stabil halten können

00:17:32: wird.

00:17:32: Wie viel Arbeitsteste sind das ungefähr?

00:17:35: Das kann ich gar nicht so sagen, das ist auch unterschiedlich vom Firma zu Firma.

00:17:41: Also das ist nicht ein Viertel weniger Volumen, gleich ein Viertel weniger Arbeitsplätze, aber so ganz weit liegen die Zahlen auch nicht voneinander entfernt.

00:17:50: Also mich hat einst durchzuckt, jetzt sind wir mal zur der richten Fürfe, direkt gegen Stahl, der aus China kommt oder so.

00:17:59: Okay, aber dann les ich die Chinesen, produzieren auch schon grünen Stahl.

00:18:05: Ja, das tun Sie.

00:18:06: Und Schöner bitte auch, wenn man allein auf Windkraft

00:18:11: guckt, kann

00:18:12: vielfach es mehr an Windkraft aufgebaut, als in Europa der Fall ist.

00:18:16: Und Solar und alles.

00:18:17: Und im Wald.

00:18:17: Und Solar und alles.

00:18:18: Und trotzdem baut dieses Land auch, ich hab jetzt die Zahl gar nicht mehr, aber ich glaub, ein Kohlekraft fährt im Monat.

00:18:24: Also schon, beides passiert.

00:18:26: Aber der Unterschied, und das ist auch immer meine Botschaft in die Politik gewesen, die Sange über die Chinesen machen, das ja auch.

00:18:34: Wo ist der Unterschied?

00:18:35: Wenn die, und ich bleibe mal bei der Stahlindustrie, die chinesische Stahlindustrie, investiert in einem Ausmaß, wo sie vielleicht zehn, fünfzehn, mal sagen wir vielleicht zwanzig Prozent der Kapazitäten kurz, mittelfristig in grüne Kapazitäten umwandelt.

00:18:53: Auf Basis, in der Regel Erdgas, vielleicht wird auch Wasserstoff noch eine Rolle spielen, das werden wir mal sehen.

00:18:59: Dann heißt aber, dass achtzig Prozent der Produktion nach wie vor aus Kohle.

00:19:03: Genau, also Hochofenroute.

00:19:06: So, wenn ich jetzt auf einen Tüssen gucke oder auf einen Satz Gitter oder eine Assel und Mittel oder eine Föst, die sind im europäischen Gesetz dazu, sie können es gar nicht anders, sie müssen hundert Prozent transformieren, weil ihre, wenn ich mal zwanzig Prozent transformieren würde, hier in Europa müsste ich für die anderen achtzig Prozent ETS

00:19:28: sagen.

00:19:29: Scheine kaufen, Emissionshandel.

00:19:30: Ganz vergessen.

00:19:31: Ganz vergessen.

00:19:32: Ganz weg.

00:19:34: Das heißt, deswegen ist das ätzliche mit Birnchen verglichen und deswegen muss hier ein Vielfaches mehr investiert werden, um die gesamte Kette grün zu kriegen.

00:19:42: Und so ein bisschen hat man so den Eindruck, dass die Asiaten so die Importmengen, die die zum Atmen in ihren Industrien brauchen, die dekarbonisieren, damit sie in Europa an den Grenzen keine Kosten haben, sie werden.

00:19:56: Der Grenzausgleichsmechanismus damit umgehen, aber die eigentliche Kostenbasis vor Ort, sich dann zu achtzig Prozent eben auch nicht verändert hat.

00:20:03: Und das sind Wettbewerbssituationen, das meine ich, das ist politisch geprägt.

00:20:08: Die kann man nicht durch Produktivitätssteigerung oder sonst was

00:20:13: wegmachen,

00:20:14: viel zu große Zahlen.

00:20:15: Also die Chinesen spielen wirklich ein doppelt viel zusammen an den Dreckigen, machen den sauberen, in derselben Andage unter Umständen oder wie auch immer.

00:20:23: Und dann haben wir es hier.

00:20:26: Wenn du das alles beschreibst, ist ja eines klar für Duisburg und darum geht es uns ja, müssen auch neue Industrien gefunden werden.

00:20:34: So viel wie möglich von den alten Retten, die modernisieren, klar, aber es muss was Neues her.

00:20:38: Du warst in Pittsburgh, Pennsylvania, alte Stahlstadt, Duisburg der USA sozusagen, Rust Belt, ganz viel Stahl, war die reichste Stadt der USA, reicher als New York und Chicago und alles.

00:20:50: und dann von sechshunderttausend auf drehunderttausend Menschen runter, hunderttausenden Job verloren und heute aber ganz weit vorne, mit neuer Technologie.

00:20:59: Als du durch Pittsburgh gegangen bist, hast du da in bestimmten Punkten gedacht, das könnte auch was für Duisburg sein, da könnten wir vielleicht das ein oder andere nicht kopieren, das sehr albern, wenn wir auch nicht der Zweite sein, aber vielleicht so als Inspiration mitnehmen.

00:21:12: Ja, ich glaube das, also nicht auf die einzelnen Felder geguckt, also Pittsburgh hat, was haben die gemacht und da von muss man lernen und kann man auch lernen.

00:21:23: Die haben sich hingesetzt in Pittsburgh.

00:21:26: Wir haben gesehen, dass ihre Kernindustrie, die war da noch mal viel bedeutender als Stahl für Duisburg jemals war, war auch immer sehr bedeutend, aber da war das...

00:21:34: Zweiter Weltkrieg.

00:21:36: Alles da her, Aufbau New

00:21:37: York.

00:21:38: Empire State Building.

00:21:41: Und da ist ja wirklich weggegangen, also komplett, da steht ja heute... Nichts nennenswertes mehr an Kapazitäten.

00:21:47: Die

00:21:47: Spensterlandschaft ist für Hollywood vermiedener als

00:21:50: Kulisse.

00:21:51: Das ist ja genau absolut.

00:21:53: So wie Landschaftspakt Nord.

00:21:54: Das ist auch hübsch anzusehen.

00:21:56: Aber wir wollen keine weiteren Parks hier dazu bauen.

00:21:59: Aber was die gemacht haben und geschafft haben und deswegen lohnt es sich da auch hinzugucken.

00:22:03: Die haben sich mit der Wirtschaft.

00:22:06: Verbleibenden Stahlindustrie, aber auch der anderen Heinz Ketchup zum Beispiel gab andere Industriezweige auch in Pittsburgh und Wirtschaftsbetriebe.

00:22:16: Dann mit der Politik und mit der Wissenschaft an einen Tisch gesetzt, Pittsburgh University.

00:22:22: Und

00:22:23: dann

00:22:24: keine Gemähen, genau.

00:22:25: Ich habe auch gute Stiftungen dabei gehabt, gehört immer was dazu, nicht nur Talent, sondern auch ein bisschen finanziellen Spielraum.

00:22:31: Und dann haben die im Plan für die Zukunft gemacht, der... Also in dem Fall komplett ohne Stahl und die alten Technologie auskommen und gesagt, wo geht die Reise hin auf dieser Welt?

00:22:41: Was können wir hier?

00:22:43: Die Stahlstadt, die kann eine ganze Menge von Maintenance, Mitteilverarbeitung etc.

00:22:48: und haben aufsetzend auf diesen Themen über Start-ups, Universität, Wirtschaft, Politik immer in so einem Dreierbündnis neue Geschäftsfelder entwickelt.

00:22:58: Das haben die sehr erfolgreich gemacht.

00:23:01: Ich glaube, Pittsburgh ist die Wenn ich es richtig noch in Erinnerung habe, auf der Medizintechnologie Seite, absolut führend weltweit.

00:23:10: Ich glaube, allein der Medizinnahmen der Universität waren, glaube ich, sechzigtausend Mitarbeiter.

00:23:15: Ja, Wahnsinn.

00:23:16: Also, das ist schon zweimal das Ungrubsdie, nur auf der Medizinsite.

00:23:21: Sehr viel in Robotik investiert, sehr viel auch in militärische Anwendungen, Drohnen und so weiter gemacht.

00:23:28: Und haben sich eigentlich auf den Fähigkeiten, die sie hatten, Einmal ein Stück weit auch neu erfunden.

00:23:35: Pittsburgh hat auch sehr früh das ganze Thema AI entwickelt.

00:23:41: Es geht ja auch da heute in den USA als eins der absolut führenden Zentren.

00:23:46: Silicon Valley im Grunde von Pennsylvania.

00:23:48: Ja,

00:23:49: ganz genau.

00:23:51: Auch über Pennsylvania hier raus.

00:23:53: Also wirklich Top Firmen.

00:23:54: und wenn man durch Pittsburgh fährt.

00:23:57: Und man sieht da alle Namen von Microsoft, Google, Bosch, alle vor Ort, alle oft mit Innovation und Forschung vor Ort.

00:24:06: Prototyping ausprobieren und dann skalieren.

00:24:08: Und das haben die im Hervorrag gemacht, ob die Cluster genau die gleichen und richtigen sind.

00:24:13: Auch für Duisburg ist dabei, finde ich, gar nicht so wichtig.

00:24:16: Wichtig ist, dass auch Politik versteht, dass es nicht mehr ums Bewahren alleine gehen kann, sondern dass man ... aktiv daran arbeiten muss, ein ... ... ein verändertes Portfolio von Unternehmen ... ... und auch von Wissenschaft und Forschung ... ... hinzustellen.

00:24:34: Und deswegen haben wir die Reise gemacht ... ... und das arbeiten wir gerade in der ... ... Wirtschaftsförderung ... ... mit dem Team um Rasmus Beck ... ... und dem Beirat ... ... dran, dass wir da auch ... ... vernünftige Impulse reinkriegen, um auch hier ... über den Sound hinaus zu gucken und zu sagen, was können wir hier eigentlich, was ist hier attraktiv in Duisburg und was wäre ein Zielportfolio, wo Firmen eigentlich, wenn sie auf Duisburg gucken, gute Rahmenbedingungen haben?

00:24:56: und dann wollen wir auch helfen, dass die hierhin kommen und sich hier ansiedeln.

00:24:59: Nimm mal, lass uns mal einen Stichwort von dir aufnehmen aus Pittsburgh.

00:25:03: Du hast gesagt, Verteidigung.

00:25:05: Das ist da eine Rolle spielen.

00:25:06: Da kommen ja auch vier Steine generelle der amerikanischen Armee hin und sagen könnte uns das und das bauen.

00:25:11: Da könnte Duisburg auch mit ein bisschen einsteigen in die Richtung.

00:25:14: Ihr habt Stahl, ihr habt die Logistik, ihr habt alle möglichen Voraussetzungen.

00:25:18: Dafür habt ihr eine Uni, die aufgeschlossen ist, auch mit einer IT-Abteilung, die einen Namen hat und so weiter und so weiter.

00:25:25: Da wäre es drin.

00:25:26: Das glauben wir ganz sicher, dass da was drin ist.

00:25:29: Zumal, da kann ich gar nicht sagen, wie das in Pittsburgh ist.

00:25:33: Aber hier in Duisburg, wenn es darum geht, großflächig Güter zu verteilen und in einem militärischen Fall ist es das, worum es geht, also eine Supply-String, eine Logistik-Kette hinzustellen, die hohe Tonnagen in einer hohen Verfügbarkeit flexibel bereitstellen kann, dann geht in Duisburg sowieso... in Deutschland und eigentlich auch in Europa kein Weg vorbei, weil hier mit dem großen Innenhafen, Trimo da, die Wasserschiene ist da, ist das Leistungsfähigste, die wir in Europa haben.

00:26:04: Das berühmte Eisenbahnnetz, von dem ich eben gesprochen habe, ist da das einzige...

00:26:09: Stimmt, die Bikrago.

00:26:09: Einzige europäische Netz Einzelwagenverkehr, also eben Player, der auf europäischer Ebene spielen kann.

00:26:17: ist auch hier und hier sind auch nicht ganz wenige Autobahnen extrem von Netz.

00:26:22: Und das wird auch die Rolle von Deutschland ist ja nicht mehr Front Krieg, Frontstadt oder Frontland in einem Krieg, sondern sehr hinten, rückgelagert.

00:26:35: Und das heißt, hier wird, hier wird das Materialthema passieren.

00:26:39: Und da müssen auch viele, viele Tausende von Menschen, Soldaten und so weiter vorgehalten werden etc.

00:26:45: Es muss irgendwo ein sehr leistungsfähiges Maintenance-Netzwerk entstehen, also kaput das Kriegsgerät reparieren, wieder zur Front.

00:26:53: Das sind alles Schwerpunktthemen, die diese Stadt hier kann, die sie den ganzen Tag atmet, weil sie eine super Logistikanbindung hat, super Logistikunternehmen auch vor Ort hat, wie du hast es erwähnt, Stahlindustrie.

00:27:07: nicht nur die Produkte anstahl, sondern auch die Mitarbeiter, die gewohnt sind, auch große, komplexe Maschinenanlagen zu zerlegen, wieder zusammenzubauen, Teile selber herzustellen.

00:27:17: Also, wir haben ganz viel da, was man gebrauchen kann und das versuchen wir gerade, ein Stück anzubinden an die Anforderungen, die Deutschland, aber auch Europa über die NATO eigentlich hat, um zu gucken, wo können wir in dieser Achse, in dieser Ebene für die Stadt hier auch Arbeitsplätze im Defense- und Verzeihungsbereich sichern.

00:27:37: ist existenziell wichtig, weil Deutschland braucht alles, hat von allem zu wenig von zu wenig Drohnen, zu wenig Kriegsmaterial in jeder Beziehung, zu wenig Munition, zum Beispiel, wie wird gerade, wenn ich dir zuhör, nochmal klar, dass du eigentlich jetzt in der Doppelqualifikation für Duisburg arbeiten kannst.

00:27:52: Du warst der TK Steel-Europe-Chef lange, Vorstandsvorsitzender, drei Jahre, vierundzwanzig Jahre Tüssengruppe insgesamt und jetzt DB Kargo.

00:28:00: Das heißt, du kannst von zwei Flanken mit in Sachen Zukunft denken.

00:28:04: Willst du das auch tun?

00:28:06: Ja, ich werde das tun, weil ich sowieso tun würde, auch für das neue Unternehmen, für das alte sowieso.

00:28:12: Ich bin immer noch immer, wenn ich an dem Werk vorbei war, bocht mein Herz, dann würde ich doch nicht mehr weggehen.

00:28:18: Ich denke bei jedem Stahlgefühl eigentlich.

00:28:21: Das ist so.

00:28:22: Aber wenn man dann die Fähigkeiten kennt, die ja nicht jeder so sieht, wenn man das kennt, dann glaube ich, wenn man in so einer Stadt hier lebt, dann muss man eben auch... Da supporten, wo das geht und die Netzwerke ansprechen, die Dinge organisieren.

00:28:38: und ich bin überzeugt davon, dass hier im Dörfer eben gesagt, auch gerade durch die Wissenschaft, die nicht nur die Universität, sondern auch Frauenhofer-Institut hier vor Ort, wichtige Institute vor Ort, die alle was mitbringen, was für den gesamten Defense Sektor von entscheidender Bedeutung sagen kann.

00:28:56: Was es dann wird, das glaube ich noch zu früh, zu sagen, sich da aber anzubieten, drum zu gümmern und auch, ich sag mal, aktiv zu pitchen.

00:29:04: Also den Leuten auch zu helfen, zu verstehen, welche einzigartigen Möglichkeiten diese Stadt hier auch hat, als Lösungspaket für solche Herausforderungen.

00:29:13: Das ist der Job und wenn ich da unterstützen kann, würde ich da doch immer tun.

00:29:19: Ich habe die Leute gefragt, als ich gesagt habe, ich treffe Bernhard Ostburg beim DBI, bei der Wirtschaftsförderung.

00:29:25: Und ich habe gesagt, Mensch, der hat immer einen Dysburg.

00:29:27: gewohnt, das finden wir so toll.

00:29:29: Bleibt er uns erhalten oder zieht er jetzt nach Mainz oder holt der dbk grobber nach Tüstburg?

00:29:36: Das kann man nur nicht gleich erwarten, aber wie wie machst du das?

00:29:39: Also meine, so wie ich es immer gemacht habe, meine Familie wird hier bleiben.

00:29:43: Ich wollte auch mal vier Jahre für ein spanisches Unternehmen tätig immer dritt und ich habe mir in Mainz eine Wohnung genommen und dann würde ich pendeln, aber mein mein war so.

00:29:54: Ich hoffe zumindest die Wochenenden, wenn nicht alle dann vielleicht ein paar, die werden dann auch in Duisburg weiterhin stattfinden.

00:30:01: Und auch wenn ich so nach, ich bin ja auch schon ein paar Tage älter jetzt, wenn ich mal irgendwann nachdenke, wo bleibst du denn dann, wo wird der Hafen sein?

00:30:08: Der wird diese Stadt hier nicht verlassen.

00:30:10: Nicht unbedingt der Binnenhafen, aber Duisburg, Stichwort mein Duisburg.

00:30:13: Jetzt eine kurze Frage bogen zur Stadt noch hier zum grünen Abschluss.

00:30:17: Was ist das Erste, was dir zu Duisburg einfällt?

00:30:20: Ich glaube, die, also neben dem ganzen industriellen.

00:30:22: Das ist eigentlich die Fehleinschätzung.

00:30:26: Wenn ich irgendwo unterwegs bin, gehöre ich nicht zu den Menschen, die sagen, ich komme von der Nähe aus Düsseldorf.

00:30:31: Meine Familie sagt, ich komme aus Düsseldorf.

00:30:35: Und warum machen die anderen?

00:30:36: Weil alle irgendwie im Kopf haben, das ist ja eine hässliche graue Stadt.

00:30:40: Und so wie früher in den Siebziger-Härmige-Wäsche raushängen.

00:30:43: Und ich schnell genug wieder rein, um mich gleich nochmal waschen.

00:30:47: ist ja überhaupt nicht so.

00:30:48: Ist eine grüne Stadt, total grüne Stadt mit einem super Angebot, Sportstätten etc.

00:30:53: Kulturwarte.

00:30:53: Man kann

00:30:53: hier, Kultur, man kann hier, alles ist drumherum, was auch immer man machen möchte, im Ruhrgebiet wieder so ist, alles vor der Tür.

00:31:01: Man kann dafür vergleichsweise günstig hier auch noch leben und deswegen glaube ich, dass Duisburg trotz all den Schwierigkeiten, die wir immer auch wieder diskutieren, eine sehr attraktive Stadt ist auch, um dort zu leben.

00:31:13: Statt der Pioniere.

00:31:14: Gibt es einen, der dich besonders beeindruckt hat?

00:31:17: Ja, es gibt viele, aber man muss wirklich sagen, fünfzehnt bis Jahrhundert.

00:31:23: Guck

00:31:24: mal, jetzt bist du mehr Kartor rückwärts.

00:31:25: Ja, aber wenn ich so überlege, gibt es ja auch viele Sachen in der Stahlindustrie, die hier zum ersten Mal Warmbandwerk usw.

00:31:32: Aber die Leistung, die viele vielleicht eigentlich so kennen, aus einem dreidimensionalen Globus auf eine Karte zu kommen, mit der dann navigiert werden kann, weil die Beziehungen alle zueinander passen.

00:31:44: Das System wird heute in der Seefahrt und in der Luftfahrt immer noch Verwendung hat.

00:31:47: Das ist schon eine sehr große Erfindung.

00:31:49: Deswegen, glaube ich, sind auch die größte Innovationen, die diese Stadt bzw.

00:31:53: Herr Mercator in dieser Stadt hervorgebracht

00:31:55: hat.

00:31:56: Einmal Start-up hier irgendwie.

00:31:58: Stahl war ja auch damals neu, also immer frisch nach vorne.

00:32:01: Gibt es ein Lieblingsort hier in der Stadt für dich?

00:32:04: Ich glaube, wenn man die... Also ich finde einen Ort besonders schön, wenn ich Besuch kriege, Leute, die das hier nicht kennen und die Möglichkeit habe, vielleicht dahin, das ist der Allsumer Berg.

00:32:14: Sagt man vom Allsumer Berg einzigartig mal nach, wenn man nach Osten guckt, guckt man auf das größte Industriekonglomerat, was Europa hat, das Tüssen-Crop Stil, zehn Quadratkilometer Industriefläche und zwar direkt vor den Füßen.

00:32:29: Ist größer als Monaco, ne?

00:32:30: Ist größer als Monaco.

00:32:32: Ja, viel größer als Monaco.

00:32:34: Und wenn man sich dann dreht, Guckt man auf den Rhein, man sieht die Schifffahrt, man sieht Schafe, man sieht Natur.

00:32:41: In diesem Kontrast, in der Härte, das ist immer was, was.

00:32:46: wenn ich bewegt habe, weil das auch zeigt, für was Duisburg steht.

00:32:49: Von grünen Erholung über eine superleistungsfähige Rheinschiene bis hin zur absoluten schweren Industrie.

00:32:56: Wahnsinn.

00:32:57: Richtig, richtig Lust, wieder hierhin zu sehen, in der Elternkommission aus Duisburg.

00:33:03: Wenn du Studenten der Wirtschaftswissenschaften von der Uni Essen Duisburg hättest, was würdest du denen über Duisburg sagen?

00:33:10: Was ist so das Brickeln, der jetzt aus Wirtschaftsstudenten seht?

00:33:15: Ich glaube, dass aus vielen Diskussionen, die ich hatte, nicht nur mit Studenten, auch mit Politikern, anderen Wirtschaftsführern, super wichtig ist zu verstehen, kommt noch mal zurück, Chemie, Stahl, energieintensiv heißt immer Grundstoffindustrie.

00:33:31: Also da wurde irgendwo chemische Prozesse.

00:33:33: Da muss viel Energie rein.

00:33:36: Dass man das nicht entkoppelt sehen kann und sagen kann, okay, das ist nicht mehr so schön in Deutschland.

00:33:40: Das Energiekosten ist noch blöd, das lassen

00:33:42: wir jetzt mal sagen.

00:33:43: Und den Rest machen wir weiter.

00:33:45: Das wird vorne und hinten nicht funktionieren.

00:33:47: Das heißt es für mich, ich würde den immer mitgeben, in Wertschöpfungsnetzwerk zu denken und nicht, oh, Auto ist super, aber Stahl ist blöd.

00:33:55: Weil ohne Stahl kein Auto.

00:33:57: Und die Firmen, die sich hier so alle angesiedelt haben.

00:34:01: in Deutschland mit Teilverarbeitung und so weiter, die auch deswegen hier war eine sehr leistungsfähige Industrie, aber die die Vormaterialien geliefert hat, die mit ihren Kunden neue Produkte entwickelt hat.

00:34:11: Das heißt, es wird glaube ich so nicht gelehrt, aber zu verstehen, dass wir hier in Deutschland auch sehr einzigartige Wertschöpfungsnetzwerke haben, wo man nicht ein Element am voraussegen kann, weil das einem gar nicht gefällt und dann wird schon irgendwie alles weiterlaufen.

00:34:27: Das wäre die Botschaft, die ich denn mitgeben würde.

00:34:30: Würdest du auch denen auch sagen, ob bei der Stahlproduktion nichts rausschneiden, sondern was besonders energieintensives Brammen von woanders liefern lassen?

00:34:37: Ja, das ist ja eine ganz entscheidende Frage, die sich kaum einer draut zu diskutieren.

00:34:44: Am Ende wird die reale Wirtschaft dafür sorgen, was passiert.

00:34:47: Was nicht passieren wird, ist, dass wir hier nicht wettbewerbsfähig sind, aber es ist nicht so schlimm, wir machen trotzdem Stahl.

00:34:53: Man muss irgendeiner bezahlen, der wird keiner bezahlen.

00:34:57: Man wird gucken müssen, wie kann in dieser Welt, wie sie ist, mit aller Regulatorik, mit anderen Wettbewerbsbedingungen, als wir sie heute haben, wie sieht dann das Spiel aus?

00:35:07: Und wenn das Spiel dann so aussieht, man sagt, bevor ich hier weitere Milliarden im Umbau ... Investiere, der auf der Flüssigphase stattfindet, ... ... dann kann ich, ... ... vielleicht ist es intelligenter, ... ... dieses Geld ... ... in den Downstream-Bereich zu legen, ... ... wo wir absolut führend sind, ... ... von Qualitativ, Supply Chain, ... ... Stockprodukte ... ... und holen wir wirklich zu einem gewissen Teil, ... ... das wird nicht ganz, ... ... aber zu einem gewissen Teil, ... ... Brammen aus Regionen, ... ... die viel, viel bessere Bedingungen haben, ... ... als wir sie jemals haben werden, ... ... mit oder ohne Förderung, ... ... mit günstigster Energie, ... ... grüne Vormaterial zu liefern.

00:35:40: Das ist mit Sicherheit eine Strategie, die ... in der ein oder anderen Konzernzentrale durchdacht wird.

00:35:47: Und das ist auch nicht so verheerend.

00:35:48: Das passiert nicht von heute auf morgen.

00:35:50: Aber dann zeigt noch mal, wie so ein Netzwerk dann aufgebaut sein muss und dass das eine vom anderen lebt.

00:35:57: Das würde dann auch zum modernen Duisburg gehören sozusagen.

00:36:00: Noch mal der private Bernhard.

00:36:02: Ganz kurz Lieblingssport gibt es einen?

00:36:04: Ja, ist Rennradfahren.

00:36:06: Benreit.

00:36:07: Buf.

00:36:07: Ich seh's nicht so aus, aber ich... Doch.

00:36:09: Schlank.

00:36:10: Keine Binde gewesen.

00:36:11: Ich kann auch gut gegen den Wind.

00:36:13: Von wo nach wo fährst du?

00:36:14: Also jetzt durch Duisburg oder von Duisburg nach Köln?

00:36:16: Also

00:36:17: wenn ich hier bin, fahr ich entweder nieder rein, aber ich fahr sehr gerne auch am Rhein entlang hier bis Düsseldorf oder bis Neues und dann auf der anderen Seite zurück.

00:36:26: Der ganze Ruhrtal ist ein Traum.

00:36:27: Also meiner Meinung nach, ich bin viel mit dem Fahrrad auch in der Welt unterwegs gewesen.

00:36:31: Auch das hier, das ist nicht nur Duisburg, aber auch Ruhrgebiet, von den Bedingungen, die alten Zugstrecken, die zu Radwegen umgebaut wurden.

00:36:37: Das ist ein Paradies, ein Paradies zum Fahrradfahren hier.

00:36:40: Und ich kann bei mir, ich wohne in der Nähe vom Zoo, da gehe ich über die Müllermannstraße, gehe da in den Wald, oder fahre in den Wald hinein, oder kann ich die Sechzig Kilometer nur durch Wald fahren, mit zwei Straßen überqueren.

00:36:54: Das gibt es eben auch im Pfälzerwald, wird dann eher einfach.

00:36:56: Das ist ja Wahnsinn.

00:36:57: Von Pittsburgh gehst du was nach Washington, habe ich da geladet, aber das ist ein anderes Thema, also Fahrradklasse.

00:37:02: Lieblingsdiameter in Duisburger Zoo, wo du gerade angesprochen hast, hast du eins?

00:37:06: Ich war früher nicht da, als wir in so einem Klammer groß geworden.

00:37:10: War schon lange nicht mehr, ne?

00:37:11: Ich war da schon sehr lange nicht mehr.

00:37:12: Das ist keine Zeit, okay.

00:37:14: Aber Tiere, Zebras, die Duisburger, die sind ja begegnet, auch in Afrika.

00:37:19: Also witzigerweise gibt es viele MSV-Fans, in Tanzania gibt es doch richtig einen Fanclub.

00:37:24: Hast du deine Beziehung zu oder keine Zeit?

00:37:26: Also

00:37:26: ich muss jetzt ehrlich bleiben, weil so was meine Freunde sich hinterher beschrieben haben.

00:37:30: Ich habe eine Doppelkarte, eine Dauerkarte seit einigen Jahren.

00:37:34: Ich bin nicht immer da, entweder weil ich es nicht schaff oder so.

00:37:38: Aber die Beziehung ist, dass ich das toll fand und ganz großartig fand, wenn ich so gesehen habe, wo Duisburg hergekommen ist, wie es dann runter ging.

00:37:47: Und dann letztes Jahr, als wir noch in der vierte Liga gespielt haben, in der Regionalliga, In der Breite damit mit achtzehn, neunzehntausend Zuschauen.

00:37:59: Das ist

00:38:00: beeindruckend.

00:38:01: Man zeigt auch, was hier so die Duisburger am Ende des Tages ausmacht.

00:38:04: Ob das dann jetzt alle würden sich wünschen, Duisburg wieder in der ersten Liga spielt.

00:38:08: Ich finde, da gehören sie auch hin vom Namen her.

00:38:10: Das ist ja Gründungsmitglied und so weiter.

00:38:12: Sind es aber nun mal nicht.

00:38:14: Aber dass man hier in dem Level an Liga... Stadien vollkriegt.

00:38:19: Das ist beeindruckend.

00:38:20: Da weiß man mehr Leuten als bei Bayer-Lieberkursen.

00:38:22: Ja, absolut.

00:38:23: Das ist ja wohl der Hammer.

00:38:23: Viele fahren in der Bundesliga, den zuschnarchen wir gerne.

00:38:28: Was tust du, obwohl es unvernünftig ist?

00:38:33: Ich esse ganz gerne Fleisch, das ist auch nicht immer so vernünftig.

00:38:40: Ich leiste mir auch einen gewissen Weingenuss.

00:38:44: Ich würde meinen Arzt auch immer sagen, man kann es ja noch mal weiter reduzieren.

00:38:47: Also ich habe das Rauchen aufgegeben.

00:38:49: Ich habe mich schon an Nagel gehängt, auch schon lange, als mein Sohn geboren wurde.

00:38:52: Aber ein

00:38:53: guter Roter Spanien.

00:38:56: Durch die Bank, also ich sage immer, jedes Land hat gute Weine und da bin ich auch ganz dadurch fest.

00:39:02: Da finde ich was, wenn ein gutes Regal da ist.

00:39:04: Bernhard Düsburg ist echt und Bernhard Osburg ist echt Düsburg.

00:39:09: Bleib so, bleib der Stadt erhalten.

00:39:11: Ich glaube, du bist verdammt wichtig für die Zukunft.

00:39:13: Danke dir.

00:39:14: Herzlichen Dank, hat Spaß gemacht.

00:39:15: Danke.

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