Im Gespräch mit Dr. Monika Schnitzer / Richtige Entscheidungen für Duisburg
Shownotes
Heute spricht Ralph mit Monika. Als Chefin der Wirtschaftsweisen berät Monika Schnitzer unsere Regierung darin, die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit unser Wohlstand sich mehrt statt zu schwinden. Monika Schnitzer guckt nach vorne, nimmt kein Blatt vor den Mund und schätzt das Motto Winston Churchills: "Lass keine Krise ungenutzt!“
Ein Gespräch über den neuen Duisburger Hauptbahnhof und den Landschaftspark Nord als Symbole der Transformation, über alte Größe und neue Erlöse. Aber auch darüber, warum Job und Unternehmen lebenslang der Vergangenheit angehören, während Innovation und Technologie die Zukunft gehört.
Monika Schnitzer ist überzeugt: Je weniger Illusion umso besser für die Stadt. Gut ausgebildete Menschen und eine Top-Infrastruktur bei ausgeglichenem Haushalt und bezahlbaren Wohnraum versprechen Duisburg eine ebenso spannende wie sichere Zukunft.
Transkript anzeigen
00:00:00: Da wird viel Geld ausgegeben, um zu diesem Kompromiss zu kommen.
00:00:04: Ehrlich gesagt, das können wir uns auf Dauer nicht leisten.
00:00:06: Wir müssen dieses Geld doch viel eher reinstecken, um den Standort zu modernisieren, um die Transformation voranzubringen, um die Arbeitsplätze zu unterstützen und nicht einfach um Geschenke an Menschen zu verteilen, die es im großen Umfang eigentlich brauchen.
00:00:23: Heute spricht Ralf mit Monika.
00:00:25: Monika Schnitzer ist Chefin der Wirtschaftsweisen und sie berät unsere Regierung darin, die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit unser Wohlstand sich mehrt, statt zu schwinden.
00:00:35: Monika Schnitzer guckt nach vorne, nimmt kein Blatt vor dem Mund und schätzt das Motto Winston Churchill's, las keine Krise ungenutzt.
00:00:44: Ein Gespräch über den neuen Duisburger Hauptbahnhof und den Landschaftspark Nord als Symbole der Transformation.
00:00:51: Über alte Größe und neue Erlöse.
00:00:55: Aber auch darüber, warum Job und Unternehmen lebenslang der Vergangenheit angehören, während Innovation und Technologie
00:01:03: die Zukunft
00:01:03: gehört.
00:01:04: Monika Schnitzer ist überzeugt, je weniger Illusion umso besser für die Stadt, gut ausgebildete Menschen und eine Top-Infrastruktur bei ausgeglichenem Haushalt und bezahlbaren Wohnraum, versprechen Duisburg eine ebenso spannende, wie sichere Zukunft.
00:01:23: Als ich vorhin erzählt habe, dass wir heute im Podcast Duisburg City of Transformation mit Monika Schnitzer sprechen wollen, da haben alle gesagt, die kriegst du nie.
00:01:32: Die ist so beschäftigt, das ist die Top-Wirtschaftsberaterin der Republik.
00:01:36: Die hat noch ein Lehrstuhl an der Uni München und dabei streitet sie sich auch noch in Zeitungen wie der FHZ mit anderen darüber, wie sinnvoll die Wirtschaftspolitik der Bundesrepublik zurzeit ist.
00:01:47: No way.
00:01:48: Und wen haben wir?
00:01:49: Wir haben Monika Schnitzer.
00:01:51: Guten Tag,
00:01:52: Monika.
00:01:53: Ja, ich freue mich sehr, hier zu sein.
00:01:55: Monika, das erste Mal, dass ich dich gesehen habe, die Transformations-Expertin in Person sozusagen war witzigerweise in Duisburg.
00:02:04: Ich war nicht in deiner Vorlesung in München, sondern ich war in Duisburg in einem Konferenzraum der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Duisburger abgekürzt DBE, Duisburg Business and Innovation.
00:02:15: Und da saß es du mit einem Kollegen.
00:02:17: Auch einem Wirtschaftsweisen und hat es ein dickes Papier in der Hand.
00:02:20: Vielleicht kannst du mal kurz sagen, was hatte ich nach Duisburg gebracht im Juli, zwei tausendfünfundzwanzig?
00:02:25: Ja, in der Tat hatte ich schon lange Lust nach Duisburg zu kommen, weil da passiert so viel.
00:02:32: Es muss auch so viel passieren.
00:02:33: dass mich das die ganze Zeit schon sehr gereizt hat.
00:02:35: Und jetzt habe ich halt diesen Rats-Kollegen, Ach, ein Drucker, das wir eben schon angesprochen haben.
00:02:40: Und ich habe schon die ganze Zeit gesagt, ach, ihm lad mich mal nach Duisburg ein.
00:02:43: Ich will mir das mal näher anschauen.
00:02:46: Ich kenne zwar grundsätzlich Ruhegebiet, ich habe sogar Verwandtschaft in der Nähe dort, aber ja, in Duisburg war es noch nicht.
00:02:54: Und ich habe gesagt, da muss ich hin.
00:02:56: Jetzt will ich endlich mal mir vor Ort anschauen, wie die Lage wirklich ist.
00:03:00: Du hast ja an der Uni gesprochen abends.
00:03:03: Frühjahrs Gutachten, zwei Tausendfünfzwanzig an der Uni Duisburg.
00:03:06: Manche haben schon gedacht, du hättest das Gutachten dort vorgestellt an die Uni.
00:03:09: So war es nicht.
00:03:10: Aber du hast nicht nur die Uni besucht, sondern du bist auch wirklich durch das harte Duisburg gegangen.
00:03:15: Ja, genau.
00:03:16: Wir waren bei Tüßengruppen, haben dann eine Werksführung gemacht, haben danach auch mit Vorstand und Gewerkschaft gesprochen, eine sehr interessante Erfahrung.
00:03:25: Aber wir sind auch nach Marx-Lohr gefahren und haben uns da eine... Führung begeben lassen durch diesen Stadtteil, der sich wirklich interessant entwickelt.
00:03:35: Ich kann da später noch ein bisschen mehr davon erzählen.
00:03:38: Wirklich ein ganz toller, spannender Aufenthalt.
00:03:40: Gibt es einen Eindruck aus Duisburg, mit dem du so nicht gerechnet hattest, der dir in Erinnerung geblieben ist?
00:03:47: Jetzt muss man zugehen, ich war ja vorher noch nicht dort und mein Bild von Duisburg war stark von den Schimanski-Filmen geprägt.
00:03:55: Also man hat da immer diesen Eindruck, naja, alles ein bisschen runtergekommen, ein bisschen grau, ein bisschen schmuddelig, herzliche Menschen, aber kein einfacher Standort.
00:04:08: Und ich bin angekommen und am Bahnhof war es dann tatsächlich so, klar ist, man sieht, oben regnet es durch Sach.
00:04:17: Also vielleicht erst mal genau dieser Eindruck.
00:04:19: Und dann sieht man den neuen Bahnhof.
00:04:21: Man sieht, was sich da gerade tut.
00:04:24: Und das ist genau das, wie ich Duisburg insgesamt erlebt habe.
00:04:28: Ja, das Alte, was Mrode ist und was dringend restauriert, reformiert, transformiert werden muss.
00:04:35: Und dann aber schon genau diese Elemente des neuen.
00:04:38: Also Bahnhof, Dürsburg macht die Welle, ja meine Güte, das würde ich mir in München wünschen.
00:04:43: Da wird der Bahnhof auch gerade restauriert, aber ich sehe noch nicht, dass da so wirklich super neue Konzepte schon erkennbar sind.
00:04:50: In Dürsburg habe ich die gesehen.
00:04:51: Also der Bahnhof sozusagen als Symbol für den Transformationsprozess der Stadt insgesamt.
00:04:58: Du hattest ja Kontakt auch zu Trüssen Krupp.
00:05:01: Und Duisburg war ja bisher der Stahlstandort in Europa schlechthin.
00:05:05: Jetzt wird es schwierig mit dem Stahl.
00:05:07: Es steht ein großer Arbeitsplatzabbau an.
00:05:11: Aus deiner Sicht hat Duisburg als Stahlstandort eine Zukunft oder müsste man sich komplett vom Stahl verabschieden?
00:05:18: Also gerade da hat man natürlich auch gesehen, was sind die Herausforderungen, aber was kann auch die Zukunft sein?
00:05:23: Man hat gesehen, also wir haben gesehen, die Größe dieses Standorts, warum das bisher alle so gut zusammengepasst hat.
00:05:31: Man hat die Wasserwege, man bringt alle Rohstoffe hier zusammen und kann dann in wirklich großen, beeindruckenden Anlagen diesen Stahl produzieren.
00:05:41: Und gleichzeitig aber auch die Baustelle für die Direktreduktionsanlage, wo eben in Zukunft grüner Stahl mit Wasserstoff produziert werden soll.
00:05:51: Das bewegt sich alles, ist aber noch viel zu tun.
00:05:54: Was an der Stelle klar geworden ist, ist, in dieser Größe wird es diesen Stahlstandort nicht mehr geben, denn dafür sind diese neuen Anlagen viel zu teuer.
00:06:04: Man wird es nicht schaffen, in der gleichen Menge diesen Stahl zu produzieren.
00:06:09: Das heißt, man muss sich spezialisieren, man muss sich fokussieren.
00:06:13: Was sehr gut beklage worden ist bei dieser Führung und bei den Gesprächen ist, man hat diese enormen Kompetenzen in Spezialstahlen, in Stahlen, die veredelt werden und dann auch teuer verkaufbar sind.
00:06:26: Das ist ja genau das, wie man dann gut bezahlte Arbeitsplätze auch erhalten kann.
00:06:32: Aber man darf sich keine Illusion machen, das wird nicht so funktionieren, dass einfach man weitermacht wie bisher.
00:06:38: Da wird man retuzieren müssen an Produktion, an Beschäftigten.
00:06:42: Und man muss neue Wege finden, um aus diesem Standort etwas zu machen, was dann auch wirklich viele Arbeitsplätze sichern.
00:06:50: Wenn du sagst, neue Wege, ist dir bei deinem Duisburgaufenthalt, du warst ja in zwei Tagen dort, also wirklich intensiv, ist dir da eine Idee gekommen, was an diesem speziellen Platz neu aufgebaut werden könnte, der ja bestimmt ist von Logistik, der diesen größten Binnenhafen Europas hat, der eine hohe technologische Kompetenz hat, mit der Universität zusammenarbeitet und und und.
00:07:11: viele Voraussetzungen für Neues.
00:07:14: Was ist dir spontan in den Sinn gekommen, könnte das Neue sein?
00:07:18: Ja, ich glaube, die Stichworte sind alle schon genannt, das ist sie gerade schon genannt.
00:07:21: Technologie ist natürlich das entscheidende Stichwort.
00:07:24: Wir müssen dafür sorgen, dass wir das, was wir bisher gut kommen, nämlich industrielle Fertigung, dass wir das so transformieren, dass wir in Zukunft weiter teure Produkte verkaufen, wenn ich denk, wie gesagt, den Fokus auch teuer nicht im Sehen davon.
00:07:39: Da nimmt mein Geld für was, was es nicht lernt ist.
00:07:41: Aber man hat die Produkte so weiterentwickelt, dass die Menschen in aller Welt diese Güter haben wollen, selbst wenn wir sie am Standort hier vielleicht teurer produzieren als anderswo.
00:07:54: Und das ist das genau, wofür es die Technologie braucht, die künstliche Intelligenz, um die Verfahren günstiger zu machen, einerseits und um die Produkte interessanter, innovativer zu machen.
00:08:05: Das ist genau, was zusammenkommen muss.
00:08:07: Und da sehen wir eben am Standort die Universität, die Forschungslandschaft.
00:08:13: Ich glaube, da hat sich schon sehr viel getan und das ist die Zukunft.
00:08:16: Das muss man zusammenbringen.
00:08:18: Die industriellen Fertigkeiten, die wir ja haben, die Ingenieurkunst, das Handwerkliche und gleichzeitig dann die neuen Technologien, die wir mit unseren Akademikerinnen produzieren und entwickeln können.
00:08:35: Das klappt in Amerika besser als bei uns und Duisburg orientiert sich ja stark.
00:08:39: Zum Beispiel an Pittsburgh, das war ja nun auch eine alte Stahlstadt und da wurde auch massiv arbeitsfest abgebaut und es ist gelungen die dortige Universität Carnegie Mellon zu verzahnen mit der Wirtschaft.
00:08:51: Siehst du das als Chance für Duisburg, für das Duisburg der Zukunft auch.
00:08:56: Ich glaube, das muss der Weg sein.
00:08:58: Wir können uns nicht zurücklehnen und können sagen, wir machen einfach so weiter wie bisher.
00:09:02: Und wir müssen insgesamt natürlich den Ansatz wählen.
00:09:08: Wir können nicht mehr darauf uns verlassen, dass man in die Lehre geht und dann bis zum rechten Eintritt immer im gleichen Unternehmen in der gleichen Beschäftigung ist.
00:09:18: Also entweder man wechselt das Unternehmen oder man wechselt auch die Art der Beschäftigung.
00:09:22: Auch da muss man sich weiterentwickeln.
00:09:24: Unsere Zeit ist das sehr viel schneller geworden.
00:09:27: Die Technologien entwickeln sich schneller weiter.
00:09:30: Und das ist ja auch eine Chance.
00:09:32: Das muss man auch als Chance begreifen.
00:09:35: Viele sich erst mal schwer tun mit dieser Veränderung, die da auf sie zukommt.
00:09:39: Wie könnte denn Duisburg zu einem Zentrum von Start-ups werden?
00:09:43: Wie können das gelingen Studenten der Universität Duisburg Essen zu begeistern, ihre Ideen sozusagen auch zu sourcen und in Start-up Form einzubringen?
00:09:51: Kann man das eventuell sogar trainieren?
00:09:53: Kann man das anfeuern?
00:09:54: Ich glaube, man muss einen attraktiven Standort bieten.
00:09:57: Und das ist das, worauf ich nochmal zurückkommen will, auf die Welle am Anfang und auf... Die Veränderung, die man im Staatsbild schon sieht.
00:10:06: Man sieht diese alten Industrieanlagen und dann sieht man, wie daraus ein Landschaftspark entstanden ist, der einfach spannend und gerade für junge Leute sehr attraktiv und interessant aussieht.
00:10:16: Das Stoppbild wird einfach sehr neu, sehr modern.
00:10:20: Sicherlich nicht in allen Ecken.
00:10:21: Ich bin natürlich auch nicht in alle Ecken gekommen.
00:10:24: Aber was mich fasziniert hat, ist, wie man es geschafft hat, dann aus alten Gebäuden was Neues zu machen und das attraktiv zu machen.
00:10:32: Also auch die Gastronomie, die ich da erlebt habe überhaupt, dass das kulturelle was, was da zu erleben ist.
00:10:40: Das alles ist doch etwas, was junge Menschen anzieht, was den Standort herausfordern und das Samt noch.
00:10:47: Das ist, glaube ich, genau das für die Start-up.
00:10:51: Unternehmer, Unternehmerinnen der heutigen Zeit.
00:10:54: Also du hast jetzt zum Beispiel eine Anlage... die CO-Zwei aus der Luft in Treibstoff wandelt, also wie ein großer Staubsauger arbeitet, CO-Zwei aus der Luft filtert und dann weiterverarbeitet.
00:11:07: Das ist für mich so ein Beispiel für das neue Duisburg, aber es ist sicherlich nur eins.
00:11:11: Und ich denke dann, dass ja jetzt gerade auf dem Rüstungssektor so viel gefragt ist, dass wir uns autonomer aufstellen müssen.
00:11:20: Trump hat uns gerade nochmal schriftlich gegeben, wie wenig wir in Zukunft auf Erika zählen können.
00:11:25: Ist das letztlich, was uns so apokalyptisch zurecht vorkommt, vielleicht auch sogar eine Chance für eine Stadt wie Duisburg?
00:11:32: Ja, in der Tat habe ich ja vorhin zwar gesagt, die Stahlproduktionen, die wird reduziert werden müssen, weil wir gar nicht so konkurrenzfähig sind in der Massenproduktion.
00:11:44: Aber ich habe nicht gesagt, dass wir sie einstellen.
00:11:46: Und das hat auch etwas damit zu tun, dass wir natürlich jetzt in dieser veränderten weltpolitischen Lage auch uns unabhängiger wollen machen müssen.
00:11:57: Wir werden einen gewissen Umfang an Stahlproduktionen bei uns noch selbst machen wollen.
00:12:02: einfach um nicht Gefahr zu laufen, dass wir irgendwann ganz abgeschnitten werden und auch die Kompetenzen verlieren.
00:12:08: In sofern also Resilienz ist etwas Sicherheit, ist etwas, was in Duisburg dann bereitgestellt werden kann.
00:12:16: Natürlich nicht so, dass alles weiterläuft wie bisher, aber dass man genau den Fokus darauf legt und sagt, warum will ich jetzt bestimmte Produktionsanfeile hier noch halten und wie kann ich das in Deutschland dann verwertbar machen.
00:12:31: Duisburg ist mir aufgefallen, weil es einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt hat, was ja unglaublich ist.
00:12:38: Also im Jahre, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im.
00:12:56: Aus deiner Sicht als Wirtschaftsexpertin wäre es nötig, dass der Bund, dass die Länder engagierter Kommunen, gerade wie Duisburg, wo so viele Arbeitspässe auf dem Spiel stehen, hilft in dieser Finanzklemme.
00:13:09: Also toll für Duisburg, dass es aktuell gerade gut aussieht.
00:13:11: Das ist in der Tat eher die Ausnahme als die Regel.
00:13:15: Jetzt ist ja durch das Sondervermögen, was aufgelegt worden ist von der neuen Regierung, die Möglichkeit geschaffen worden, auch mit Krediten.
00:13:23: die Bundesländer zu unterstützen und die sollten das ja dann idealerweise auch weitergeben an die Kommunen, in denen ja die Investitionen vor allem getätigt werden und dann nach einem bestimmten Schlüssel aufgeteilt.
00:13:36: Plus, die Länder können sich in Zukunft auch selbst verschulden, das war ja bisher gar nicht so vorgesehen.
00:13:42: Das Entscheidende an der Stelle wird jetzt sein, dass man das nicht nutzt, um irgendwelche Hauses auslöcher zu stopfen, die es zum Glück jetzt aktuell Kultusfolgen gibt, sondern um in die Zukunft zu investieren.
00:13:52: Und da brauchen wir die Infrastruktur, da brauchen wir die neuen Technologien, da brauchen wir die Stromnetze, die es in Zukunft brauchen wird.
00:14:02: Duisburg als Logistikstandard als Logistikhab ist natürlich im besonderen Maser auch gefordert, diese Infrastruktur weiter auszubauen, damit man das auch in Zukunft für sich nutzen kann.
00:14:15: Und ja, da bieten diese Mittel eine Chance, aber man muss sie dann auch nutzen.
00:14:21: Der Mann dem Duisburg das mit zu verdanken hat, dass der Haushalt so gut d'arstand, ist der Kamerar von Duisburg, der Stadtdirektor, stellvertretender Oberbürgermeister.
00:14:33: Der hat sich jetzt gerade in die Rentendematte eingeschaltet und hat aus seiner Duisburgersicht auch, weil er viele ältere Leute dort kennt, die eben keine üppige Rente haben, sondern diese klassische Durchschnittsrente von Frauen von nr.h.
00:14:46: von nr.h.
00:14:48: von nr.h.
00:14:48: von Männern.
00:14:49: Du kennst die Zahlen besser als ich von nr.h.
00:14:50: von nr.h.
00:14:51: und die teilweise Flaschen sammeln und die nur mithilfe der Tafel überleben.
00:14:56: Und er hat gesagt, die Diskussion.
00:14:58: Um die Rentenfrage werde bestimmt von Menschen deren Lebenswirklichkeit, von der der arbeitende Bevölkerung, zum Beispiel der Indusburg, so weit entfernt wäre, dass sie sich gar nicht vorstellen könnten, was das heißt, nach einem kompletten arbeitsreichen Leben mit so wenig Geld dazustehen.
00:15:17: Würdest du dir diesen Schuh anschauen?
00:15:20: ziehen.
00:15:21: Denkt Professor Dr.
00:15:22: Monika Schnitznern, haben wir natürlich gleich die Assoziation.
00:15:24: Der geht's gut, die wird eine klasse Pension bekommen und natürlich kritisiert die jetzt Babelbars und so weiter.
00:15:29: Das kann sie ja auch leicht machen, weil sie so weit weg ist von der Wirklichkeit.
00:15:33: Bist du so weit weg von der Duisburger Seniorenwirklichkeit?
00:15:36: Also ich komme aus kleinen Verhältnissen, von daher kenne ich Menschen, die von kleinen Renten auch leben müssen und habe glaube ich durchaus einen Blick dafür, was das bedeutet.
00:15:45: Jetzt muss man aber trotzdem nochmal genauer hinschauen.
00:15:48: Wenn wir über diese ganz kleinen Renten sprechen, über diese Durchschnittsrenten, die da aufgerufen werden, dann hat es ja auch viel damit zu tun, dass eben nicht alle Menschen eine durchgehende Erwerbsbiografie haben, um wirklich durchgehend verdient haben, zum Teil wegen Arbeitslosigkeit, zum Teil wegen Krankheit.
00:16:06: Also das an der Stelle dann natürlich auch die Rente am Ende nicht so gut ausfällt, ist offensichtlich.
00:16:13: Und das nächste ist Menschen, die natürlich die ganze Zeit immer so sehr niedrigen löhnen.
00:16:19: gearbeitet haben, die haben auch nicht viel zu erwarten.
00:16:22: Das ist auch richtig.
00:16:23: Ich glaube, da reden wir jetzt nicht über den klassischen Stahlarbeiter, denn die sind dann doch schon besser bezahlt gewesen.
00:16:31: Also, man muss schon sehr genau sich hinschauen.
00:16:33: Und wenn wir jetzt über Frauen sprechen, die dann als Recht eine unterbrochene Erwerbsbiografie typischer Reis haben, vielleicht haben sich schon die Kinder gekümmert, haben deswegen ausgefallene Zeiten, ja, dass da die Rente am Ende nicht so üppig ausfällt, das ist richtig.
00:16:48: aufgefangen, zum Teil.
00:16:50: hoffentlich sind sie noch verhandelt und sind dann eben in der Gemeinschaft aufgefangen oder kriegen eine Witwenrente, wenn sie schon zu Witwen sind.
00:16:58: Aber an der Stelle muss man sich auch einfach klar machen, wer wirklich ganz wenig Rente bekommt, der wird ja natürlich dann nochmal durch die Grundsicherung aufgefangen.
00:17:06: Und vieles, was jetzt dann zum Teil angestrebt wird, ein bisschen anzuheben, ist sinnvoll für solche Menschen, ja.
00:17:16: Aber wenn ich jetzt das an der aktuellen Diskussion festmachen will, wo es ja hieß, jetzt wollen wir die Rentenanstiege stabilisieren, halte die in der Achtundvierzig-Prozent, müsste ich jetzt auswählen sagen, was das genau bedeutet, aber letztlich heißt es, die Rentenanstiege stabilisieren, dann heißt das, dass man jetzt Mit Blick auf die besonders niedrigen Renten mit der Gießkanne allen was gibt.
00:17:43: und wir haben ja auch durchaus Rentnerinnen und Rentner die sehr viel besser dastehen, wie möglicherweise sogar vorzeitig in Rente gehen mit rein sechzig-vierundsechzig, aber so gut verdient haben, sehr gut gesund sind.
00:17:55: Und da muss man schon sagen, wenn ich diesen einen diesen Menschen mit einem sehr geringen Einkommen, sehr geringer Renten erhältchen will, dann muss ich das nicht dadurch machen, dass ich jetzt allen mehr gebe, denn am Ende profitieren die mit hohen Renten, sogar noch mehr, sondern dann sollte ich gezielt dieses Thema angehen.
00:18:16: Und das habe ich in der Rentendematte bisher vermisst, denn man muss ja am Ende aussagen, wer kommt dafür auf?
00:18:24: Und das sind die, die noch beschäftigt sind, das sind die Jüngeren.
00:18:27: die jetzt dann auch mit höheren Beiträgen konfrontiert haben und die ja auch irgendwo schauen müssen, wo sie bleiben, die für immer mehr Rentnerinnen und Rentner verantwortlich sein werden.
00:18:39: Das muss man austaubieren.
00:18:42: Gibt es in einem Weg sozusagen beiden gerecht zu werden?
00:18:46: Auf der einen Seite den Rentnern zum Beispiel in Duisburg, die wirklich sehr wenig Geld haben.
00:18:51: Auf der anderen Seite aber auch den jungen Duisburgern, die nicht erdrückt werden wollen von Lohnnehmkosten.
00:18:57: Siehst du da irgendeinen Silberstreif am Horizont der Republik?
00:19:01: Also ich glaube, dass man in der Tat davon Abstand nehmen sollte, die vorzeitige Rente zuzulassen.
00:19:07: Ich habe eben vorzeitige Rente mit dreiundsechzig angesprochen.
00:19:10: Das ist inzwischen vierundsechzig, nur damit da nicht gleich alle mehr widerschreiben.
00:19:14: Ich müsste die Zahlen nicht.
00:19:16: Das sind lieber quasi zwei Jahre vor dem offiziellen Renteneintritt.
00:19:21: Und das wird sich dann erhöhen, wenn wir bei siebenundsechzig Renteneintritts sind.
00:19:27: Wer nimmt das bisher in Anspruch?
00:19:29: Das sind Menschen, die durchschnittlich verdient haben, überdurchschnittlich gesohnen.
00:19:33: Zellen drehen muss man anders helfen.
00:19:34: Wir sind in Zweifel gar nicht so lange überhaupt tätig.
00:19:37: Also hier könnte man im System Geld einsparen.
00:19:40: Das nächste, was man machen könnte und sollte ist, den Rentenanstieg zu begrenzen.
00:19:46: Also nicht so stark die Rente steigen zu lassen.
00:19:49: Und das könnte man jetzt, wenn man sagt, okay, das ist jetzt für die unteren Einkommensgruppen besonders hart, könnte man auch differenzieren.
00:19:58: Man könnte entweder sagen, man verteilt innerhalb der Rentnerinnen und Rentner um, die eine hohe Rente bekommen, da begrenzt man, wenn Anstieg stärker als die, die eine niedrige Rente bekommen, indem man zum Beispiel auch feste Sockelbeträge gibt.
00:20:12: Wer wenig hat, der kriegt jedes Jahr einen festen Sockelbetrag mehr, aber die mit den höheren Renten, die typischerweise auch noch eine Betriebsrente haben oder gespart haben.
00:20:21: Den kann man auch zumuten, etwas weniger Anstieg zu haben.
00:20:25: Ich glaube, über solche Modelle muss man nachdenken.
00:20:27: Es gibt intelligente Wege.
00:20:29: Bist du optimistisch, dass sie beschritten werden?
00:20:32: Ja, ich hoffe, du stirbst so.
00:20:34: Letzt wird ja eine Rentenreformkommission eingesetzt werden.
00:20:40: Und am Ende wird es aber immer die Politik entscheiden müssen.
00:20:43: Also klar, kann die sich dann so interessante Modelle ausdenken, wie ich sie jetzt gerade skizziert habe, wie sie ja auch schon lange diskutiert werden.
00:20:53: Aber am Ende braucht es eine politische Verständigung.
00:20:57: Und man muss einfach konstatieren und insofern bin ich nicht ganz so optimistisch.
00:21:02: Man muss einfach konstatieren.
00:21:04: Bisher hat man Kompromisse immer dadurch gefunden, dass man allen Geld geschenkt hat.
00:21:09: Also jetzt im aktuellen Reformpaket, was steckt da drin?
00:21:12: Wir halten die Linie, das war die Forderung der SPD.
00:21:16: Es steckt drin die Erhöhung der Mütterrente, das war die Forderung der CSU und dann auch noch die Aktivrente, das ist die Forderung von der CDU gewesen.
00:21:27: In jedem Fall kostet das sehr viel Geld.
00:21:30: Nichts davon ist wirklich eine Lösung für die sozialen Probleme, denn sowohl Mütterrente als auch auch achtundquartzig Prozent Halterlinie.
00:21:39: Für die allergeringsten Renten nutzt das gar nichts, denn die würden ohne Hindern von der Grundsicherung einen Zuschuss bekommen müssen.
00:21:46: Und das wird ihnen dann jeweils eins zu eins wieder abgezogen.
00:21:49: Also da haben wir für die, die wir es wirklich bräuchten, wenig gewonnen.
00:21:54: Aber wir haben jetzt ganz viel Reich beschenkt, die Ja, eine bessere Rente, Aktivvent, beispielsweise jetzt kriegen die Steuer frei.
00:22:05: Ja, viele von denen würden ohnehin weiterarbeiten und wenn man die Renteneintritt mit dreiundsechzig, vierundsechzig abschaffen würde, müssten sie auch weiterarbeiten.
00:22:14: Da wird viel Geld ausgegeben, um zu diesem Kompromiss zu kommen.
00:22:20: Ehrlich gesagt, das können wir uns auf Dauer nicht leisten.
00:22:22: Wir müssen dieses Geld doch viel eher reinstecken, um den Standort zu modernisieren, um die Transformation zu bringen, um die Arbeitsplätze zu unterstützen und nicht einfach um Geschenke an Menschen zu verteilen, die es im großen Umfang eigentlich brauchen.
00:22:40: Das sind wir eigentlich in Duisburg, um die Transformation voranzutreiben, was mich bei der Vorbereitung von unserem Gespräch so ein bisschen irritiert hat.
00:22:48: Ich habe gelesen, dass die einzige Wasserstofftankstelle, die es in Duisburg gibt, jetzt nicht gemacht wird.
00:22:55: Das ist einmal schade für die wenigen Menschen in Duisburg, die einen Brennstoffzellenbetriebenes Auto fahren.
00:23:01: Die kann man dann zwei Hände abziehen, aber es ist auch für die Abfallentsorgung ein Problem, die nämlich mit solchen Autos rumkurven und jetzt gucken müssen, wo sie tanken.
00:23:11: Für mich war das so ein bisschen wie ein Symbol, weil für mich Duisburg lange stand, das ist die Wasserstoffhauptstadt Europas.
00:23:20: Und jetzt sehe ich eben die Tankstelle macht dicht und Wasserstoff zur Stahlproduktion ist ja auch nicht unproblematisch, weil extrem teuer und isserkonkurrenzfähig.
00:23:31: Hast du den Eindruck, dass Wasserstoff so eine Zeit lang wahnsinnig gehypt wurde und man jetzt sagt Hilfe, Hilfe.
00:23:37: Klingt alles toll.
00:23:38: Grüner Stahl ist aber letztlich wirtschaftlich kaum am Markt durchzusetzen.
00:23:43: Also in der Tat, Wasserstock ist einer... tolle Technologie, also ein toller Fortschritt.
00:23:48: Und wenn wir das dann irgendwann auch günstig produzieren können, können wir das mit ganz viel anfangen.
00:23:55: Das ist in vielen Bereichen einsetzbar.
00:23:56: Jetzt haben wir es aber noch nicht geschafft, das so günstig zu produzieren.
00:24:00: Wir haben dann noch nicht diese Massenproduktionsvorteile, wie wir zum Beispiel inzwischen bei Solarpanels haben, die haben sich die Kosten der Produktion auf zehn Prozent reduziert.
00:24:11: Also das ist einfach inzwischen richtig billig.
00:24:14: Das ist bei Wasserstoff noch lange nicht.
00:24:15: diese Elektrolyseure, die es dafür braucht, das ist immer noch Manufaktur, das ist immer noch Handarbeit, da wird jedes als Einzelteil produziert.
00:24:24: Deswegen ist das auch noch nicht günstig, deswegen ist das auch noch nicht so weit verbreitet und da muss noch viel passieren.
00:24:31: So lange das noch nicht passiert ist und vor allen Dingen, weil es dann auch für eine ganze Weile noch so knapp sein wird, ist es natürlich sinnvoll sich genau zu überlegen, wofür setze ich das denn ein?
00:24:43: Und da muss ich jetzt leider gleich mal dagegen halten.
00:24:46: Also für Autos brauche ich das nicht, weil wir für Autos die Elektromobilität haben, eine Technologie, die ich da sehr gut einsetzen kann.
00:24:55: Und die deutlich, deutlich effizienter vom Energieverbrauch ist und von den Kosten hier sowieso.
00:25:01: Also der Wasserstofftankstelle würdest du nicht nachtrauern unbedingt?
00:25:04: Absolut
00:25:05: nicht.
00:25:05: Das ist der falsche Weg.
00:25:06: Und gerade wenn wir sagen, wir haben es jetzt nicht im Überfluss, wir können jetzt nicht alle Wege gleichzeitig ausbauen, aber ich hier den klaren Fokus auf Elektromobilität setzen.
00:25:15: Für Autos, also Wohnkraftfragen sowieso.
00:25:19: Auch im großen Umfang bei Güterverkehr, Spezialmaschinen.
00:25:23: Also der eine oder andere Bereich, da ist es vielleicht wirklich sinnvoll, das noch vorzuhalten, aber dann kann man die Betankung auch vor Ort entsprechend lösen.
00:25:32: Insofern also klarer Fokus dagegen.
00:25:36: Für Flugzeuge z.B.
00:25:37: werde ich nie dazu kommen, die mit Batterien zu betreiben.
00:25:40: Also so große Batterien haben wir nicht.
00:25:43: Und jetzt sind wir bei der Direktreduktionsanlage da eben auch nicht.
00:25:47: Also das kann man eben auch nicht so ohne Weiteres mit was anderem machen.
00:25:51: Insofern sollte man da den klaren Fokus setzen und die Bereiche, wo es wirklich notwendig ist, die entsprechend ausbauen.
00:26:00: Und dann aber nicht mit dem Stichwort Technologieoffenheit dann sagen, jetzt müssen wir alle anderen Bereiche, wo es ein eiser Helfer wäre, auch noch das Verlenden.
00:26:10: Aber mit Blick auf Duisburg gefragt und den grünen Stahl von TK Steel Europe, würdest du sagen, das ist kein Irrweg, sondern das ist der Richtige, auch wenn er extrem beschwerlich moment ist.
00:26:21: Er ist sehr beschwerlich und da ist noch viel zu tun.
00:26:23: Ich glaube, es ist gut, dass wir das machen.
00:26:26: weil wir auch die Technologie können sollten.
00:26:29: Das wird eine Lösung für die Zukunft sein, also nur darauf zu setzen.
00:26:35: Wir machen weiter bisher und holen das alles wieder aus der Luft.
00:26:39: Das CK-II ist viel zu aufwendig, weil es gibt Bereiche, wo man sie wirklich nicht vermeiden kann oder so extrem aufwendig ist, das zu vermeiden, dass man für diese Bereiche dann das CK-II aus der Luft holen.
00:26:54: gar nicht zu vermeiden ist.
00:26:56: Da wo man es vermeiden kann, hier könnte man es, sollte man dann mit diesen besseren Technologien, mit diesen neuen Technologien arbeiten.
00:27:03: Man muss aber vor allen Dingen dafür sorgen, dass das sehr viel günstiger wird.
00:27:07: und da ist noch ein Weiterstadt.
00:27:09: Ich
00:27:09: wache morgens auf und wenn ich Wirtschaftsnachrichten höre, ist es meistens im Moment der Hammer.
00:27:14: Es ist wie eine Abwärtsspirale.
00:27:16: Ich komme vor wie in einem Flugzeug, das im freien Fall ist.
00:27:20: Du kannst es viel besser, die Insolvenz zahlen und, und, und.
00:27:24: Und dann kommt wieder Herr Kirchhoff in Berlin, der sagt, es ist unglaublich, Deutschland und die EU haben den Kompass verloren.
00:27:30: Also es ist eine wahnsinnige Negativstimmung, die ja teilweise auch den Menschen auch gerade in Duisburg Angst macht.
00:27:39: Gibt es aus deiner Sicht einen Befreiungsschlag?
00:27:42: Gäbe es, wenn der politische Mut vorhanden wäre, sozusagen die Maßnahme, die wirken könnte.
00:27:50: die sogar eine Silver Bullet, die Silver No Coole, mit der wir das alles auf einmal erledigen.
00:27:56: Das gibt es natürlich nicht.
00:27:57: Aber ich will das auch noch mal ein bisschen relativieren, was du gerade gesagt hattest.
00:28:02: Ja, wir sehen viele Insolvenzen.
00:28:04: Das alleine würde mir aber noch nicht die großen Sorgen machen, wenn wir gleichzeitig Neugründungen hätten.
00:28:10: Denn eine Wirtschaft verändert sich immer und wir erleben jetzt eine Phase der Transformation.
00:28:15: sei es die technologische Transformation, ich habe schon angesprochen, Digitalisierung, künstliche Intelligenz, sei es die Decarbonisierung, die wir ansprechen wollen.
00:28:24: Wir haben im Außenhandel jetzt sehr viele Veränderungen durch USA, durch China, eines sind sehr stark konkurrent, die anderen hinter vermeiden momentan, dass zu viel zu ihnen ins Land geliefert wird.
00:28:39: Also all das sorgt für Transformation und da wird nicht jedes Unternehmen überleben können, wenn es nicht gelingt, sich selber zu ändern.
00:28:48: Aber was wir brauchen, sind dann neue Unternehmen, die auf diese neuen Bereiche setzen und dann genau die richtigen Lösungen dafür bereitstellen.
00:28:56: Das sehen wir zu wenig und das ist das, was mir vor allen Dingen Sorgen macht.
00:29:00: Was wir brauchen dafür, ist aber einerseits natürlich die entsprechende Voraussetzung mit günstigen Rahmenbedingungen.
00:29:06: Jeden Menschen müssen gut ausgebildet sein.
00:29:08: Sie brauchen die Infrastruktur, die muss endlich wieder funktionieren.
00:29:12: Eine Wahne bündlich kommt, berauchelt, war ich zum Beispiel.
00:29:16: Das sind wir auch bei den Kommunalfinanzen, das nicht noch mehr Buslinien eingestellt
00:29:19: werden.
00:29:19: Wir brauchen aber vor allen Dingen die klare Vision, wo es denn hingehen soll.
00:29:24: Und das ist das, wo es mir am meisten fehlt.
00:29:27: Weil wir doch sehr stark immer drüber sprechen, ja, wir sind in das Sichtstandard, wir wollen das erhalten, das sind die gut bezahlten Arbeitsplätze.
00:29:33: Und wir reden zu wenig darüber, dass diese Arbeitsplätze deswegen so gut bezahlt sind, weil wir bisher Dinge produziert haben, die die Welt von uns wollte.
00:29:42: Ob das jetzt die Autos waren oder Maschinenbau, das sind Dinge, da haben die Leute viel Geld dafür bezahlt.
00:29:49: Wir sehen in China einen Konkurrenten, die produzieren inzwischen ähnliche Dinge, aber deutlich günstiger.
00:29:55: Und da haben wir uns zu wenig auf die neuen Technologien eingelassen.
00:30:01: Electrobobility, jetzt Autos, das wird genauso ein Thema.
00:30:04: Frankfurt am Verbrenner festhalten zu wollen, weil wir das sehr gut konnten und wir das verkaufen konnten.
00:30:09: Ja, das hilft alles nicht, weil wir es jetzt nicht mehr verkaufen können.
00:30:13: Insofern also eine klare Vision, wo soll es hingehen?
00:30:16: Wo wollen wir in zehn Jahren stehen?
00:30:17: Das würde ich von der Regierung erwarten.
00:30:21: Das würde ich von den Unternehmen erwarten.
00:30:24: Und ich fürchte beide zumindest einige Teile der Unternehmen, einige Teile der Regierung.
00:30:31: Glammern sich noch sehr an den bisherigen in der Hoffnung.
00:30:35: Das können wir noch eine Weile so bewahren.
00:30:37: Nein, die Konkurrenz schläft nicht.
00:30:39: Die werden wir ganz schnell rechts und links überholen.
00:30:42: Wir müssen ganz klar den Fokus auf die neuen Entwicklungen setzen und schauen, dass wir dafür fit sind.
00:30:50: Wir müssen uns selber fit halten.
00:30:52: Das gilt in einer alternden Gesellschaft.
00:30:54: Ohnehin, wenn wir älter werden, wollen wir auch im Alter noch fit sein.
00:30:57: Und das gilt natürlich auch für uns Warnerscher.
00:31:00: Hast du bei deinem Besuch in Duisburg so einen Ansatz für dieses Wir halten uns fit gesehen in Form von Startups oder von Unternehmen die neue Wege gehen.
00:31:08: wo du sagst das ist grundsätzlich eine Richtung die wir auch bundesweit verfolgen sollten und da könnte Duisburg zu einem Stück als Blaupause gelten.
00:31:16: Also mir persönlich ist eben diese Firma aufgefallen, die aus der Luft eben CO-Zwei rauszieht und den Treibstoff verwandelt.
00:31:25: Es gibt ja andere Firmen wie Wonic, die auch aus CO-Zwei Spezialchemiestoffe entwickeln und und und.
00:31:31: Also hast du in Duisburg da was gesehen, wo du sagst, das können wir sozusagen unter das Vergrößerungsglas legen?
00:31:37: Also das sind jetzt genau Beispiele, die ich natürlich sehr interessant finde.
00:31:42: Ich will andere nicht, dass ich das jetzt im Disco gesehen habe, aber was ich als Möglichkeit sehe, ist, wir sehen ja, dass momentan ein Bereich sehr gefordert ist.
00:31:53: Das ist alles, was mit Rüstung zu tun hat und das sind jetzt nicht einfach nur die Panzer, das sind auch die Drohne, die entwickelt werden.
00:32:02: Das ist genauso ein Thema, wo ich mir denke, wenn jetzt im einen Bereich wir nicht mehr so viele Beschäftigte brauchen, aber in anderen Bereichen Aufbau stattfindet und eigentlich händeringend nach Beschäftigten gewucht wird, dann sollte es doch möglich sein, die zusammenzubringen, mit entsprechender Hilfe beim Wechseln, mit entsprechender Weiterbildung, Umschulung etc.
00:32:23: Zum Teil sind diese Fähigkeiten, die Fertigkeiten, die da verlangt werden, genau das.
00:32:28: Was wir dafür brauchen.
00:32:29: Könnte Duisburg da noch was tun?
00:32:31: Weil ich habe den Eindruck, dass so diese jungen Drohnenpioniere, die sitzen nicht im Ruhrgebiet, die sitzen nicht primär in Nordrhein-Westfalen, die sitzen irgendwo im süddeutschen Raum.
00:32:40: Gibt es da eine Möglichkeit, deren Blickwinkel zu öffnen und zu sagen, hier ist ein Industriestandort erstklassig mit diesem gigantischen Hafen, mit der Logistiktechnik, mit Uni, mit allem, was ihr braucht.
00:32:51: Mein Eindruck ist, da müsste noch mehr an Netzwerk geschehen.
00:32:56: Was ist genau der Punkt?
00:32:58: Man muss klar zeigen, was die Vorteile sind.
00:33:02: Und damit letztmal ehrlich ist, ein Vorteil ist momentan, dass man sehr viel günstiger leben kann in Duisburg.
00:33:08: Also interessante Möglichkeiten hat für junge Leute und gleichzeitig das zu sehr vielen Kriegern hohen Kosten, als das beispielsweise in München ist.
00:33:18: Ja, da sind ganz viele.
00:33:20: Interessante Unternehmen, die sich da ansiedeln, aber wenn man ehrlich ist, die tun sich schwer, ihre Leute so zu zahlen, dass die sich dann hier auch auskömmliche Wohnverhältnisse leisten können.
00:33:32: Genau mit sowas muss man punkten.
00:33:33: Das war doch übrigens auch das, was in Berlin funktioniert hat.
00:33:36: Warum haben wir so eine pulsierende Start-up-Szene in Berlin?
00:33:40: Weil hier eine ganze Zeit lang, inzwischen hat sich das auch abgeschlecht, aber eine ganze Zeit lang, und die Wohnkosten so niedrig waren.
00:33:47: Jetzt ist das in Leipzig zum Teil der Fall.
00:33:49: Sowas genau müsste jetzt in Duisburg passieren.
00:33:52: Mit diesen Sachen muss man pumpen.
00:33:53: Zum All Duisburg eben exzellente Museen hat zum Beispiel einen sehr schönen Süden.
00:33:57: Auch das, es ist wirklich doch auf so engem Raum.
00:34:01: Man muss ja nicht nur an Duisburg denken, man kann ja an den ganzen Umfeld sich anschauen.
00:34:05: Auf den engem Raum, den Zug hält alle zehn Minuten, wenn man da durchfährt und zwar immer an große Stassenformen.
00:34:13: hat man viel Kultur und wirklich eine sehr lebendige Gesellschaft, was ist wirklich spannend.
00:34:23: Die übrigens sich auch immer wieder neu erfindet.
00:34:26: Also auch das will ich gerne noch erwähnen.
00:34:31: Max Lohe, wir haben uns Max Lohe angeschaut.
00:34:34: Und da sieht man ja im Stadtbild einerseits den alten Glanz, ein Gebäude, was den Empire State.
00:34:40: Bildung nachgebaut wurde, nicht so hoch, aber der Grundstock war quasi so.
00:34:46: Dann sieht man den Niedergang, all die Straßen, wo gerade nicht so viel los ist.
00:34:51: Und dann sieht man aber die Hauptspaße, wo jetzt sich eine Brautmoden-Glaster angesiedelt hat, dass ich, ich habe kaum meinen Augen getraut, als ich das gesehen habe, wie sich ein Stadtteil so neu erfinden kann und einfach.
00:35:08: Auch was ganz anderes heißt.
00:35:09: Auch mit einer tollen Gastronomie.
00:35:10: Ich habe vor kurzem im Hotel Montan in Markstuhl übernachtet, in der Nähe der Grillowerke.
00:35:15: Und das Restaurant in diesem Hotel war dicht.
00:35:18: Aber es gab ein erstklassiges Kebabrestaurant um die Ecke Alibaba, was wirklich fantastisch war.
00:35:24: Insofern neue Gastronomie.
00:35:27: Ja, Monika, ganz herzlichen Dank.
00:35:30: Das war eigentlich schon ein tolles Schlusswort, wenn du auf das Jahr Hoffnung, dass es noch besser wird mit der deutschen Wirtschaft, als es leider im Moment ist.
00:35:45: Das Finanzpaket Sondervermögen, das gibt uns schon Möglichkeiten jetzt, was voranzutreiben.
00:35:52: Da tun sich andere Länder in Europa gerade schwerer, weil die EU verschuldet sind ja gar nicht jetzt noch viel drauf satteln können, gerade wenn es darum geht, auch Verteidigung zu finanzieren.
00:36:02: Diese Möglichkeit sollten wir aber auch wirklich sehr klug nutzen.
00:36:06: Wir haben viel kritisiert, dass wir denken, da ist noch Luft nach oben.
00:36:11: Aber wie gesagt, die Hoffnung steckt zuletzt.
00:36:13: Also vielleicht reist man sich doch zusammen und sagt, wir müssen den Fokus mehr auf die Investitionen auch das Neue setzen, damit man daraus das größtmögliche Kapital schlagen kann.
00:36:23: Aber in jedem Fall wird das einiges bewirken.
00:36:26: Das andere.
00:36:28: Ja, in jeder Krise ist auch ein Neubeginn möglich und wir sehen, also Churchill sagte mal, ja, was keine Krise ungenutzt, im Sinne von erkenne, dass wir uns jetzt auch neu orientieren müssen, dass wir auch uns an Veränderungen ranwagen müssen, ein bisschen aus der Bequemlichkeit raus, einfach indem wir sagen, hm, so kann es nicht weitergehen, das muss auch was passieren.
00:36:55: Diese Einsicht ist vielleicht noch nicht bei allen angekommen und ich will das auch nicht damit verknüpfen, dass ich sage, ich mache jetzt allen Leuten Angst.
00:37:03: Nein, ganz im Gegenteil.
00:37:05: Aber klar, sich zu machen, wir müssen die Dinge angehen und auf der anderen Seite uns auch klarzumachen.
00:37:12: Wir haben es doch in der Hand.
00:37:13: Also sie ist alles von außen Gott gegeben und nur durch die Amerikaner bestimmen und die Chinesen.
00:37:19: Nein, also wir müssen doch unser eigenes Schicksal in die Hand nehmen.
00:37:22: Da ist noch einiges zu tun, aber wir können das schaffen.
00:37:25: Und wenn ich mir die Menschen in Duisburg anschaue, dann bin ich sehr zuversichtlich, dass sie das machen
00:37:29: werden.
00:37:30: Sehen wir dich in Duisburg wieder?
00:37:33: Wenn ich eingeladen werde, unbedingt.
00:37:35: Ich plädiere dafür, Monika.
00:37:38: Ganz herzlichen Dank, Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigen Rates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
00:37:45: Ganz herzlichen Dank für die Zeit.
00:37:47: Alles Gute dir, einen guten Jahreswechsel und ein gutes
00:37:53: Jahr.
00:37:53: Dann
00:37:53: auf ein neues.
00:37:54: Bis dann.
Neuer Kommentar