Im Gespräch mit Reiner Eckhardt / Mach ganz, mach's wie neu - Eine Marke wie Duisburg
Shownotes
Heute spricht Ralph mit Reiner. Reiner Eckhardt ist Mr. Caramba. Ob Schmieröl oder Felgenreiniger, ob Privathaushalt oder Industrie: wer reparieren, geschmeidig machen und erhalten will, der ist bei Caramba an der richtigen Stelle: Mach ganz! Machs wie neu. Gilt auch für Caramba selbst und irgendwie ja auch für Duisburg: Wir machen, dass es wieder läuft!
Reiner Eckhardt spricht darüber, wie man nach Jahren des Dahindümpelns wieder zur echten Marke wird, warum jedes Unternehmen erst Weite und dann Fokus braucht, warum er Europa-Fan ist, sich aber über die Schärfe und die Unterschiedlichkeit der Gesetze in der EU ganz fürchterlich aufregen kann.
Ein Gespräch darüber, warum City of Transformation Alltagsbewältigung können muss, Unternehmen grüner denken als Konsumenten und Stahl keineswegs zum alten Eisen gehört sondern eine lohnende Investition in die Zukunft ist.
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00:00:00: Es gibt so viele Sachen, die so schön sind an Europa, die so wertvoll sind an Europa.
00:00:05: Ich glaube, die dürfen wir alle nicht vergessen.
00:00:07: Bei all dem Ärger, den wir haben, manchmal kriege ich so einen Hals, habe ich solche Kabel am Hals.
00:00:10: Aktuell ist eine Diskussion.
00:00:12: Es wird möglicherweise soweit kommen, dass Ethanol verboten werden soll.
00:00:16: Ethanol ist aber die Basis aller Desinfektionsmittel.
00:00:21: Ohne Ethanol, keine Flächendesinfektion im Krankenhaus.
00:00:24: Ohne Ethanol, kein Winterscheibenreiniger im Auto.
00:00:29: Rainer Eckhardt ist Mr.
00:00:31: Karamba.
00:00:32: Ob Schmieröl oder Felgenreiniger, ob Privathaushalt oder Industrie, wer reparieren, geschmeidig machen und erhalten will, der ist bei Karamba an der richtigen
00:00:42: Stelle.
00:00:42: Mach ganz, mach's wie neu.
00:00:45: gilt auch für Karamba selbst und irgendwie auch für Duisburg.
00:00:49: Wir machen,
00:00:49: dass es wieder läuft.
00:00:51: Reiner Eckhardt spricht darüber, wie man nach Jahren des Dahin-Dümpelns wieder zur echten Marke wird.
00:00:56: Warum jedes Unternehmen erst weite und dann
00:01:00: Fokus braucht.
00:01:01: Warum er Europa-Fan ist, sich aber über die Schärfe und die Unterschiedlichkeit der Gesetze in der EU ganz
00:01:07: fürchterlich
00:01:08: aufregen kann.
00:01:10: Ein Gespräch darüber, warum City of Transformation Alltagsbewältigung können muss, Unternehmen grüner denken als Konsumenten
00:01:18: und
00:01:19: Stahl keineswegs zum alten Eisen gehört, sondern eine lohnende Investition in die Zukunft
00:01:25: ist.
00:01:31: DBE, Duisburg Business & Innovation begrüße ich.
00:01:35: Rainer Eckhardt, Mr.
00:01:36: Karamba sozusagen, alleiniger Geschäftsführer von Karamba.
00:01:40: Rainer, schön, dass du da bist.
00:01:41: Vielen Dank, Ralph.
00:01:42: Alle Freunde von mir haben gesagt, was du triffst, Mr.
00:01:45: Karamba?
00:01:45: Das ist ja wohl der Hammer.
00:01:46: Vor allen Dingen die Autofreaks sind begeistert.
00:01:49: Ich kenne einen, der hat Leasingfahrzeuge und wenn der die Dinger zurückgibt, dann fährt er immer zum Schrauber, der all eure Karamba-Spraydosen irgendwie im Regal hat.
00:02:00: Die werden dann aufbereitet und er hat bisher nie ergegabt.
00:02:02: Er musste nie nachzahlen für irgendwas.
00:02:04: Also ihr seid die Meister.
00:02:05: wirklich ihm zum Glänzen bringen.
00:02:07: Herr Vorragend, höre ich total gerne so, weil das beschreibt auch gut, was wir machen.
00:02:10: Nämlich auch so Sachen wieder zum Glänzen bringen, Sachen wieder reparieren, Sachen wieder geschmeidig machen, Sachen am Laufen halten.
00:02:17: Das ist so der Kern der Caramba DNA.
00:02:20: Mit unseren Produkten sei es Aerosole, also Sprühdosen oder auch Sachen heute im Trigger.
00:02:25: Rund ums Auto, um Haushalt, aber auch ganz viel Industrie, ist was wir halt eben heute als Karambap-Produkte anbieten.
00:02:31: Mein Ur-Oppa kam aus Duisburg und er hat gern Fahrrad gefahren und der hatte im Keller, nämlich das hat er mir als ganz, ganz winzigen Jungen immer gezeigt, auch eine Karambapulle von euch und die hat er immer auf seine Fahrradkette gesprüht, damit er mit der Rost abging und das lief.
00:02:48: Also Fahrradfett oder Kettenfett ist eines der Dinge, die wir auch heute noch machen.
00:02:52: Das gibt es in Weiß, in Transparent, das gibt es für Fahrräder, für Motorräder bei uns.
00:02:56: Und das beschreibt auch gut, was viele mit Caramba verbinden.
00:02:59: eben ich, ja, und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und.
00:03:14: Ich kannte irgendwie, das war für ihn das Allerheilmittel und es kam überall, wenn irgendwas nicht geht, macht Karamba drauf.
00:03:19: Dann geht es schon wieder
00:03:20: an.
00:03:20: Ich bräuchte das heute für meinen Hals, aber das macht er noch nicht.
00:03:23: Das ist eine gute Idee für ein weiteres Anwendungsgebet.
00:03:27: Also viele, denen ich erzählt habe, dass ich dich heute treffen kann, haben mir auch mit dem Karlauer Karamba Karacho ein Whiskey.
00:03:33: Das hörst du wahrscheinlich auch so jeden zweiten Tag.
00:03:36: Hören wir oft und irgendwie ist das aber auch nichts, was uns irgendwie stört.
00:03:39: Also das ist irgendwie ein so bekanntes Lied und das führt ja auch ein bisschen darauf zurück, was das Wort eigentlich bedeutet.
00:03:45: Viele wissen gar nicht, dass das Wort auch kein gar kein Fantasie Wort ist, sondern auch wirklich eine Bedeutung hat.
00:03:50: Das ist ein bisschen bekannt geworden mit den Simpsons in den achtziger und neunziger Jahren.
00:03:54: Icaramba
00:03:55: hat Bart mal gerufen und das ist ja eigentlich ein spanischer Begriff, der nicht leicht zu übersetzen ist.
00:03:59: Der ist so... Erstaunen, der ist so super Lot, Hammer oder Oh mein Gott oder der ist so freudiges Erstaunen.
00:04:07: Und das ist eigentlich das, was auch uns wirklich total gut beschreibt, weil wir immer wieder erleben, dass Leute ein Produkt verwenden und dann wirklich erfreut sind, fasziniert sind, Donnerwetter, das geht jetzt wieder.
00:04:19: Das ist auch das, was wir heute sein wollen.
00:04:20: Wir wollen, dass Leute wieder sich trauen, Dinge zu machen, gerade private Anwender, die damit befähigt werden, etwas sich zu trauen, etwas wieder ganz zu machen und es eben nicht wegzuschmeißen.
00:04:31: Das
00:04:31: ist der Heimwerker, der recyceln will,
00:04:33: der recyceln
00:04:34: will,
00:04:34: der im Baumarkt sich was holt, von uns zum Beispiel um seine Gartenmöbel wieder anständig hinzukriegen, kennt jeder.
00:04:41: Nach einem Winter stehen die Sachen draußen, das Plastik sieht aus wie Hölle, dann kommt was drauf von uns, da lachen wir das abgerieben und das sieht aus wie neu.
00:04:48: Ich muss nicht neu kaufen.
00:04:49: Also dieses Machs wie neu, was auch unser neues Motto ist, seit zwei Jahren, ist das, was der Kerne der Marke ist.
00:04:56: Der Kerne DNA, nämlich Machs wie neu.
00:04:59: Machs wieder ganz und schmeiß nicht weg.
00:05:01: Auch in der Industrie.
00:05:02: Machs, dass es wieder läuft.
00:05:03: Das ist unsere Aufgabe.
00:05:04: Dafür stehen wir heute.
00:05:05: Dann ein Stückchen Duisburger Kreislaufwirtschaft.
00:05:08: Machs wie neu bringt mich drauf, dass du ja auch so ein bisschen auch was neu machst mit Karambaren.
00:05:14: Irgendeiner von deinen Jungs hat gesagt, also, Der Rainer Eckert, der ist für mich so ein Art Märchenprinz.
00:05:21: Der hat Dorne Röschen wachgeküsst.
00:05:23: Was hast du denn da gemacht?
00:05:26: Wir haben, also Caramba hat hundertzwanzig Jahre über hundertzwanzig Jahre Geschichte.
00:05:31: In so einer Geschichte geht es vieles rauf und runter und die letzten zwanzig Jahre waren vielleicht auch nicht unbedingt das, wie man es hätte alles machen sollen.
00:05:37: Wir haben verschiedene Wege gesucht mit der Firma, dann ist die Firma mehrfach verkauft worden, dann hat sich neue Besitzer.
00:05:44: Alles das, was halt eben oft mit Firmen die lange Zeit da so... Dimpeln.
00:05:47: Dimpeln, was dann so passieren kann.
00:05:51: Und im September letzten Jahre, am ersten neunten, war der Tag an dem ich die Firma gekauft habe.
00:05:58: Da haben wir also Management by Out gemacht und wir haben die Caramba aus einer Konzernstruktur.
00:06:02: Es war damals noch Teil der Berner Gruppe.
00:06:04: Berner ist so was wie Wirt, nur auch gleich die andere Seite von dem Hügel in Künstelsau.
00:06:09: Und wir waren Teil dieser Gruppe und haben das dann dort am ersten neunten bei der Abfluss der Transaktionen.
00:06:15: Wir haben die Firma herausgekauft.
00:06:17: Bist du da zu deiner Bank gegangen und hast vom Tirokonto ab?
00:06:21: Oder ich weiß nicht, ich bin da völlig erneuert, wie wie macht man das in Deutschland raus?
00:06:27: Im Firmkauf ist also auch schon irgendwie eine Sache, die geht über viele Monate.
00:06:30: Da hat man so viel, die Anwälter zu tun, da wird viel verhandelt.
00:06:34: Am Ende geht es darum, dass man auch jemanden braucht, der es mitfinanziert.
00:06:37: Das haben wir auf eine gute Art und Weise hinbekommen, dass wir eben auch da eine entsprechende Finanzierung haben.
00:06:42: Und wir müssen auch die Anfangsjahre wie viele andere Start-ups auch erst mal im Anfang halt eben eine Remb-Up haben, bis wir halt eben auch dann stark und erleidstehend und profitabel da draußen arbeiten werden.
00:06:53: Jetzt bist du also Mr.
00:06:54: Karamba.
00:06:55: Hast du es rausgekauft?
00:06:56: Und wie hast du jetzt Don Ruschenwach geküsst?
00:07:01: Die große Veränderung für uns war, wir haben uns auf eine Sache fokussiert.
00:07:04: Das ist auch eines der Dinge, an die ich festglaube.
00:07:06: Fokus hilft.
00:07:07: Fokus ist immer ganz wichtig.
00:07:08: Hab ich mal, wenn ich Entscheidungen suche, brauche ich weiter.
00:07:11: Habe ich aber eine gefunden, brauche ich Fokus, nur noch da drauf ist.
00:07:14: Auch ein wichtiges Management-Prinzip.
00:07:16: Und über uns war es genauso.
00:07:17: Die Früche Kambar hat versucht, alles zu sein.
00:07:20: Wir haben private Label gemacht.
00:07:22: Wir haben alle Produkte für Mercedes hergestellt und eine Mercedes-Label.
00:07:26: Corona-Desinfektionsmittel
00:07:28: habt ihr gemacht.
00:07:29: Auch sehr viel.
00:07:29: Wir haben versucht, alles zu sein.
00:07:31: Für jeden.
00:07:32: Und einfach gar keine klare Wege mehr gehabt.
00:07:34: Wir waren ein Gruppe aus vielen einzelnen Firmen.
00:07:36: Da gehörten noch andere Business dazu.
00:07:39: Alles Mögliche und hat null Fokus.
00:07:41: Was wir jetzt geändert haben, seit dem ersten neunten letzten Jahres, macht die Caramba eine Sache, nämlich Marke.
00:07:47: Wir machen nichts anderes mehr als unsere Marke.
00:07:50: Wir haben einen völligen Fokus.
00:07:51: Alle, die bei uns sind, machen nur eins.
00:07:53: Kein Private Label, keine anderen Dinge.
00:07:55: Nichts anderes mehr.
00:07:57: Marke mit klarem Fokus.
00:07:59: Und das hilft natürlich dabei auch bei der Ausrichtung und auch wieder zurückzufinden und auch halt eben alle darauf einzufahren.
00:08:05: Wir haben zwei Linien, Profilinie und Konsumentenlinie.
00:08:09: Es gibt klare Differenzierung.
00:08:10: Es gibt Flaschen, die kann ich als Laio oder Privatschrauber gar nicht kriegen, sozusagen
00:08:15: von euch.
00:08:16: Das stimmt.
00:08:17: Die sind so wirkungsintensiv, dass man die wahrscheinlich nur mit Schutzkleidung auftragen kann.
00:08:24: Ja, Handschuhe wird zum Beispiel wichtig.
00:08:26: Was gewerbliche Leute aufmachen, freiwillig auch machen, weil sie es kennen, weil sie jeden Tag damit in Verbindung sind, ziehen die zum Beispiel Handschuhe an.
00:08:33: Auch nicht immer, aber die meisten.
00:08:35: Passend euch noch darauf auf.
00:08:36: Machen private Anwender oftmals nicht.
00:08:38: Du musst mal aufpassen, dass eben auch manche Wirkstoffe für private Anwender nicht geeignet sind und manche Wirkstoffe dürfen in das Industrie verwendet werden.
00:08:46: Wir haben da eine klare Differenzierung, wir haben eine schwarze Serie, Industrie und Profis.
00:08:52: Blaue und gelbe Serie, Konsumenten können aus dem Baumarkt kaufen, bei Amazon kaufen, im Lidl im Angebot oder beim Norma im Angebot oder breites Angebot.
00:09:02: Und jetzt gibt es ja aber sozusagen die Institution, die über alles wacht, dass die Inhaltsstoffe, die da sind, auch abbaubau sind und Leute nicht in Gefahr bringen.
00:09:11: Und diese Institution heißt Europäische Union.
00:09:13: Ich habe dir ein Fändchen mitgebracht, ein Papierfändchen aus Brüssel.
00:09:17: Und so einen kleinen Veranstalter war selber eine ganze Zeit als Radio-Korrespondent in Brüssel und weiß, es wird alles reguliert.
00:09:25: Und das ist für die Firmen auch hier in Duisburg manchmal nicht ganz einfach.
00:09:31: Stimmt.
00:09:32: Das macht nicht alles einfacher.
00:09:34: Wobei ich sagen muss, ich bin nach wie vor großer Europafan.
00:09:38: Ich bin ja auch schon ein paar Jahre älter und bin in der Zeit aufgewachsen.
00:09:41: Da hat mir noch eine Grenze nach Holland.
00:09:43: Da hatten wir noch Gülden.
00:09:46: Das kennst du ja auch noch.
00:09:46: Ja,
00:09:47: absolut.
00:09:47: Es
00:09:47: gibt so viele Sachen, die so schön sind an Europa, die so wertvoll sind an Europa.
00:09:53: Und ich glaube, die dürfen wir alle nicht vergessen.
00:09:55: Bei all dem Ärger, den wir haben, manchmal kriege ich so einen Hals, habe ich solche Kabel am Hals.
00:09:58: Gerade jetzt ist, aktuell ist eine Diskussion, es wird möglicherweise soweit kommen, dass Ethanol verboten werden soll.
00:10:05: Ethanol ist aber die Basis aller Desinfektionsmittel.
00:10:10: Ohne Ethanol, keine Flächendesinfektion im Krankenhaus.
00:10:13: Ohne Ethanol, kein Winterscheibenreiniger im Auto.
00:10:16: Das ist alles Ethanol-basiert.
00:10:19: Das
00:10:19: ist eigentlich nur ein Alkohol.
00:10:21: Das Verrückte ist, wir erlauben ja, jeder darf Alkohol trinken.
00:10:26: Legale Droge.
00:10:27: Darf jeder trinken, so vieler möchte, wenn er umfällt.
00:10:33: Gibt es noch absechslend darf schon Bier getrunken werden oder was auch immer.
00:10:36: Aber es gibt verrückte Dinge zum Trinken von Alkohol und zum Erlaubnis von Alkohol.
00:10:40: Und jetzt gibt es halt eben eine Initiative, die im Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr sechs und zwanzig möglicherweise dazu führt, dass Ethanol in der Form, wie wir es heute nutzen, verboten wird.
00:10:48: Das ist ja für euch eine Katastrophe.
00:10:50: Das ist für uns eine Katastrophe.
00:10:52: Scheibenreiniger ist dann im Prinzip nicht mehr herstellbar.
00:10:55: Es gibt nur ein oder zwei Hersteller in ganz Europa, die einen möglichen Ersatzstoff machen, von dem man auch noch nicht weiß, wie gut da funktionieren kann.
00:11:01: Das bedeutet auch, dass also der Impact auf Krankenhäuser, auf Kliniken, auf Ärzte ist unvorstellbar, wenn Äzernol fehlt.
00:11:09: Das ist die Basis für alles.
00:11:10: Habt ihr euch mal einen Eurön?
00:11:12: Leute da gewandt in Brosse und gesagt haben, haben die ja Alters am Schrank?
00:11:16: Ja, es gibt so großen, starken Widerstand.
00:11:19: Es gibt einen offenen Brief, auch der gerade jetzt verfasst wurde, auch von Herstellern in dieser Produkte und von den Rohmaterial-Lieferanten, dass das kein Weg sein kann, dass das unmöglich ist.
00:11:28: Weil es geht ja auch hier explizit darum, dass möglicherweise jemand Scheibenreiniger trinkt.
00:11:35: Darum geht es ja auch im Wesentlichen.
00:11:36: Ich meine, das ist ja auch... Eine absurde Vorstellung.
00:11:40: Das ist wie in Amerika, wo man draufsteht.
00:11:42: Also bitte sitzen Sie eher gar nicht in die Waschmaschine und
00:11:46: so weiter.
00:11:46: Und das meint mich, schreiben wir das drauf.
00:11:49: Trink nicht deinen Scheiben in der Eiser.
00:11:51: Gut, Punkt.
00:11:52: Ich schreibe doch gerne groß drauf mit dem Totenkopf oder mit dem Kreuz oder was auch immer.
00:11:55: Aber deswegen rauszuregulieren ist verrückt.
00:11:58: Das ist zum Beispiel für die Sachen, die halt eben verrückt sind an Europa.
00:12:02: Wer will das denn?
00:12:02: Ist das die EU-Kommission, die da Gas gibt?
00:12:04: Ja, ja, ja.
00:12:05: Also, es ist so über zwanzig Jahre hingeprüft worden, entwickelt worden.
00:12:09: Und natürlich ist es auch nachweisbar so, wenn jemand Scheibenreiniger trinkt, dann kann er davon Krebs kriegen.
00:12:14: Gar keine Frage.
00:12:15: Ja, ist ja klar.
00:12:15: Es kann aber auch jemand Krebs kriegen, wenn er halt eben zu viel Gin trinkt.
00:12:20: Also, das ist ja auch nicht so irgendwie dann fördert.
00:12:21: Also, das ist ein sehr schwieriger Ding, die wir gerade begegnen.
00:12:25: Bist du mal in der Brüssel gefahren, dass das mal Jungs und Mädels tickt dir da noch ganz richtig?
00:12:30: Habe ich es noch nicht gemacht.
00:12:31: Ich muss ja auch sagen, die Schwierigkeit, die wir haben, die viele Unternehmen haben, ist nicht allein die Regulierung durch Brüssel.
00:12:39: Die Schwierigkeit, die wir haben, gerade im Bereich rund um Chemie, ist, dass die Brüsselregulierungen alleine oftmals nicht reichen.
00:12:47: Es ist ja nicht so, dass ich, wenn ich einmal eine Bioziehtverordnung habe, mal als Beispiel, also irgendwas, was Bakterien tötet.
00:12:54: Ist schon wichtig, aber ist halt eben auch natürlich gefährlich.
00:12:57: Im gewissen Maße.
00:12:59: Es ist dann nicht so, dass ich, wenn ich einmal so eine Verordnung habe, dass dann gilt für ganz Europa.
00:13:03: Das wäre ja noch handhabbar.
00:13:05: Unser Problem ist ja vielmehr, dass sehr oft dann noch nationale Ausnahmeregelungen oder Verschärfungen oder Veränderungen dazukommen.
00:13:13: Die Deutschen verschärfen gerne.
00:13:15: Ach, momentan ist doch schlimmer.
00:13:16: Die Polen sind am allerstrengsten, was momentan Umwelt angeht.
00:13:20: Die Franzosen haben das für sich auch entdeckt und die Italiener machen ganz andere Sachen, von denen wir oft denken, das werde alles noch nicht so weit und in manchen Dingen sind die auch schon advanced.
00:13:28: Das aber führt dazu, wenn ich in einem Land eine Zertifizierung habe für irgendwas, heißt das lange nicht, dass ich es auch übermorgen in Belgien verkaufen darf oder in Italien oder in Frankreich.
00:13:38: Und das ist entgegen allem, was eigentlich Europa stark
00:13:41: macht.
00:13:41: Nix binnenmarkt.
00:13:44: eben genau, weil die Leute sagen dann doch, wir hätten das doch gerne ein bisschen schärfer, oder die Franzose, nehmen wir einen grünen Punkt, der gibt es bei uns hier oder auch die Industriesysteme dafür.
00:13:54: Das ist in Frankreich anders.
00:13:56: Also all die Dinge, du musst dir dann überlegen, dass du für Frankreich ein anderes Label machen musst und nicht nur eine andere Sprache, sondern auch andere Symbole und auch andere Zertifizierungen, auch möglicherweise andere Umweltregulare einhalten musst.
00:14:08: Und das lähnt uns.
00:14:09: Ihr seid ja Exportörn mit euren Karambaprodukten.
00:14:12: Ihr exportiert nach ganz Europa, das müsst ihr ja verrückt
00:14:14: machen.
00:14:15: Das ist anstrengend.
00:14:16: Deswegen gibt es auch Länder, in denen wir nicht aktiv sind.
00:14:18: Beispiel?
00:14:19: Belgien.
00:14:20: Unser Nachbar hier.
00:14:21: Belgien verkaufen wir nix.
00:14:24: Das kann man ja auch noch mal nach Bussel transportieren.
00:14:26: Ja.
00:14:26: Also ist für uns erst mal ein schwieriger Markt, weil dort neben der normalen Zertifizierung, die ist meistens, man braucht ein Sicherheitsdatenblatt, man braucht eine.
00:14:36: Sprache auf der Dose drauf, hat Belgien noch mal andere Dinge.
00:14:40: Ja genau, die wollen ja holländisch und französisch und möglicherweise noch für die kleine Enklave im Malmedie Deutsch.
00:14:47: Das könnte ich jetzt nur noch liefern, aber das ist ja so kompliziert, das lohnt sich dann für euch nicht mehr.
00:14:50: Das ist dann kompliziert, es wird ein eigenes Label.
00:14:53: Das geht weiter bei Labels.
00:14:55: Die europäische Struktur sieht vor, gewisse Schriftgrößen müssen eingehalten werden.
00:15:01: Das ist aber überholt.
00:15:03: Das ist vollkommen historisch bedingt.
00:15:05: Früher war es so, eine Schrift und der acht Punkt war dann schwer lesbar.
00:15:09: Wenn ihr gut draufgedruckt war, die auch nicht mehr gut lesbar.
00:15:11: Heute ist es aber so, es gibt ja extra sogenannte Mikroschriften.
00:15:16: Guck mal auf ein Telefon, da liest du Sachen, die sind zwei Punkt.
00:15:19: Das geht heute alles.
00:15:21: Aber es muss eine bestimmte Schrift und eine bestimmte Art verwendet werden.
00:15:24: Das ist aber noch soweit weg, gedanklich von irgendjemandem in Europa, der dann sagt, ne, ich will acht Punkt.
00:15:29: Und acht Punkt passt halt eben nix drauf.
00:15:32: Dann machst du halt eben sieben und zwanzig Dosen und deine Stückgrößen gehen runter.
00:15:35: Also gibt es viele Dinge, mit denen wir uns hier selber behindern.
00:15:39: Und da fehlt halt eben, und das ist ja auch jetzt in unserer kleinen Branche Chemie.
00:15:46: Man sieht ja auch, wie das weitergeht.
00:15:47: Wo wir uns momentan beinstellen, statt wir uns wieder auf die Stärken besinnen.
00:15:53: Und das fehlt halt eben.
00:15:54: Das ist halt das, was uns allen noch momentan fehlt.
00:15:57: Kannst
00:15:57: du nicht mal Leute aus der EU-Kommission, aus dem EU-Parlament, hier nach Duisburg einladen in deine Firma und denen das mal zeigen und dann ganz konkret sagen, guck durch das an, unsere Tickets, unsere Schwierigkeiten.
00:16:09: Ich habe manchmal den Eindruck, dass einfach die so in ihrem Raumschiff sitzen.
00:16:15: und gut meinen sind und das Beste wollen, absolut.
00:16:19: Aber so weit weg von der Wirklichkeit, von der Dysburger zum Beispiel.
00:16:23: Ich glaube von jeglicher, weil es trifft ja jeden, es trifft ja Leute, die gebrauchte Autos verkaufen, es trifft Leute, die Chemie machen, es trifft jeden.
00:16:30: Also das würde ich allgemein immer helfen, weil Leute, die irgendwas entscheiden, irgendwas verwalten, davon auch eine Ahnung haben oder zumindest mal reingeguckt haben.
00:16:39: Und dieses Prinzip kannst du ja auch fast... alles anwenden in der Politik, in der Verwaltung.
00:16:44: Es hilft, von irgendwas Ahnung zu haben.
00:16:48: Das ist wirklich hilfreich.
00:16:49: Das ist wirklich irgendwo keine schlechte Eigenschaft von irgendwas ein bisschen Ahnung zu haben.
00:16:57: Wir machen die ganzen Sachen entwickelt.
00:17:04: Die habt ihr ein großes Chemielabor und tüftelt dann Innovationen.
00:17:09: Wie muss ich mir das vorstellen?
00:17:11: Wir lassen, was bei uns so der Kern ist, eher vom Anwender kommt.
00:17:14: Also wir konzentrieren es nicht so der darauf, wir wollen eine neue Formel erfinden, wir wollen neues Produkt erfinden.
00:17:19: Uns gehören die Formeln, also auch wir haben die Management-Bauten, haben wir auch die Formeln mitgekauft und viele sind einmalig, so das Karambamultiöl mit seinem speziellen Wirkstoff.
00:17:29: Also recycelt im Öl, ist das oder?
00:17:30: Es
00:17:30: gibt auch eins aus recyceltem Öl, ist leider nicht so die Erfolgsgeschichte.
00:17:36: Warum nicht?
00:17:40: Äkosachen verkaufst du gut in der Industrie, verkaufst du schrecklich zum privaten Konsumenten.
00:17:46: ist die Folge, die wir da sehen.
00:17:47: Ach so,
00:17:48: der sagt, das ist Altöl, ist aus Altöl, ist nicht so gut.
00:17:51: Ja.
00:17:51: Und es ist belegbar, eins zu eins, genauso wie das Original Caramba Multi, ist das Caramba Eco genauso gut.
00:17:58: Es kostet in der Herstellung ein Bruchteil weniger, im Endkundenpreis exakt das Gleiche oder weniger als das andere Produkt.
00:18:06: Und wenn du Leute vom Baumarkt fragst, würdest du auch ein Eco-Produkt kaufen?
00:18:10: Ja, ja, mach ich.
00:18:11: Du kannst die am Regal befragen.
00:18:12: Guck mal, da ist das Gleiche in Grün.
00:18:14: Ah, ist ja toll.
00:18:15: an der Kasse hört alles auf.
00:18:18: Die kaufen es nicht.
00:18:20: Machst du das Gleiche für die Industrie?
00:18:21: Da findest du schon viele fortschrittliche und neben Beispiel ist in Deutschland BMW, die auf sowas sehr achten, die auch dann sowas verlangen.
00:18:28: Für die das
00:18:30: bedeutet.
00:18:31: Für das Image für
00:18:32: alles.
00:18:33: Die
00:18:34: E-Drei ist toll und die haben dann auch natürlich genau im Geschäftsbericht wird jetzt irgendwie nach sieben Seiten zahlen und der Bilanz wird dann auch über viel, über die anderen wichtigen Dinge berichtet und da ist so was wertvoll.
00:18:45: bei privaten Konsumenten hört das auf weil da ist immer noch so.
00:18:55: zurück zu der Frage wie kommen wir zu Produkten?
00:18:57: das ist wirklich so dass wir unsere Anwender befragen unsere Kunden befragen wir kriegen viel input über die Social Media Kanäle wo auch heute sagen macht doch mal das wir gucken dann dort rein Gutes Beispiel ist, derzeit herrscht große Nachfrage, ist auch sehr Convenience getrieben, nach Tüchern.
00:19:15: Also auch einigen
00:19:16: Warfeschen.
00:19:16: Weil die Tücher abwischen und direkt glänzend und so weiter.
00:19:20: Oder auch irgendwie vielleicht auch Tücher, die ein bisschen stärker auch dann wirken, die auch dann wirklich mal was sauber machen können, wo es dann schnell gehen muss.
00:19:27: Sei es für Industrie oder sei es auch im privaten Bereich.
00:19:30: Und Tücher ist so eins, das ist bei uns so eine getriebene Innovation herausgekommen aus wirklich klaren Anwenderforderungen.
00:19:37: Gar nicht aus dem Labor.
00:19:38: Sondern heraus, wie können wir als Karambat-Tücher machen mit unseren Wirkstoffen, die auch dann gut einsetzbar sind?
00:19:45: Wie kommt ihr denn an die Anwender dran, die das fragen, geht ihr in den Supermarkt und beobachtet die oder schreckende Detektiven?
00:19:54: Also wir kriegen recht viel Input auch über unsere Social Media Kanäle.
00:19:58: Wir haben ja auch Kunden, die unmittelbar ja auch selber Produkte verbrauchen.
00:20:01: Es gibt also auch da Kunden oder auch unsere Händler, unsere Fachhändler, die verkaufen zum Beispiel dann hinein an die Anwender, in so ein Industriebetrieb.
00:20:09: Und von da kommt unmittelbar auch recht viel zurück.
00:20:11: Über
00:20:11: Instagram oder wie auch
00:20:13: immer.
00:20:13: Oder auch mal über Anfrageberst, Webformular oder über eine Mail oder solche Dinge.
00:20:17: Oder auch, wenn man mit Freunden und Bekannten spricht, dann magst du ja auch, wo Leute sagen, Mensch, was ist denn hier mit Polster?
00:20:23: Wir haben hier immer wieder Probleme am Auto mit dreckigen Polster.
00:20:26: Gerade so die Aufbereitung, oder auf ein Auto zurückkommen.
00:20:30: Und wir haben gerade auch eine Tendenz, dass wir wieder mehr Stoffsitze kommen.
00:20:33: Wir hatten ja schon mal
00:20:34: Leder oder Alkantara oder so.
00:20:37: Genau.
00:20:37: Und seitdem jetzt wieder Tesla das angefangen hat, ist wieder Kunstleder, hieß das früher auch heute, hat das andere Fancy-Namen, ist das wieder salonfähig.
00:20:45: Ich finde Leute wieder cool.
00:20:46: Oh ja, ist ja kein Leder, da ist eigentlich nur noch Plastik, aber schön gemacht.
00:20:50: Muss aber auch wieder sauber gemacht werden.
00:20:51: Der Leder ist relativ simpel.
00:20:53: So lange es ganz ist, dass die Leder toller sitzt.
00:20:56: Wenn es einmal kaputt ist, wird es schließt.
00:20:59: Ressig ist schlecht.
00:21:00: Genau.
00:21:00: Aber das ist eines der Dinge, wo wir halt eben so Sachen lernen, von den Anwendern, von den Kunden.
00:21:04: Und unsere Innovation wird viel mehr darüber getrieben, als über dann eigene Gedanken.
00:21:10: Eigene Idee.
00:21:10: Die
00:21:11: Chemiker sitzt da und sagt, hier habe ich, okay, verstehe.
00:21:15: Ausbildungssituation, Überallfachkräftemangel, Duisburg, wie sieht das aus?
00:21:21: Viele Schüler gehen ja gar nicht auf Gymnasien oder Realschulen und so, dieses klassische Deich wie die gehen ja auf Berufskollegs, was würde ich gar nicht wissen, also die schweren Riesenrolle.
00:21:32: Macht ihr da gute Erfahrungen, arbeitet ihr mit denen zusammen?
00:21:34: Wie läuft das?
00:21:38: Was wir gemerkt haben ist, in letzter Zeit hat es sich für uns etwas verbessert, auch wieder neue Kolleginnen und Kollegen zu finden.
00:21:45: Und wir sind da relativ offen und breit.
00:21:48: Wir sagen irgendwo, wir schränken nicht mehr ein, wer woher kommen muss.
00:21:52: Wir legen nicht ein Leben darauf, muss jemand BWL studiert haben oder muss jemand das gemacht haben.
00:21:58: Oder muss Abi oder was auch immer.
00:22:01: Gibt es mindestens Geschichte?
00:22:04: Weiß ich auch noch nicht mal.
00:22:05: Ich weiß gar nicht, wie weit ich heute sowas definieren würde, weil ich bin viel mehr interessiert daran, so ist das jemand, der das machen möchte.
00:22:11: ... der das machen will.
00:22:13: Der begeisterungsfähig ist.
00:22:14: Der begeisterungsfähig ist und der ... ... lernen möchte, eine Person, die ins Team passt.
00:22:19: Es gibt Sachen, da brauchst du Skills, ... ... zum Beispiel ... ... nehmen wir mal eins, wenn jemand ... ... Einkäufer sein soll.
00:22:25: Wir brauchen ... ... jemanden im Einkauf.
00:22:27: Dann ... ... ist es wichtig, dass jemand auch schon mal ... ... Einkauf gemacht hat.
00:22:31: Ja, mit Exzellen umgehen kann.
00:22:32: Aber mir ist nicht wichtig,
00:22:33: ... ... was die Person vor ... ... vor zwanzig Jahren für einen Abschluss gemacht hat.
00:22:37: Ich gucke da noch nicht mehr drauf.
00:22:38: Das Gleiche wie früher, ... ... guck mal, früher haben wir ... Immer so auf die Zeugnisse geachtet.
00:22:43: Das letzte Zeugnis steht da auch das Wort zur Vollstenzufriedenheit, obwohl es ja falsch ist.
00:22:47: Aber all diesen Kram weißt du so früher.
00:22:50: Durchschnittsnote.
00:22:51: Fletisch.
00:22:52: Genau,
00:22:52: Durchschnittsnote.
00:22:53: Was hat der im Abi gemacht?
00:22:54: Meine Güte, wenn ich dran denke, was ich mit Zweiundzwanzig gemacht habe, hätte ich niemals erwartet, dass daraus irgendwas werden kann.
00:23:01: war völlig schräg.
00:23:02: Ich wollte nur Schlagzeuger werden, aber doch nichts anderes oder so was.
00:23:06: Und dieser Blick darauf heute, dass es so rund und so perfekt sein muss und so was, das ist auch zum Teil verrückt.
00:23:13: Wenn du jemanden hast, der was machen will und auch mit Herz dabei ist, der zum Team passt und
00:23:21: eine Sache zurückbringt
00:23:22: und genau.
00:23:24: Mach mich mit einem happy.
00:23:25: Sag euch doch mal allen Leuten.
00:23:28: Mach mal ab und zu was, was auch dann begeistert.
00:23:31: Make me happy.
00:23:33: Mach was Tolles.
00:23:34: Das ist viel entscheidender, als so dauerhaft sauber abgeliefert.
00:23:40: Dass er dieses, dieser Gedanke an dieser perfekten Wege, an dieser genau definierten Wege, glaube ich, ist überhaupt nicht mehr zeitgemäß.
00:23:50: Kommt ihr dann über Instagram, dann auch in den jungen Leuten heran, dass er die begeistert für euch?
00:23:55: Welchen Weg geht ihr?
00:23:56: Er steht dir in einer harter Konkurrenz zu anderen Duisburger Firmen, die auch alle händeringen suchen.
00:24:01: Insta ist für uns ein Channel, der die Marke verjüngern soll.
00:24:06: Weil, dass das Kernproblem einer Karamba ist, wir haben eine Riesen-Fan-Gemeinde.
00:24:13: Aber die ist über fünfzig.
00:24:15: Klar.
00:24:16: Wenn du mal Leute fragst, kennst du Karamba?
00:24:20: Wenn die unter vierzig sind, wird das langsam immer, immer, immer dünner.
00:24:23: Ja.
00:24:23: Und fragst du das, die zwanzigjährige sagen die, nee.
00:24:26: Und dann ist es sehr schwer, da ... Momentan ein Schiff reinzubekommen, ohne deine Kernzielgruppe zu verlieren, die über fünfzigjährigen, die uns kennen, die uns lieben, die begeistert sind und gleichzeitig auch ein Schiff zu bekommen hat eben hin, dass die Marke sich verjüngt.
00:24:42: Aber wir müssen die Marke verjüngern.
00:24:44: Und oftmals sind das Dinge, die wir dann tun, wo es auch mich dann manchmal schüttelt.
00:24:50: Wenn du dir unseren Instagram-Kanal anschaust, dann denkst du manchmal, oh mein Gott, was machen die da?
00:24:55: Aber da geht's eben nicht um Produkt, da geht's eben nicht zu zeigen, damit machst du den Rost weg.
00:24:59: Da geht's darum, junge Menschen zu unterhalten.
00:25:03: Aufmerksamkeit.
00:25:04: Genau, mit ihm hat er einen Röschen, dass du wachst.
00:25:08: Dann wirft eine Flasche hin oder macht sonst was.
00:25:12: Hauptsache kommt dann in der C-Gruppe.
00:25:13: Genau.
00:25:14: Manchmal, wenn wir dann Freunde sagen, das ist aber komisch, was die da macht, das ist aber komischer Klamauk, mir gefällt das nicht.
00:25:20: Dann denk ich mir, alles richtig gemacht.
00:25:22: Klar, absolut.
00:25:23: Gehst du denn auch mal in Duisburgers Schulen, egal ob das Berufskolleg oder die Klassische, und sagt, ich bin karambar, hier sind meine Flaschen, und ich suche Leute, die Spaß haben.
00:25:31: Andoppelpunkt.
00:25:33: Sei es jetzt im Chemielo-Labor als Praktikant, im Verkauf, Lagerhaltung, whatever.
00:25:39: Gehst du da mal hin und ... Ich stöße sie, schub sie mit der Nase zu sagen auf euch.
00:25:45: Bislang eigentlich noch nicht.
00:25:47: Also ist eines der Dinge, die wir bisher noch nicht gemacht haben.
00:25:49: Wir wollen ja jetzt mit der neuen, jungen, kleinen Firma im nächsten Jahr anfangen auszubilden.
00:25:53: Dann wird das sicher ein Punkt sein auch für uns, dass wir auch dann Auszubildende finden wollen.
00:25:57: So
00:25:57: bisher macht ihr das?
00:25:58: Bisher machen wir das noch gar nicht.
00:25:59: Wir haben noch gar keine Auszubildenden.
00:26:00: Wir sind ja jetzt in einer sehr kleinen, leichten, kleinen Firma.
00:26:04: mit dieser Auslösung aus dem großen Konzern.
00:26:07: Sind wir ja komplett Leid geworden.
00:26:08: Das heißt, wir sind auch komplett Asset-Leid.
00:26:10: Wir haben damit auch dann unser Lager ausgelagert, die Produktion ausgelagert.
00:26:14: Wir haben all diese Dinge halt eben rausgelassen und wir fokussieren uns voll und ganz auf die Vermarktung der Marke.
00:26:21: Das ist unser Kern.
00:26:22: Bei uns wirst du auch nicht mehr lernen, im Lager was zu machen, weil unser Lager wird heute drüben auf der anderen Rheinseite bei Renos betrieben.
00:26:29: Verstehe, und habt ihr denn noch ein eigenes Chemielabor?
00:26:32: Wir
00:26:32: haben noch ein eigenes Labor, noch eigene Testmöglichkeiten.
00:26:34: Wir haben eine große Garage, wir haben einen großen Raum, in dem wir solche Dinge testen, wo wir auch neue Entwicklungen testen können, an Werkstücken usw.
00:26:42: Das ist genau das, worauf wir uns fokussieren.
00:26:45: Neuentwicklungen.
00:26:46: selber testen und dann bei dritten lassen wir das machen nach unseren Formeln.
00:26:51: Ist so ganz ähnlich wie...
00:26:52: Ist viel günstiger als alles selber zu machen.
00:26:54: Ja, erhöht die Flexibilität, bindet weniger Kapital und ist auch extrem skalierbar.
00:27:00: Man hat nie vergessen, also es ist auch ein Teil, wie sich die Welt gewandelt hat.
00:27:04: Du siehst oft Coca-Cola, siehst du auch nicht immer in der Cola-Fabrik abgefüllt, sondern siehst du Filled by oder sowas abgefüllt by oder auch Hilton, den gehört kein einziges Hotel.
00:27:15: Das sind Gebäude von Dritten, die von Hilton betrieben werden.
00:27:19: So
00:27:20: nahm als Franchisegeber.
00:27:23: Uwe, dem gehört kein Taxi.
00:27:25: So geht es weit dadurch.
00:27:29: Apple hat keine einzige eigene Fabrik.
00:27:30: Ein riesiges Labor, ein zentrales Thema, wo die Dinge entwickeln.
00:27:35: Das ist immer wieder so.
00:27:36: Designed in Cupertino, assembled in China.
00:27:40: Und
00:27:41: ein
00:27:41: ähnliches Verfahren nutzen auch wir.
00:27:43: Das ist für uns relativ egal, was wir nach unseren Formeln wo abfüllen lassen.
00:27:49: Und dann am Ende kommt es eben dann abgefüllt von unseren Lieferanten.
00:27:52: Nach unseren Kriterien, nach unseren Qualitätskriterien, nach unseren Formeln gemacht, geht dann in unser Lager drüben auf der anderen Reihenseite bei Renus und geht von da aus dann zu unseren Händlern und Disturbatoren.
00:28:05: Kannst du mit dieser neuen Denkemotor sein für die Dysburger Wirtschaft, vielleicht auch andere für so ein Modell begeistern, andere Unternehmer, die noch klassisch sind, die alles noch in ihrer eigenen Halle machen und das eigene Lager und die eigene Forschung und überhaupt alles Eigen?
00:28:19: Ich glaube bei so ein paar Dingen kann das auch ein Modell sein, durchaus.
00:28:23: Es muss darum geht, das nur Hau zu haben.
00:28:26: die Marke zu besitzen und auch das Wissen zu haben, auch über die Vermarktung, was ganz, ganz wichtig ist, das Wissen über das Sourcing.
00:28:33: Und das ist auch einer der Kernstärken von Duisburg.
00:28:35: Was wir hier ja gut können, ist ja Dinge herbringen und Dinge wieder weiter verteilen.
00:28:39: Und ich glaube, das können wir auf vieles anwenden, auch auf vieles transferieren.
00:28:43: Dieses Wissen des Handels, dieses Wissen des Einführungs, dieses Wissen, das vielleicht auch große Stücke und kleine Stücke zerteilen und wieder weiter verteilen.
00:28:54: Gibt es ein paar Dinge da, Würde es nicht empfehlen, gerade bei der Stahldiskussion, denke ich mir ist es wichtig, auch Stahl zu behalten und zu verteidigen, weil Stahl auch uns verteidigt.
00:29:05: Gar nicht so sehen, im Gedanken wirklich Konflikte oder gewappen, bewaffnete Konflikte, aber mehr in dem Gedanken, ich kann doch nicht Stahl aufgeben.
00:29:14: Um mich abhängig machen von China
00:29:16: und von London.
00:29:16: Genau, also wir sollten das doch mittlerweile gelernt haben, dass das ... auch nicht ganz alles nur klug war.
00:29:23: Es war bequem.
00:29:24: Der russisches Gas war billig.
00:29:26: Wir hatten hier Technologie.
00:29:27: Tolles Leben.
00:29:28: Zwei Jahre lang kann man da alles mit verlängern und kann man jegischen Strukturwandel ignorieren, wenn man billiges Gas hat und deutsches Know-how.
00:29:39: Geht toll.
00:29:39: Ist jetzt weg.
00:29:40: Man sollte mir mindestens mal daraus gelernt haben, glaube ich, dass man das bei anderen Dingen nicht machen sollte.
00:29:46: Und ich finde diese... Diese Stahldiskursion, ob man jetzt hier zwei Milliarden vier oder acht reinsteckt, völlig absurd, wenn man bedenkt, für was sonst Geld ausgegeben wird.
00:29:57: Und ich will damit nicht so eine Diskussion anfangen oder so etwas, was geht alles in soziales oder so etwas, sondern was für den anderen Tasten ist.
00:30:02: Existenzieller Wirtschaftsbereich.
00:30:05: Das ist zu verteidigen.
00:30:07: Und das ist auch traurig, dass wir sie mal noch nicht verstehen, dass wir es halt eben machen müssen und auch dann noch mal mit der EU darüber parlavieren müssen und dann noch mal hineingemüssen.
00:30:14: Das ist ersetzlich.
00:30:15: Da in China sitzt jemand, der entscheidet, wir stecken hundert Milliarden in KI.
00:30:19: Und wir kriegen es hier nicht gebacken zu entscheiden, wir stecken jetzt fünf Milliarden in Stahl.
00:30:24: Period.
00:30:25: Wir verteidigen das.
00:30:27: Absolut.
00:30:27: Absolut, Heiner.
00:30:28: Vielleicht wird es ja Tyssen-Krupp ganz gut tun oder Tyssen-Style, wenn Leute aus anderen Bereichen wie du ... sozusagen auch mal öffentlich an ihrer Seite stehen, was du ja tust.
00:30:38: Ja, ja, ja.
00:30:40: Und nicht nur mit die stale Industrie für sich sprecht und die Stahlverbände.
00:30:43: Da gibt es ein stale Gipfel beim Kanzler.
00:30:44: Aber wenn die ganze Wirtschaft, wie in dem Fall du für Karamba sagen wirst, Mensch, das ist existenziell wichtig.
00:30:49: Ja,
00:30:49: ja.
00:30:50: Würde ich jederzeit überall verteidigen gehen, weil es ist Kern.
00:30:54: Und wenn wir es zulassen, solche Kerne abschmelzen, dann verlieren wir viel mehr, als wir heute glauben.
00:30:59: Wir verlieren hier Eigentlichkeit, wir verlieren ganze Ketten.
00:31:04: Und es geht nicht nur um die eine Stadt, es geht auch nicht nur um die eine Stadt mit deren Arbeitsplätze.
00:31:08: Für mich geht es dabei um viel, viel mehr.
00:31:10: Wir dürfen manche Dinge nicht zulassen.
00:31:12: Und das ist auch hier genau wichtig.
00:31:14: Das darf nicht kaputt gehen.
00:31:16: Wir müssen da was reintun.
00:31:17: Genauso wie wir es heute nicht mehr zulassen, dass wir die Flüsse verdrecken.
00:31:21: Wir verkappen nicht mehr alles in der Nordsee.
00:31:23: Wir machen andere Dinge nicht.
00:31:25: Ist es hier genauso essentiell da wirklich hart zu entscheiden?
00:31:29: Wir lassen das nicht zu und wir machen das so.
00:31:32: Wir bauen das so stark, dass es auch widerstandsfähig bleibt und sich auch verteidigen kann.
00:31:37: Denn wenn das weg ist, dann ist es für immer weg.
00:31:40: Das kriegst du nicht so schnell wieder.
00:31:41: Ich
00:31:41: komme aus Dortmund.
00:31:42: Da haben wir unser letztes Startwerk abgebaut.
00:31:45: China.
00:31:46: Das ist eins zu eins nach China rübergegangen, produziert heute noch und man denkt sich, wieso können die Billigen starr machen?
00:31:52: Klar.
00:31:54: Rainer, in Duisburg, wir machen immer so einen kleinen Fragebogen hier in unserem Podcast.
00:32:00: Was ist das Erste, was dir zu Duisburg einfällt?
00:32:06: Hafen, Internationalität, Handel und Verbindung in die ganze Welt.
00:32:13: Und das, obwohl das eigentlich im Binnen liegt, normal kennt man so Verbindungen ja mehr von den Städten wie Antwerpen oder so was, Rotterdam, Hamburg vielleicht noch und so weiter.
00:32:21: Und hier ist eine Stadt mit ihrem Binnenhafen, mit ihrer unglaublichen Fähigkeit für Logistik, mit ihrer starken Internationalität.
00:32:34: Das, was manchmal hier das Problem ist.
00:32:37: Es ist ja manchmal auch schwierig.
00:32:38: ist auch gleichzeitig ein Fund, ein Asset, weil die Stadt weiß, wie international geht.
00:32:42: Also wir wissen, wie man auch bei so was aufbauen kann, wie man so was halt eben auch mit anderen Kulturen zusammenbringen kann, mit allen Herausforderungen.
00:32:49: Aber das finde ich macht Duisburg einmalig.
00:32:52: Das ist wirklich so eine große Stärke, die man vielleicht noch viel mehr nutzen kann.
00:32:55: Wenn du in die Geschichte zurückgehst, welcher der Pioniere, fandest du besonders beeindruckend, welchen Genie, Streich oder welches Start-up von Anu Tuk Tuk?
00:33:07: Ich glaube, all die, die Duisburg in die Verbindung gebracht haben, obwohl es vielleicht mal ein bisschen still geworden ist darüber, aber all die, die Duisburg mit China in Verbindung gebracht haben, haben Großes geleistet.
00:33:17: Also der Gedanke hier, das Ende der Seitenstraße zu werden.
00:33:21: Bei all dem, was da vielleicht manchmal holpart, bei all dem, was vielleicht in der Großwetterlage derzeit noch nicht so passt und sowas, siehst du hier chinesische Ständen?
00:33:30: Die hierher kommen, die nach Duisburg kommen.
00:33:32: Das ist in China eine Karte von Deutschland und da ist daneben Berlin und vielleicht auch München auch Duisburg drauf.
00:33:38: Warst du da?
00:33:39: Hast du gesehen mit deinen Augen?
00:33:40: Ich habe eigene Bilder davon gesehen, wie Leute sowas gezeigt haben, wer sowas kennt.
00:33:44: Und ich glaube, die, die Teams, die Menschen, wer auch immer, wer es war, der sich dahin bemüht hat, sowas zu tun, sowas zu schaffen, sind die, die ich da wirklich für vererre.
00:33:56: Duisburg mit anderen Augen sehen, an welcher Stelle der Stadt, wo gelingt dir das am besten?
00:34:06: Ich habe letztes Mal Duisburg mit anderen Augen gesehen, gar nicht an diesen romantischen Plätzen, also so verlassene Stahlwerk mit Licht dahinter.
00:34:13: Ja, es ist schön, guckst du einmal.
00:34:15: Finde ich das nie so begeistert.
00:34:17: Ich fand Duisburg zum Beispiel total begeisternd, als wir angefangen haben, uns hier mit dem neuen Lager zu beschäftigen, auf der anderen Rheinseite, drüben da, wo auch Renus und auch die anderen Logistiker sind.
00:34:27: Wie ist dort gelingt?
00:34:29: Noch nicht mehr richtig ultrabreiten Straßen.
00:34:32: Wie ist dort gelingt, halt eben mit so viel Firmen, mit so viel Trucks, mit so viel Verkehr, mit so viel Bewegung, so viel zu bewegen.
00:34:40: Das finde ich interessant.
00:34:41: Das finde ich herausfordernd.
00:34:43: Auf
00:34:43: welchem Raum?
00:34:44: Auf welchem Raum das geschieht dort, auch mit wieviel Nationalitäten das geschieht, mit wieviel Menschen das dort geschieht und ob auch trotzdem, wie modern das ist und wie gut angebunden es ist.
00:34:53: Also das ist für mich so ein Teil von Duisburg, der wirklich Dinge in Bewegung bringen, bin ich ganz, ganz wesentlich.
00:35:01: Duisburger Zoo, eine Kulteinrichtung hier.
00:35:03: Gibt es irgendeinen Lieblingstier?
00:35:09: Ich glaube, mein persönliches Lieblingstier ist der Wolf.
00:35:14: Weil ich finde irgendwie Wölfe irgendwie total spannend und völlig unterschätzt.
00:35:17: Wölfe werden irgendwie hierarchisch geführt und funktionieren trotzdem.
00:35:21: Aufgaben werden verteilt.
00:35:22: Also ich finde Wölfe einfach spannend, wie die leben.
00:35:25: Verteilung auch.
00:35:26: Verteilung, Aufgaben, Führung und so weiter.
00:35:28: Solche Dinge, die haben viel auch von normalen, auch von männlichen Strukturen, von männlichen Organisationsformen.
00:35:34: Das
00:35:34: ist für Manager interessant zu gucken.
00:35:35: Das ist für
00:35:35: Manager interessant zu gucken, ist auch auch für Gesellschaftsforschheit, glaube ich, interessant.
00:35:39: Weil Wölfe funktionieren wirklich auch als gute Gesellschaft.
00:35:44: Erleben wir heute, das hat auch Konsequenzen, wenn man in dieser Gesellschaft dort nicht funktioniert und seine Aufgabe nicht übernimmt, dann wird man gebissen oder man wird halt eben ans Ende gestellt.
00:35:53: Und da kann man viel von lernen, also wie auch Führung funktioniert, wie auch Gesellschaft funktioniert, deswegen für mich persönlich Wölfe, vielleicht für Duisburg, da würde ich eher sowas wählen, was fliegen kann.
00:36:06: Atlermäßig, Adler, Kranig, großer Vogel, der Freie, der auch viel zusammenbringt, der auch weite Wege geht, solche Dinge, das wäre eher mein Tier für Duisburg.
00:36:18: Ich finde es sehr sympathisch, dass du jetzt nicht gesagt hast, dass wir Kunja.
00:36:22: Was ist das?
00:36:23: Das ist ein Tierchen aus der Lama-Reihe.
00:36:26: und auf eurem Instagram-Becount.
00:36:28: habe ich gesehen, dass ihr irgendeine Vikunjapatenschaft übernommen habt von Karamba.
00:36:32: Und ich dachte, da wirst du jetzt mit angehen und ich finde das sehr sympathisch, dass du das Vikunjaganz Haus nimmst und alles nimmst.
00:36:38: Und so, das zeigt deine Souveränität, finde ich richtig klasse.
00:36:42: Wenn du jetzt an die Uni gehen würdest, Duisburg essen und Studenten der Wirtschaftswissenschaften erzählen, welche Chancen die Stadt hat oder überhaupt etwas über Duisburg erzählen, was wäre deine Botschaft?
00:36:52: Was wäre deine Botschaft an die Studenten?
00:36:55: Ich würde jedem empfehlen, geht mal dahin.
00:36:58: Urteilt nicht nach der Broschüre, Urteilt nicht nach Nightlife.
00:37:05: Oder Urteilt nicht, wie sind die Clubs in der Stadt?
00:37:07: Guckt nicht, wie ist die oder jene so was in der Stadt?
00:37:10: Guckt mal, wie ist die Stadt, wenn ihr auch vielleicht danach bleiben wollt?
00:37:13: Wenn ihr auch vielleicht danach nicht wieder weiterziehen wollt?
00:37:15: Gerade wenn es darum geht, was mache ich mit dem Studium, ist das wirklich nur begrenzt?
00:37:18: Und ich will irgendwo anders hin.
00:37:20: Guckt mal, ist die Stadt international?
00:37:22: Guckt mal, hat die Stadt Verbindung und hat die nicht nur Image?
00:37:26: Auch Leuten empfehlen, guckt man über die Zeit des Studiums hinaus.
00:37:30: Das ist auch was ganz Wichtiges.
00:37:31: Was ist danach?
00:37:32: Habe ich hier eine Stadt, die möchte, dass ich hier bin?
00:37:35: Habe ich eine Stadt, die hier, hatte ich seit genügend Kitaplätze, hatte ich statt Möglichkeiten, wo ich auch danach noch was machen kann und würde nicht nur auf Studium gucken.
00:37:44: Hat sie genug Kitaplätze?
00:37:46: Das sind Perspektiven, dass ich als Familie gut leben kann.
00:37:49: Das sind Perspektiven, dass ich einen guten Job finden kann.
00:37:52: Ich glaube, da hat Dysburg unter mich gute Schritte gemacht.
00:37:55: Also da hat Dysburg wirklich vor langer Zeit schon, vielleicht vor zwei, drei Jahren irgendwie.
00:37:59: so gesehen, auch in allen Gesprächen, die ich mit Søren Link geführt habe, war das ihm auch immer wichtiger Punkt, dass das erstmal funktionieren muss.
00:38:06: So krieg ich Leute, so krieg ich auch Talent hierher.
00:38:08: Was nützt es mir, wenn ich hier ein Theater hab?
00:38:11: Was nützt mir, wenn ich hier keine Ahnung, dies und das in jenes habe oder so etwas, aber am Ende irgendwie nicht weiß, wo ich meine Kinder betreut bekomme.
00:38:19: Das sind so essentielle Dinge für Menschen oder so etwas.
00:38:21: Wie funktioniert eine Verwaltung?
00:38:24: Wie schnell kriege ich einen Termin für einen neuen Pass?
00:38:26: So simple Dinge und die Dinge, die einen jeden Tag treffen.
00:38:29: Und was macht die Stadt mit ihren Problemdingen?
00:38:31: Spricht sie die Ahnen, will sie die lösen oder macht sie die Augen zu und guckt immer nur weg und sagt, alles ist easy, alles ist toll, ist es eben nicht.
00:38:38: Ist es weder bei mir zu Hause in Dortmund, noch ist es das hier.
00:38:40: Aber weggucken hilft auch nicht.
00:38:43: Damit hast du auch schon ein bisschen skizziert, wie dein Duisburg der Zukunft aussieht.
00:38:47: Also wirklich einfach eine gute Infrastruktur an Kita-Plätzen zum Beispiel.
00:38:52: finde ich wirklich wichtige Dinge, aber die man da wirklich gucken muss.
00:38:55: Was ist dann diese klassischen Sachen?
00:38:59: Was bietet dir die Stadt kulturell?
00:39:01: Finde ich wichtig, aber geht nach hinten.
00:39:04: Du guckst nicht da hinten dran, wieviel Cafés habe ich hier, wieviel Clubs habe ich hier?
00:39:09: oder wieviel Museen habe ich hier, die auch noch nachts aufhaben?
00:39:11: oder was mache ich sonst so?
00:39:12: Du guckst danach, was betrifft dich?
00:39:15: Wie schnell kriege ich einen neuen Pass?
00:39:17: Wie schnell reagiert jemand auf dem Straßenverkehrsamt?
00:39:19: Da gibt es hier einen Durchbruch, wirklich coole Beispiele, wo Leute auch in den Ämtern schon anfangen, besser zu reagieren.
00:39:26: Auch Dinge machen.
00:39:28: Klasse.
00:39:28: Das geht.
00:39:30: Sag mal, du persönlich Lieblingstugend hast du eine?
00:39:33: Lieblingstugend?
00:39:35: Also was mehrere Tugenden, aber gibt es einen Liebling?
00:39:38: Verlässlichkeit.
00:39:42: sich anzustrengen, verlässlich zu sein.
00:39:43: Weil Verlässlichkeit ist nichts, was so hergeflogen kommt.
00:39:47: Da muss man sich für anstrengen.
00:39:48: Das passiert nicht automatisch.
00:39:49: Das ist auch nicht immer so einfach, aber verlässlich zu sein.
00:39:53: Dann da zu sein, verlässlich zu sein.
00:39:56: Das sind Pläne zu zeigen, auch wenn man keine Lust hat, keinen Bock hat, trotzdem das zu machen, weil es einfach wichtig ist.
00:40:00: Ja, ich glaube, das ist eine generelle Sache, die man früh auch Menschen beibringen.
00:40:06: könnte.
00:40:07: und was ich auch bei meinen Kindern versuche ist.
00:40:09: Ja, ist jetzt doof aufzustehen, wir stehen trotzdem
00:40:12: auf.
00:40:13: Was tust du, obwohl es unvernünftig ist?
00:40:17: Porsche fahren.
00:40:19: Wo machst du das?
00:40:22: Im Sommer, im Cabriolet und auch manchmal sogar auf der Rennstrecke.
00:40:25: In Sandford?
00:40:26: Ja.
00:40:27: Was machst du da?
00:40:28: Bist du bei diesem Track?
00:40:29: Wie heißt das Trackracing?
00:40:31: Track
00:40:31: Day, das ist so ein Tag, an dem du relativ viel Instruktion hast.
00:40:34: Wie du mal mit deinem Auto umgehst, wie du eine Kurve fährst, wie du mal lernst, heftig zu bremsen.
00:40:39: Was du dir am Alltag niemals tust, hoffentlich niemals brauchst.
00:40:42: Du lernst mal richtig, richtig feste zu bremsen.
00:40:45: Dass du lernst, eine Kurve anständig anzufahren, auch im richtigen Moment einzulenken.
00:40:49: So was lernst du dort.
00:40:50: Also es geht nicht nur um schnelles Brum-Brum und drehundert Stuckis.
00:40:53: Also das vielleicht auch irgendwann, aber sondern erst mal im Grunde genommen, gekonnt zu fahren.
00:40:58: Genau, richtig fahren zu lernen.
00:41:00: Darum geht es im Wesentlichen.
00:41:01: Das machst du dabei.
00:41:02: Du lernst andere Leute kennen, die auch an so was Spaß haben.
00:41:04: Das ist halt eben so ein Teil davon.
00:41:06: Ist da jemand neben dir auf dem Beifahrersitz und sagt rein halt jetzt oder?
00:41:10: Ja, das passiert.
00:41:11: Das kannst du ja wieder mit dem Instruktor fahren.
00:41:13: oder fährst im Hinterher und versuchst auch so zu fahren wie der.
00:41:16: Und wenn du schlecht fährst, hast du nachher den Gummi von den anderen.
00:41:20: in deinen Reifen.
00:41:21: Du musst das alles rauspicken.
00:41:22: Also, ich denke, du bist an gut zu fahren.
00:41:26: Rainer Elker hat großen Spaß gemacht, Mr.
00:41:28: Karamba sozusagen.
00:41:29: Vielleicht leid ihr Heinu ja noch mal in eure Fabrik ein, wer weiß?
00:41:32: Genau,
00:41:33: das ist eine super Idee.
00:41:35: Danke für das Gespräch hier bei TV.
00:41:37: Vielen Dank, tolle Fragen.
00:41:38: Bis dann.
00:41:39: Bis dann.
00:41:40: Ciao.
00:41:40: Ciao.
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